In Teufels Namen
Fritz Teufel 1943–2010
von Markus Mohr
Er war der personifizierte Widerspruch zur herrschenden Ordnung und die deutsche Justiz hat sich dafür bitter an ihm gerächt.
Good bye Archie
Joachim «Archie» Kuhnke,
14.7.1947 – 8.6.2010
von Willi Hajek
Die Diagnose der Ärzte im Dezember war eindeutig. Der Kampf gegen den Krebs ist nicht mehr zu gewinnen. Archi hat dieses «Urteil» akzeptiert und ist sich auch seinem letzten Lebensabschnitt als rheinische Frohnatur treu geblieben. Angehörige, FreundInnen und politische Weggefährten haben ihn bis zuletzt begleitet. Am 8.Juni starb er im Hospiz des Krankenhauses Havelhöhe in Berlin.
Adeus, Saramago
Variationen über eine moderne Apokalypse
von Francesca Borrelli
«Es gibt solche, die schreiben, um den Tod fernzuhalten», meinte einmal der portugiesische Dichter José Saramago, «ich tue es, um den Anderen kennenzulernen».
Saramago war 87 Jahre alt und an Leukämie erkrankt. Der Tod ereilte ihn auf Lanzarote, wohin er nach dem Streit um die Veröffentlichung seines Buches Das Evangelium nach Jesus Christus gezogen war.
Wir trauern um Anna Walentynowicz
80 Jahre alt und welch ein Leben!
von Willi Hajek
Anna Walentynowicz gehörte zu den Menschen, die bei dem Flugzeugabsturz in der Nähe von Katyn am 10.April 2010 ihr Leben verloren.
Daniel Bensaïd (1946–2010)
von Tariq Ali
Daniel Bensaïd, der am 12.1.2010 mit 63 Jahren gestorben ist, war einer der talentiertesten marxistischen Intellektuellen seiner Generation.
Jörg Huffschmid (1940–2009)
Nachruf
von Ingo Schmidt
Im Kampf für soziale Gerechtigkeit war Jörg Huffschmid unermüdlich. Seinen Kampf mit dem Krebs hat er verloren. Am 5.Dezember ist er an den Folgen der Krankheit gestorben.
Willie Mitchell (1928–2010)
Tod einer Soullegende
von Lothar A. Heinrich
Am 5.Januar erlag Willie Mitchell in Memphis einem Herzstillstand. Er war 81 Jahre alt und ist zu einer Legende der Soulmusik geworden.
Alfred Hrdlicka (1928–2009)
Die Kunst bleibt politisch
von Trautl Brandstaller
Alfred Hrdlicka, gestorben am 5.12.2009, war einer der bedeutendsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Er war daneben auch Zeichner, Maler, Grafiker und Schriftsteller. «Ein erratischer Block, der ihn an die Figuren der Ersten Republik, an die große Zeit des Roten Wien erinnert», so hat Elias Canetti einmal Alfred Hrdlicka beschrieben.
Wir trauern um Willi Scherer
13.Dezember 1921–2.November 2009
Wir trauern mit der Familie und vielen Menschen in der Arbeiterbewegung, in sozialistischen Organisationen und in der Gewerkschaft um einen Weggefährten in langen Jahren sozialistischer Arbeit, unermüdlicher Aufklärung und tätiger Veränderung der Verhältnisse. Wir verdanken Willi Scherer eine stetige Diskussion um alle wichtigen Probleme der Arbeiterbewegung, die Mitarbeit bis ins hohe Alter an unserer Zeitung und an vielen Projekten über seine Heimatstadt Gelsenkirchen hinaus.
John Brown (1800–1859)
Eine Geißel der weißen Vorherrschaft
von Terry Bisson
Vor 150 Jahren, am 16.Oktober 1859, führte der weiße Abolitionist John Brown als Anführer einer aus 19 Schwarzen und Weißen bestehenden Guerillagruppe einen Angriff auf ein Waffenarsenal der US-Armee in Harpers Ferry (Virginia) durch. Der Anschlag scheiterte; Brown wurde gefangengenommen, hingerichtet und — zusammen mit zehn seiner Männer, die bei der Aktion getötet worden waren, darunter einer seiner Söhne — auf seiner Farm in North Elba, New York, beigesetzt. Militärisch war Browns Aktion ein Fehlschlag.