Rückenwind für die Gewerkschaften?
Über die Studie «Gewerkschaften im Aufwind» zu gewerkschaftlichen Organisierungserfolgen in Ostdeutschland
Gespräch mit Thomas Goes*
Du hast an einer Studie mitgearbeitet, die sich mit gewerkschaftlichen Erfolgen in Ostdeutschland auseinandergesetzt hat. Worum ging es da?
Wir haben 2015 untersucht, weshalb es Gewerkschaften in Ostdeutschland nach langen Jahren des Rückgangs und der Stagnation wieder gelingt, Betriebe zu organisieren. Dabei haben wir uns mit den Entwicklungen der letzten fünf Jahre beschäftigt.
Die Hälfte des Geforderten
Das Tarifergebnis in der Metall- und Elektroindustrie
von Manfred Dietenberger
Anfang Februar 2016 empfahl der IG-Metall-Vorstand den regionalen Tarifkommissionen für die diesjährige Tarifrunde die Forderung nach einer Lohnerhöhung zwischen 4,5% und 5% für zwölf Monate. Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, begründete den Vorschlag so: «Wir wollen mit unserer Entgeltforderung zur Verteilungsgerechtigkeit in unserer Gesellschaft beitragen. Die Forderung ist von den Unternehmen finanzierbar und sichert den Beschäftigten einen fairen und verdienten Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung.»
Unter_bau
Eine neue Gewerkschaft für eine neue Hochschule
Interview mit Pressesprechern
Unter_bau nennt sich eine neue Basisgewerkschaft im Hochschulbereich, die sich im April an der Goethe-Universität Frankfurt am Main gegründet hat. Peter Nowak sprach mit den Pressesprechern Anna Yeliz Schentke und Manuel Müller.
Das Beispiel «Ver.di-aktiv» in Berlin
Klassenkämpferische Strömung in der Gewerkschaft?
von Wolfgang Wendt*
Betr.: Jakob Schäfer, «Auf absehbare Zeit keine Alternative zu den DGB-Gewerkschaften», SoZ 5/2016
Wir sind ein Betrieb des öffentlichen Nahverkehrs mit etwa 13000 Beschäftigten, es gibt Betriebsstrukturen: die Vertrauensleute (VL) und das Gremium der Personalräte (PR). Vertrauensleute werden alle vier Jahre gewählt. Aus diesen gewählten Leuten wird ein Betriebsgruppenvorstand (BgV) gebildet.
Nuit debout – Wir müssen den Platz jeden Tag neu besetzen
Über die neue Protestbewegung in Frankreich
Gespräch mit Theo und Elie
Jetzt hat auch Frankreich seine Bewegung der Plätze, ähnlich wie vor einigen Jahren Spanien und Griechenland, aber doch ganz anders. Das fängt schon damit an, dass die Nacht zum Tag gemacht wird und der Platz der Republik, von dem alles ausging, jeden Tag neu besetzt werden muss.
Soll man sich in DGB-Gewerkschaften organisieren?
oder: Wie lässt sich kämpferische Politik am besten durchsetzen?
von vb
Wie jedes Jahr werden viele unserer Leserinnen und Leser diesen Monat an den Demonstrationen zum 1.Mai teilnehmen. Sie werden darüber sprechen, wie der Stand der Gewerkschafts- und der Arbeiterbewegung aussieht. Einige werden an das letzte Streikjahr zurückdenken. Etliche werden aus ihrem Betriebsalltag berichten und über die ein oder andere erfolgreiche Aktion.
Auf absehbare Zeit gibt es keine Alternative zu den DGB-Gewerkschaften
Die Musik spielt da, wo die Masse der Kolleginnen und Kollegen Gewerkschaft sieht
von Jakob Schäfer
Für viele, die das herrschende System als hinfällig betrachten (oder es gar bekämpfen wollen), ist es alles andere als selbstverständlich, sich dafür auch in einer Gewerkschaft zu organisieren. Und wenn ja, wieso dann in einer DGB-Gewerkschaft, wo doch der DGB nun wirklich nicht systemoppositionell ist?
Industrie 4.0? – Arbeit 4.0!
Bei dem neuen Produktionssystem geht es vor allem um eine neue Arbeitsorganisation
von Michael Sankari*
Die Diskussion und Praxis rund um Industrie 4.0 war und ist ein Projekt zur Steigerung der Ausbeutung ausgehend von einer Initiative der Bundesregierung im Jahr 2011 – unter dem üblichen Deckmäntelchen, dass «wir alle» daran arbeiten müssen, «unseren» deutschen Wettbewerbsvorsprung nicht zu verlieren, sondern auszubauen.
XXXL-Kahlschlag in der Region Rhein/Neckar
Überbetriebliches Solidaritätskomitee gegründet
von Heinrich Neuhaus
Nicht nur bei General Electric (GE) in Mannheim-Käfertal droht massiver Arbeitsplatzabbau (siehe SoZ 3/2016), sondern auch in vielen anderen Betrieben der Region.
Siemens will die Turbinenproduktion seines Frankenthaler Werks nach Osteuropa verlagern, ABB die Fertigung seines Ladenburger Standorts. Der Zugtechnikhersteller Bombardier droht mit radikaler Stellenvernichtung in seinem Mannheimer Werk.
Organizing im Callcenter
Niedriglohn, Willkür und direkte Aktion
Mark Richter im Gespräch mit Gewerkschaftern*
Wie lassen sich Beschäftigte in Callcentern organisieren? Darüber sprach Mark Richter aus Frankfurt am Main mit Nico Hagenberg und Max Neekamp von der Rostocker Ortsgruppe der weltweiten Basisgewerkschaft «Industrial Workers of the World» (IWW). In dem Callcenter, um das es hier geht, arbeiten über tausend Menschen, und es gibt Pläne, Beschäftigte in der gesamten Branche zu organisieren.
Ver.di rückt von eindeutigem Pro-Kohle-Kurs ab
Gewerkschaftsrat beschließt Priorität für Gaskraftwerke und Kraft-Wärme-Kopplung
dokumentiert
Ohne die Beschäftigten in der Energiewirtschaft ist ein Umsteuern in der Energiepolitik, das diesen Namen verdient, nicht machbar. Es ist deshalb von großer Bedeutung, was die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di dazu diskutiert und beschließt.
Alltag in Bildern
Die Gewerkschaftszeitung drei schafft Klassenbewusstsein durch Bildergeschichten
von der Redaktion
Bildergeschichten findet man in Gewerkschaftszeitungen nicht, vielen Redakteuren scheint das vielleicht zu unseriös. Die drei, die Ver.di-Mitgliederzeitung für die Beschäftigten im Gesundheitsbereich, macht da eine Ausnahme: Sie transportiert Probleme des betrieblichen Alltags über Bildgeschichten. Die SoZ-Redaktion fragte beim Mitglied der Redaktion und Autor der Bildergeschichten, Tobias Michel, nach, wie die drei dazu gekommen ist.