Die Lehren aus der Finanzmarktkrise
… und die Schlussfolgerungen der Bundesregierung
von David Stein
Als die internationale Finanzkrise vor neun Jahren die Finanzmärkte in Bedrängnis brachte, haben Regierungschefs und Finanzminister, Finanzmarktaufsichtsbehörden, sogar die Banken selbst weltweit und unisono gelobt, die Lehren aus diesen durch mangelnde Regulierung beschleunigten Verwerfungen zu ziehen. Dabei haben sie sich für einen strikteren Regulierungsrahmen ausgesprochen, um kommende Finanzkrisen zu vermeiden.
Banken und Börsen: Phantomschmerzen und echte Probleme
Trotz Austeritätspolitik ist die Verschuldung gestiegen
von Ingo Schmidt
Die Deutsche Bank, für viele Linke die Inkarnation des Finanzkapitals und seiner imperialistischen Begehrlichkeiten, für den internationalen Finanzstabilitätsrat ein systemisch bedeutsames Institut, ist für Börsianer nicht viel mehr als Ramsch. 2007, dem Jahr vor der großen Finanz- und Wirtschaftskrise, zahlten Anleger für Aktien der Deutschen Bank über 100 Euro, gegenwärtig pendelt der Kurs um die 13 Euro, im Oktober lag er schon mal unter 10 Euro.
Der Zerfall des neoliberalen Konsenses
…und warum die AfD mehr davon profitiert als Die LINKE
von Ingo Schmidt
Anderswo war Krise, in Deutschland Wirtschaftsaufschwung XXL. Die Illusion, sich von den Unbillen des Weltmarkts und der Weltpolitik abkoppeln zu können, ist mittlerweile verflogen. Zeitweise verdrängte Ängste vor dem sozialen Abstieg kommen wieder zum Vorschein. Von der AfD werden sie aufgegriffen, verstärkt und treiben den Politikbetrieb vor sich her.
BRICS-Serie, Teil 6 und Schluss
Das Ende der Illusionen
von Ingo Schmidt
Es ist still geworden um die BRICS. Investmentbankern galten sie vor wenigen Jahren als Wachstumsmärkte, Globalisierungskritiker sahen sie als eine politisch regulierte Alternative zum Neoliberalismus, Antiimperialisten als Gegenmacht zu US-Imperialismus und NATO.
BRICS-Serie, Teil 5
Südafrika: Der geschwärzte Kapitalismus
von Ingo Schmidt
Unter dem Apartheidregime ging es der schwarzen Bevölkerungsmehrheit besser: Zu dieser traurigen Einschätzung ließ sich der Anti-Apartheid-Veteran Desmond Tutu 2014, 20 Jahre nach dem Ende des Apartheidregimes, hinreißen. Und fügte hinzu, er sei froh, dass viele der alten Kampfgefährten die seither erfolgte Ausbreitung von Ungleichheit, Armut und Korruption nicht mehr miterleben mussten.
Krise der Weltwirtschaft, erneute Eurokrise
Ein Plan B für Europa?
von Klaus Dräger
Die «Weltwirtschaft» steht vor düsteren Zeiten, so das Fazit vieler Auguren auf dem Eliten-Forum von Davos 2016. Der sinkende Ölpreis, der Verfall anderer Rohstoffpreise, das abflachende Wachstum in China – das ist (vordergründig) der Stoff, den der Kapitalismus der «globalen Turbulenz» zu verdauen hat. Dies drückt auf die Einnahmen der sich industrialisierenden Schwellenländer inklusive Russland.
Ernest Mandel (1923–1995)
Politische Ökonomie im 20.Jahrhundert und das neue sozialistische Projekt
von Ingo Schmidt
Marxistische Analysen der kapitalistischen Warenproduktion, ihrer Widersprüche und Krisentendenzen sind gewiss keine Mangelware. Was fehlt, ist eine Gesamtschau, die Zusammenfassung von Analysen verschiedener Ausschnitte kapitalistischer Wirklichkeit in einer Art und Weise, die es der Arbeiterbewegung und anderen sozialen Bewegungen erlauben würde, Ansatzpunkte für politisches Eingreifen zu bestimmen.
Lange Wellen der Konjunktur
Die Rhythmen der kapitalistischen Entwicklung
von Manuel Kellner
Einer der wichtigsten theoretischen Beiträge Ernest Mandels zur politischen Ökonomie war die Fortentwicklung der Theorie der Langen Wellen der kapitalistischen Entwicklung. Die Auseinandersetzung damit ist bis heute aktuell geblieben.
Schwache Konjunktur und eine neue Blase
Vom Traum, mit Gelddrucken Wachstum anzukurbeln
von Ingo Schmidt
Es geht bergauf. Die von der Bundesregierung mit halbjährigen Konjunkturberichten beauftragten Forschungsinstitute haben in ihrem Frühjahrsgutachten ein Wirtschaftswachstum von 2,1% für 2015 gegenüber den 2014 erreichten 1,2% vorausgesagt.
Yanis Varoufakis und Rudolf Hilferding
Wirtschaftstheoretiker im Praxistest
von Ingo Schmidt
Den Kapitalismus vor sich selber retten. Diesem Ziel hat sich der griechische Finanzminister Varoufakis verschrieben. Sein Argument, in Ermangelung einer Alternative zum Kapitalismus müsse dieser durch soziale und politische Reformen vor Depression und Faschismus bewahrt werden, erinnert an ähnliche Überlegungen in der Weimarer SPD.
Ölpreis, Krisen und Krieg
Weltkonjunktur auf wackligen Füßen
von Ingo Schmidt
Seit Juni 2013 ist der Ölpreis von 115 Dollar pro Fass auf Werte um die 70 Dollar gefallen. Dieser erhebliche, aber keinesfalls einmalige, Preissturz hat Spekulationen über die weitere Preisentwicklung ins Kraut schießen lassen. Und auch über Ursachen und Folgen wird munter gestritten.
Geld- und Fiskalpolitik in der Eurozone
Kampf dreier Linien
von Ingo Schmidt
Seit Ausbruch der Eurokrise gehen Geld- und Fiskalpolitik in unterschiedliche Richtungen.
Schuldenbremse und Fiskalpakt stehen für die Kürzung öffentlicher Ausgaben: Der Abbau der Staatsverschuldung soll private Investitionen anregen und dadurch die Konjunktur ankurbeln. Diese Politik liegt ganz auf der Linie des Maastrichter Vertrags, der die Einführung des Euro an die Verpflichtung auf eine restriktive Fiskalpolitik verbunden hat.