Was tun gegen den Mangel an Betriebsräten?
Kampagne von RAT & TAT und VIRCON
die Redaktion
Der Arbeitsrechtler Rolf Geffken bietet Beratungen für die Bildung von Betriebsräten an.
Nur 38 Prozent der Beschäftigten werden in Deutschland von Betriebsräten vertreten. Nach wie vor besteht in der großen Mehrzahl der betriebsratsfähigen Betriebe kein Betriebsrat. Die Gewerkschaften betrachten die Wahl von Betriebsräten zwar als ihre Aufgabe, doch Initiativen vor Ort scheitern oft daran, dass es nicht genügend gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte in Klein- und Mittelbetrieben gibt. weiterlesen
aktion./.arbeitsunrecht
13.Oktober: Schwarzer Freitag für H&M
von Jessica Reissner
Die Initiative aktion./.arbeitsunrecht ruft für Freitag, den 13.Oktober, zum bundesweiten Protest auf.
Das Online-Voting, in dem das Ziel dieses Schwarzen Freitags ermittelt wurde, endete mit einer Aufholjagd. Lange Zeit lag das Deutsche Rote Kreuz (DRK) vorne. Erst in den letzten Tagen büßte der halbstaatliche Hilfegigant, der an vielen Stellen Lohndumping und Betriebsratsbehinderung betreibt, seinen Vorsprung ein. weiterlesen
Von Schutz keine Spur
Das neue Prostitutionsschutzgesetz
von Ute Abraham
Im Juli dieses Jahres ist das Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) in Kraft getreten. Künftig dürfen Bordellbesitzer nur noch registrierte SexarbeiterInnen arbeiten lassen; Wohnungen sollen als Kleinstbetriebe genehmigt werden, müssen aber gewährleisten, dass Arbeitsräume nicht auch als Schlafzimmer dienen. SexarbeiterInnen müssen sich am Arbeitsort registrieren lassen, sie bekommen einen sog. Hurenpass, den sie stets mit sich tragen müssen. Eine Gesundheitsberatung ist ebenfalls verpflichtend und muss jährlich wiederholt werden. weiterlesen
5 x 4 Stunden sind genug!
Arbeit neu denken – aus Anlass der Tarifrunde der IG Metall
von Manfred Dietenberger
Im Zusammenhang mit der Ende 2017 beginnenden Tarifrunde für die rund 3,7 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall unter dem Motto «Mein Leben, meine Zeit – Arbeit neu denken» die Diskussion über ihre künftige Arbeitszeitpolitik eröffnet. Damit greift sie endlich den Fehdehandschuh auf, der ihr von der Kapitalseite immer wieder vor die Füße geworfen wird. weiterlesen
Wende in der Automobilindustrie
Was bringt der Umstieg auf Elektroautos für die Beschäftigten?
Gespräch mit Michael Clauss*
Was würde ein Umschwenken von Verbrennungsmotor auf Elektromotor in Sachen Arbeitsplätze für die Beschäftigten bedeuten? Ein Bekannter von mir, der selbst in der Autoindustrie arbeitet sagt, dann würde nur noch ein Siebtel der Arbeitsplätze gebraucht. Wie siehst du das?
Bei batteriegetriebenen Fahrzeugen trifft es zu, dass in der Produktion des Antriebs erheblich weniger Arbeitsplätze benötigt werden. Ein Siebtel finde ich aber übertrieben. Schließlich besteht das Auto ja nicht nur aus dem Antrieb! Bei der Endmontage wird es hinsichtlich der Arbeitsplätze kaum einen Unterschied zwischen Verbrennungsmotor und Elektromotor geben.
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Schwanengesang
Ein „Netzpolitisches Manifest“ aus dem Umfeld der untergegangenen Piraten-Partei
von Werner Seppmann
I. Jochen Paul, prominenter Vertreter der schiffbrüchigen Piraten-Partei, einige Zeit auch deren Fraktionsvorsitzender im NRW-Landtag, hat, gewissermaßen als „politisches Testament“ der kurzlebigen Bewegung, mit seiner Broschüre ein letztes „Logbuch“ vorgelegt, dass mehr Bestandsaufnahme konzeptioneller Defizite (durch die auch der schnelle Niedergang der Partei verständlich wird!) als zukunftsweisende Reflexionen enthält. So wie Paul den Problemkomplex „Digitalisierung der Gesellschaft“ in großen Teilen abhandelt, wird eine Chance vertan, weil seine kritische Durchleuchtung des Digitalisierungkomplexes ja tatsächlich dringend nötig wäre. weiterlesen
Digitalisierung: Gigantisches Rationalisierungsprogramm
Unternehmer wollen neues Arbeitszeitregime. Gewerkschaften positionieren sich halbherzig
von Jörn Boewe
«Digitalisierung» und «Industrie 4.0» – beide Schlagwörter drängen seit einigen Jahren der politischen Debatte um die Zukunft der Erwerbsarbeit ihren Stempel auf. Ideologie und reale Veränderungen sind dabei nicht immer leicht auseinanderzuhalten. weiterlesen
Arbeitszeitverkürzung mit Haken
IGBCE vereinbart 38,5-Stunden-Woche für Ostdeutschland
von J.H.Wassermann
Die IGBCE vereinbart für Ostdeutschland eine Senkung der Wochenarbeitszeit bei weitgehender Flexibilisierung, das sog. «Potsdamer Modell».
Für die chemische Industrie in Ostdeutschland hat die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IGBCE) die tariflichen Wochenarbeitszeiten neu vereinbart. weiterlesen
«Wir Kollegen haben auch Ideen»
Brief eines Arbeiters von Blohm+Voss anlässlich von Massenentlassungen
dokumentiert
Nach dem angekündigten Arbeitsplatzabbau auf der Schiffswerft Blohm+Voss in Hamburg haben sich IG Metall und Unternehmensspitze auf einen Sanierungstarifvertrag geeinigt. Er sieht Einsparungen beim Urlaub- und Weihnachtsgeld, unbezahlte Überstunden und den Wegfall von 300 Stellen bis zum kommenden Sommer vor. Nicht alle sind damit zufrieden. weiterlesen
Paradigmenwechsel im Arbeitskampf
Im Streik für mehr Personal an den Krankenhäusern geht Ver.di neue Wege – das Saarland spielt den Vorreiter
von Violetta Bock
Linke und gewerkschaftliche Bewegungen sind in der Defensive. Zwar beobachtet man allerorten eine Polarisierung, aber diese formiert und verbindet sich bisher nicht auf der fortschrittlichen Seite. weiterlesen
Rotkreuzschwestern auf ewig verliehen
Nahles hat erneut zugeschlagen
von Violetta Bock
Frau Nahles kann alles, sie hat schon verschiedentlich ein flexibles Händchen in der Gesetzgebung bewiesen, wenn ihr ein Gerichtsurteil nicht gefiel. Bei den Rotkreuzschwestern schlug sie im Februar zu und will kurzerhand absichern, dass sie unbefristet als Leiharbeiterinnen eingesetzt werden können. weiterlesen
Freifahrtschein und Burkaverbot
Die Ergebnisse der Tarif- und Besoldungsrunde für die hessischen Landesbediensteten haben es in sich
von Lutz Getzschmann
Die Warnstreiks haben sich gelohnt, der diesjährige Tarifabschluss für die 45000 Angestellten im hessischen Landesdienst ist für die beteiligten Gewerkschaften Ver.di, GEW und GdP zumindest kein Reinfall. weiterlesen