Politik und Poesie
An den Rand notiert
von Rolf Euler
Was hat das wohl miteinander zu tun in Zeiten von Fakenews, Sachzwängen und erneuten kalten Kriegen? «Politik und Poesie» lautet das Motto der diesjährigen Ruhrfestspiele auf, die mit Theater, Tanz, Lesungen, Kabarett im Mai und Juni wieder in Recklinghausen unter neuer Leitung stattfinden werden.
Gerechtigkeit? Ich weiß nicht, was das ist
An den Rand notiert
von Rolf Euler
Der Vorstandvorsitzende der Allianz-Versicherung, Oliver Bäte, gab Ende letzten Jahres ein Interview in der Zeit. Darin antwortete er auf die Frage nach den Einkommensunterschieden: «Gerechtigkeit ist für mich ein marxistischer Begriff. Ich weiß nicht, was das ist.»
Recht haben
An den Rand notiert
von Rolf Euler
In der Redaktion gab es eine Wette, ob Merz oder Kramp-Karrenbauer als CDU-Fraktionsvorsitzende gewählt würde. Es stand 2:5, ich hatte mit anderen auf Merz getippt. Die anderen haben «recht behalten», obwohl die Voraussagen nach dem Auftritt der Kandidaten auf der Wahlversammlung in NRW Merz klar den Vorrang gaben. Von Zeit bis Bild wurde Merz in Position geschoben, seitenlange Erläuterungen seiner Karriere und Haltungen, ein Lob für seine klaren Ansagen, Fotos auf den Titelblättern – es sah nach einem deutlichen Ergebnis aus, und Frau Kramp-Karrenbauer konnte einem fast «leid tun»…
(Sch)Merz lass nach…
An den Rand notiert
von Rolf Euler
Die Eile, mit der die CDU die Nachfolger von Angela Merkel aus dem Hut zog, zeugt von langfristiger Lauerstellung der Kandidaten und der Kandidatin. Und es zeugt von der nachdrücklichen Strategie der konservativen Eliten, nun endlich Kandidaten ihrer «Wahl» nach oben zu schieben und in aussichtsreiche Kanzlerkandidatenposition zu bringen.
«Es kommt immer anders…
…wenn man denkt!»
von Rolf Euler
Diesen freundlichen Spruch las ich auf einem T-Shirt eines Mitwanderers bei der Hambach-Kundgebung Anfang Oktober. Den vielen Menschen war sicher auch die Erleichterung über den Spruch des Oberlandesgerichts anzumerken – da war das Original-Zitiat «…als man denkt» ebenfalls berechtigt.
Keine Glorifizierung des Bergbaus!
Von der Romantisierung des Kohlebergbaus und der Wirklichkeit dahinter
von Rolf Euler
Die letzten beiden Steinkohlenbergwerke in Deutschland schließen Ende des Jahres. Das ganze Ruhrgebiet zittert – das ganze? Nein, ein kleines Häuflein Unerschütterlicher bespielt die Region mit Dutzenden von Veranstaltungen, Museen, Kunstereignissen, Bergbauausstellungen unter dem Titel «Glückauf Zukunft!»