Südkorea: Squid Game – profitable Kapitalismuskritik
Die Netflix-Serie kennt keine kollektive Gegenwehr
von Manfred Dietenberger
Squid Game, ist das nicht die Serie mit den brutalen Kinderspielen? Ja und nein: In dem in aller Welt alle Verkaufsrekorde brechenden Netflix-Hit geht es darum, wie hunderte hochverschuldete Menschen in lebensgefährlichen Spielen um die Hoffnung auf ein weniger auswegloses Leben ums Verrecken kämpfen.
weiterlesenDie sich nicht anpassen
Zur Viennale 2021
von Kurt Hofmann
Wofür kann subversives Kino heute stehen? Diese Frage stellte sich die Retro der Viennale im Österreichischen Filmmuseum; sie stand im Zeichen des 100. Geburtstags des legendären Kurators und Autors Amos Vogel (Film as a Subversive Art). Aber auch viele Filme der diesjährigen Programmauswahl von Viennale-Direktorin Eva Sangiorgi in den anderen Festivalkinos rückten anpassungsresistente Protagonist:innen ins Zentrum ihrer Erzählung.
weiterlesenDrei Frauen
Filmfestspiele in Locarno 2021
von Kurt Hofmann
Auch zum Filmfestival in Locarno war in diesem Jahr wieder Publikum zugelassen. Unter den Höhepunkten des Programms befanden sich drei Filme, in deren Mittelpunkt (bemerkenswerte) Frauen stehen. Das mag Zufall sein oder auch dramaturgische Konsequenz – lassen wir es offen…
weiterlesenGrenzen
Das Filmfestival «Crossing Europe» in Linz, 1.–6.Juni 2021
von Kurt Hofmann
Als erstes Filmfestival im deutschsprachigen Raum hat das Festival «Crossing Europe» unter Beachtung strenger Präventionsmaßnahmen und bei großem Publikumsinteresse wieder physisch stattgefunden.
weiterlesen‹Ich war lange ignorant, was die Klimakrise angeht›
Dreharbeiten für labournet.tv The Loud Spring über die globale Klimabewegung
Interview mit Johanna Schellhagen
Du führst seit vielen Jahren Interviews mit Menschen, die in verschiedenen Teilen der Welt Arbeitskämpfe führen. Für euer neues Projekt habt ihr euch jetzt der internationalen Klimabewegung zugewandt. Wie kam es zu diesem neuen Fokus? Gibt es Schnittstellen?
weiterlesenFilm: Komm und sieh (Idi i smotri)
UdSSR 1985, Regie: Elem Klimow, 146 min., erschienen bei Bildstörung, 20 Euro
von Gaston Kirsche
Der sowjetische Historiker Ales Adamowitsch hat jahrelang kreuz und quer durch Belarus Zeugenaussagen aufgezeichnet von Überlebenden des deutschen Vernichtungsfeldzugs.
weiterlesenFilm: Little Fires Everywhere
USA 2020, Regie: Lynn Shelton
von T. Ravi Kühnel
Serien, die das Thema Rassismus behandeln, gibt es mittlerweile viele. Der gesellschaftliche Diskurs spiegelt sich längst auch in unserer Medienlandschaft wieder. Meist wird das Thema Rassismus nur einseitig beleuchtet. Die Serie Little Fires Everywhere macht einiges anders und sticht aus der Masse hervor.
weiterlesenEin Weltgeist mit den Mitteln des Kinos
Jean-Luc Godard wurde 90
von Paul B. Kleiser
Am 3.Dezember wurde Jean-Luc Godard 90 Jahre alt. Es gibt keinen Filmemacher, der in der Nachkriegszeit ein so vielfältiges Werk geschaffen und das Kino, vor allem natürlich das Avantgardekino, stärker beeinflusst hätte.
weiterlesenAnwalt des Proletariats
Die Serie Babylon Berlin erinnert an den Rote-Hilfe-Anwalt Hans Litten
von Nick Brauns*
Im Oktober sendete die ARD eine neue Staffel der populären, in der turbulenten Endphase der Weimarer Republik spielenden Kriminalserie Babylon Berlin.
weiterlesenFilmtipp
Contemporary Past – Die Gegenwart der Vergangenheit, Polen 2020, Regie: Kamil Majchrzak
von Peter Nowak
Der Regisseur begleitet in seinem Filmessay eine Gruppe von Jugendlichen aus Rumänien, Deutschland und Polen bei ihrem mehrwöchigen Besuch in der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald.
weiterlesenZur Viennale 2020
Internationales Filmfestival in Wien
von Kurt Hofmann
Anders als anderswo findet die «Viennale», statt, wenn auch mit strengen COVID-19-Auflagen und verringertem Platzangebot. Es geht weiter und zwar mit gleichbleibendem Qualitätsanspruch. Viennale-Direktorin Eva Sangiorgi hat ein variantenreiches Programm mit hohem Niveau vorgelegt. Anbei einige Highlights der diesjährigen Festivalausgabe.
weiterlesenJuliette Gréco (1927–2020)
Abschied von der „grande dame de la chanson“
von Paul B. Kleiser
Am 23.September starb in Paris mit Juliette Gréco die letzte der großen Chansonsängerinnen, die für die Nachkriegszeit prägend waren. Sie ist in einem Atemzug mit Edith Piaf und Barbara, aber auch den Chansonniers George Brassens, Jacques Brel und Leo Ferré zu nennen; die beiden letzteren schrieben zudem eine Reihe von Liedern für sie.
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