Kurz & Klima 24. Juli 2026

Von Redaktion

Es brennt – in Spanien wurde wegen Waldbränden der Notstand ausgerufen, denen bereits 13 Menschen zum Opfer gefallen sind, und in Frankreich mussten bereits 40.000 Menschen evakuiert werden. Auch in Algerien, Marokko, Tunesien, Süditalien und Griechenland wird gegen zahllose Feuer gekämpft, während in kanadischen und US-Metropolen die Bevölkerung wegen der gesundheitsschädlichen Rauchschwaden von über 900 Waldbränden sich nicht im Freien aufhalten sollen. Derweil leidet auch Japan schon seit vielen Wochen unter völlig abnormalen, gefährlichen Temperaturen.

Wir dokumentieren im Folgenden einen kurzen Beitrag aus der Roten Fahne, der Zeitung der japanischen KP, vom 23. Juli.

Tage mit extremer Hitze, glühender Hitze, sengender Hitze und intensiver Hitze – darunter auch Tage mit „extremer Hitze“ und Tage, an denen man zu Hause bleiben sollte. Wie sollen Tage mit Höchsttemperaturen von über 40 Grad bezeichnet werden? Das sind die Vorschläge aus einer Umfrage der japanischen Wetterbehörde.

Der Begriff „Tag mit extremer Hitze“ erhielt die meisten Stimmen und wurde unter Berücksichtigung der Meinungen von Experten festgelegt. Kaum wurden vorgestern an drei Orten in Gifu und Aichi die ersten „Tage mit extremer Hitze“ landesweit verzeichnet, gab es gestern bereits eine ganze Reihe weiterer solcher Messungen. Wird eine Welt mit Temperaturen über 40 Grad von nun an zur Normalität werden?

Laut der Weltorganisation für Meteorologie schreitet die Erwärmung in Asien derzeit fast doppelt so schnell voran wie im weltweiten Durchschnitt. Die Temperaturanstiegsrate von 1991 bis 2024 ist etwa doppelt so hoch wie vor 30 Jahren. Auch die Anstiegsrate der Meeresoberflächentemperaturen in den umliegenden Gewässern liegt über dem weltweiten Durchschnitt, was an verschiedenen Orten zu Rekordüberschwemmungen führt. Viele Menschen kommen durch extreme Wetterereignisse ums Leben.

Das betrifft nicht nur Asien. In Europa, das seit letztem Monat von einer Hitzewelle heimgesucht wird, soll die Zahl der damit verbundenen Todesfälle bereits 10.000 überschritten haben. Wissenschaftler weisen darauf hin, dass diese Hitzewelle ohne den vom Menschen verursachten Klimawandel praktisch unmöglich gewesen wäre.

UN-Generalsekretär António Guterres warnte vor dem „Anbruch einer Ära, in der die Erde kocht“. Experten weisen darauf hin, dass sich bei Temperaturen über 40 Grad der Prozess, der zu neurologischen Symptomen und Bewusstseinsstörungen führt, beschleunigt. Auch bei den rapide zunehmenden Hitzeschlägen steigt das Risiko, dass sie tödlich enden.

Die Hitze ist mittlerweile zu einer alltäglichen Bedrohung geworden, die schwerwiegende Gesundheitsschäden verursacht. Da die ersten Symptome leicht übersehen werden, wird sie als „stiller Killer“ bezeichnet. Wir stellen uns den Regierungen und Kräften entgegen, die sich den Maßnahmen gegen den Klimawandel, der Ursache der extremen Hitze, verschließen. Auch um unser eigenes Leben vor dieser schleichenden Gefahr zu schützen.

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