Zeit des Zorns
Don Winslow: Zeit des Zorns, Berlin: Suhrkamp, 2011, 338 S., 14,95 Euro
von Udo Bonn
Ophelia liebt Ben, den liebevollen Weltenbummler, der sein Geld in soziale Projekte steckt. Ophelia liebt Chon, den harten Ex-Marine. Ben und Chon sind Freunde, die in großem Umfang Gourmet-Marihuana züchten und im südlichen Kalifornien an die ausgesuchte Kundschaft bringen. Bis ihnen das mexikanische Baja-Kartell in die Quere kommt:
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«Film Socialisme»
Jean-Luc Godards bislang letzter Film ist eine Elegie auf die historischen Niederlagen des Sozialismus
Am 3.Dezember vergangenen Jahres ist Jean-Luc Godard achtzig Jahre alt geworden. Wenn man seine Filme sieht, erscheint der gleichaltrige Helmut Kohl wie ein Mann aus grauer Vorzeit. Godards Filme waren immer auf der Höhe der Zeit. Seit seinem ersten Langfilm A bout de souffle (Außer Atem) von 1959 hat er das Kino wie kaum ein anderer in einer Weise erneuert und revolutioniert, dass viele von ihm als dem James Joyce oder Pablo Picasso der siebten Kunst sprechen. Sein Werk umfasst mittlerweile gut vierzig Lang- und fast hundert kürzere Filme, die häufig trotz widriger Produktionsbedingungen und Geldmangels dank Godards Improvisationskunst entstanden sind.
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Polnische Presseschau 79 vom 18.12.2011
Mieterproteste auf katholisch – Beten erzwungen Przegl?d, 18.12.2011
Der Mönchorden der Fronleichnam- Kirche hat sich drei Wohnhäuser 1992 rückübertragen lassen, Mieten kassiert und keine Renovierungen durchgeführt, besser gesagt das Haus verkommen lassen. Jetzt vermieten sie es an einen portugiesischen Investor, der daraus ein Tagungshotel machen will. weiterlesen
Zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in Germoney 2011
von Paul B. Kleiser
Durch den Fall der Mauer und den Zusammenbruch des Ostblocks hat die deutsche Bourgeoisie einen historischen Sieg errungen. Nachdem die Versuche, mit militärischen Mitteln die Kontrolle und Hegemonie über den Kontinent zu erlangen, zweimal gescheitert waren, wurde unter Kanzler Adenauer der Weg des Bündnisses mit den westeuropäischen Staaten beschritten. Das setzte die Zerschlagung des Landes Preußen mit seiner protestantischen Machtelite aus „Kraut- und Schlotjunkern“ (Engels), die Westorientierung mit Unterordnung unter die Führungsmacht USA und damit die Zementierung der deutschen Teilung, sowie den Aufstieg der vorwiegend katholischen Kleinbourgeoisie des Westens voraus. Die Spaltung der Arbeiterbewegung der Weimarer Republik in SPD und KPD setzte sich in der deutschen Teilung fort. Die Arbeiterbewegung auf dem Gebiet der DDR wurde endgültig „sowjetisiert“.
Laßt uns zum Ende kommen mit der Regierung und den Memorandum-Gesetzen
von Netzwerk für Politische und Soziale Rechte, Gruppe Athen
Die massenhafte Teilnahme der Beschäftigten und der Jugend am Streik und den Streikkundgebungen am 19. und 20. Oktober hat bewiesen, daß sich der politische Kreis der Regierung geschlossen hat. In dem Maß, in dem der Widerstand des Volks und der allgemeine Ungehorsam fortgesetzt werden, ist ihr definitives Ende eine Frage der Zeit. Wir müssen allerdings unterstreichen, daß der endgültige Fall der zusammenbrechenden Regierung nicht notwendigerweise einher geht mit der Aufhebung der sozialen Plünderung, die die Memorandum-Gesetze gebracht haben. Um uns das zurückzuholen, was sie uns in den letzten 1 ½ Jahren entrissen haben, brauchen wir eine kohärente Strategie der sozialen Opposition des Volkes wie auch eine Taktik der Straße, die die Massenhaftigkeit mit Militanz verbindet.
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Der Pontifex im Bundestag
von Helmut Dahmer, Wien
Im Rahmen seines Besuchs im „Missionsgebiet“ Deutschland hat der mit Salutschüssen als Staatsoberhaupt empfangene, seit 2005 amtierende deutsche Papst am 21. September 2011 im Reichstag eine Rede gehalten, die vielen als bemerkenswert gilt. Eine Reihe von Abgeordneten war gar nicht erst erschienen, und einige verließen den Saal während der Ansprache, weil sie den Auftritt eines Theokraten im Parlament für unpassend hielten. Die meisten aber fühlten sich – als mehr oder weniger gläubige, zumindest aber Kirchensteuer zahlende Christen welcher Konfession auch immer – durch die Anwesenheit des derzeitigen „Stellvertreters“ des Messias in ihren unheiligen Hallen irgendwie geehrt. Außerparlamentarisch versammelten sich derweil in Sicht-, nicht aber Hörweite des Bundestags, auf dem Potsdamer Platz, die Papstgegner und –kritiker. In abendlichen Talk-Shows wurde dann über Niedergang oder Erneuerung des Katholizismus, über Fragen des politischen Stils und demokratische Spielregeln gestritten. Vielleicht ist es nützlich, bei dieser Gelegenheit zum einen daran zu erinnern, wer der Papst ist, und, zum anderen, den Text seiner „Rede über die Grundlagen des freiheitlichen Rechtsstaats“ noch einmal genauer zu lesen.
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Eine neue Wirtschaftscharta für das amerikanische Volk
Im Internet entsteht derzeit das Programm der Occupy-Wall-Street-Bewegung (siehe http://tapnec.wikispaces.com). Nach dem Verfahren von Wikipedia wurde bislang ein Text von 70 Seiten zusammengestellt, der auf den wöchentlichen Generalversammlungen im Zuccotti-Park diskutiert wird und dort am 20.November verabschiedet werden soll.
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Diese Maske sollte man nicht aufsetzen
Guy Fawkes
Mit Guy-Fawkes-Masken verkleiden sich derzeit Demonstranten aus aller Welt. Die Maske ist durch den Film V wie Vendetta bekannt geworden.
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«Um die mindeste Forderung zu verwirklichen, muss man die Regierung stürzen»
Griechenland
Von Sonia Mitralia
Beitrag zur Eröffnung der Konferenz «Europe against Austerity», die am 1.Oktober 2011 von der Londoner Coalition of Resistance organisiert wurde.
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Libyen: Rezept für die künftigen Kriege?
Zum Tod von Gaddafi
von HARALD ETZBACH
Ob die Umstände, unter denen Libyens Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi Ende Oktober nahe seiner Heimatstadt Sirte getötet wurde, jemals aufgeklärt werden, ist unklar. Vieles weist auf eine Hinrichtung durch die mit der NATO verbündeten libyschen Oppositionsmilizen hin.
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DIE LINKE auf antikapitalistischem Kurs
Eine kurze Bilanz des Programmparteitags
von SVEN KÜHN
Mit einer überragenden Mehrheit von 96,9% haben die Delegierten des Bundesparteitags der Partei DIE LINKE am Sonntagmittag ein Grundsatzprogramm unterstützt, welches einen klar antikapitalistischen Kurs vorgibt. Vorangegangen war eine monatelange intensive Debatte in den Kreis- und Landesverbänden. Insgesamt 1400 Änderungsanträge wurden dem Parteitag vorgelegt und abgearbeitet.
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