Waldbrände: „Die Welt kocht“
Von Redaktion
Es brennt – in Spanien wurde wegen Waldbränden der Notstand ausgerufen, denen bereits 13 Menschen zum Opfer gefallen sind, und in Frankreich mussten bereits 40.000 Menschen evakuiert werden. Auch in Algerien, Marokko, Tunesien, Süditalien und Griechenland wird gegen zahllose Feuer gekämpft, während in kanadischen und US-Metropolen die Bevölkerung wegen der gesundheitsschädlichen Rauchschwaden von über 900 Waldbränden sich nicht im Freien aufhalten sollen. Derweil leidet auch Japan schon seit vielen Wochen unter völlig abnormalen, gefährlichen Temperaturen.
Wir dokumentieren im Folgenden einen kurzen Beitrag aus der Roten Fahne, der Zeitung der japanischen KP, vom 23.
Tschernobyl am Bodensee?
Von Redaktion
Nur knapp zehn Kilometer südlich der Grenze stehen beim Schweizer Städtchen Döttingen die beiden Reaktoren Beznau 1 und Beznau 2, die einen höchst unrühmlichen Rekord halten. Mit 57 und 55 Jahren Laufzeit stellen sie den weltweit ältesten beziehungsweise den drittältesten noch im Betrieb Atommeiler dar.
Ausgestattet wurden sie mit einer auf 40 Jahre Betriebszeit ausgelegten Technik, und dürften inzwischen recht unzuverlässige Druckbehälter haben. Deren Stahl versprödet nämlich mit der Zeit durch den Neutronenbeschuss im Innern der Behälter, das heißt, er wird Bruchanfälliger. Ähnliches gilt für die Rohre des Primärkühlkreises, durch die hochgradig radioaktiv belastetes Wasser fließt.
Mehr als 5000 Hitzetote
von Wolfgang Pomrehn
Etwas mehr als 5100 Tote hat die Juni-Hitzewelle in Deutschland gekostet, hat das Robert-Koch-Institut aus den Sterbedaten des Bundesamtes für Statistik ermittelt. Die allermeisten von ihnen waren über 64. Besonders gefährdet sind offenbar die Hochbetagten ab einem Alter von 85. Fast 3000 Todesfälle waren in dieser Personengruppe zu verzeichnen.
Inzwischen finden auch hierzulande Klimaanlagen einen reißenden Absatz, und die AfD wettert schon dummdreist daher, dass die Energiesparpolitik Schuld an deren mangelhafter Verbreitung ist.
Sie gießen Öl ins Feuer
Die März-Regierung und die Hitzewelle
von Paul Michel
Ende Juni litten West- und Mitteleuropa, wie berichtet, unter einer extremen Hitzewelle mit Temperaturen teils über 40 Grad – mit enormen Auswirkungen auf Gesundheit und Wirtschaft. „Hier zeigt der Klimawandel eindeutig seine Zähne“, meint der ARD-Meteorologe Tim Staeger. Während dieser Zeit wurde in den Medien sehr intensiv darüber berichtet, welche verheerenden Auswirkungen die Hitzewelle auf die Menschen und auf die Infrastruktur der Gesellschaft hat.
Kaum ein Wort wurde allerdings darüber verloren, wie möglichst schnell der viel zu hohe Ausstoß von Treibhausgasen in die Atmosphäre deutlich reduziert werden könnte. Gleiches gilt für die etablierten Parteien.
Mörderische Hitze
Von Wolfgang Pomrehn
Die Hitze hat Mittel- und Westeuropa fest im Griff. Der Deutsche Wetterdienst meldet, dass es eine derartige Hitzewelle noch nie so früh im Jahr gegeben habe. Für gewöhnlich sei mit solchen Ereignissen erst im Hochsommer, das heißt, Ende Juli Anfang August, zu rechnen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Grundwasserstände zu Sommeranfang besonders niedrige waren. Der Dürremonitor zeigt entsprechend fast im ganzen Land leichten bis extremen Trockenstress für die Pflanzen.
Affenhitze aber kein Klimaschutz
Von Wolfgang Pomrehn
In Bonn ging in der letzten Wochen die turnusgemäße Vorbereitungsrunde für die diesjährige UN-Klimakonferenz zu Ende. Diese wird wie üblich im Spätherbst tagen, diesmal in der Türkei. Mit wesentlichen Fortschritten in Sachen internationalen Klimaschutz ist leider nicht zu rechnen, wie Bonn einmal mehr gezeigt hat.
Wie immer erwiesen sich die reichen Länder beim Thema Finanzen äußerst knauserig. Weder sind sie – auch Deutschland nicht – bereit, ihre Verantwortung für die in den letzten 170 Jahren in der Atmosphäre angereicherten Klimagase zu übernehmen, noch bereit, für die angerichteten Schäden aufzukommen.
Von den Klimaverhandlungen ausgeschlossen
von Wolfgang Pomrehn
Von den USA ist bekannt, dass sie gelegentlich Diplomaten und gar Staatschefs von den Verhandlungen der UNO ausschließen. Im letzten Jahr erhielt zum Beispiel Mahmoud Abbas, Präsident der palästinensischen Selbstverwaltung, kein Visum, und erst kürzlich wurde einem stellvertretenden Minister Russlands die Teilnahme an einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York verweigert.
Aber Deutschland, das das Sekretariat der UN-Klimaschutzrahmenkonvention (UNFCCC) beherbergt, steht dem nicht nach, nur das es etwas subtiler vorgeht und einfach unüberwindbare bürokratische Hürden errichtet. Das UNFCCC-Sekretariat, das seit 1995 den fortwährenden Verhandlungsprozess für mehr Klimaschutz organisiert, hat seinen Sitz in Bonn am Rhein. Dort, in der alten westdeutschen Hauptstadt, hat gerade eine wichtige Vorbereitungskonferenz für die diesjährige UN-Klimakonferenz begonnen.