Als das Unmögliche geschah
Vor 40 Jahren flog in der Sowjetunion ein Akw in die Luft
von Wolfgang Pomrehn
Am 26.April ist es 40 Jahre her, dass sich in der Sowjetunion, unweit von Kiew die bis dahin schwerste Atomkatastrophe Europas ereignete. Gewaltige Mengen radioaktiven Materials wurden freigesetzt. Winde verteilten sie und der Regen wusch den Strahlenstaub unter anderem über Bayern, Österreich, der Tschechoslowakei und Teilen Skandinaviens aus. Explosionen verteilten radioaktive Splitter in der Nachbarschaft. Am stärksten betroffen waren die umliegenden Gebiete in der nordöstlichen Ukraine und im angrenzenden Weißrussland.
weiterlesenAtommüll: Es gibt kein sicheres Endlager
Von Kartoffelscheunen, Castorlawinen und Abkürzungen in die Sackgasse
von Helge Bauer
37 deutsche Atomkraftwerke (Akw) haben in etwa 60 Jahren 27.000 Kubikmeter hochradioaktive Abfälle produziert. Wenn einst die letzten Brennstäbe aus den Abklingbecken der Akw entfernt sind, werden sie 1900 Castorbehälter gefüllt haben. Einige dieser Stoffe brauchen eine Million Jahre, bis ihre Strahlung weitgehend abgeklungen ist. Das entspricht in etwa 33.000 menschlichen Generationen. Bisher kommt der Homo sapiens auf etwa 12.000 Generationen.
weiterlesenKleine modulare Atomkraftwerke
Eine neue alptraumhafte Bedrohung
von Klaus Meier
Die sog. IV. Generation von Atomkraftwerken ist weitaus gefährlicher als die bestehenden
Wenn man den aktuellen Umfragen Glauben schenken darf, ist es den Atombefürwortern in Deutschland dank eines medialen Trommelfeuers tatsächlich gelungen, wieder eine Mehrheit für den Weiterbetrieb der deutschen Kernkraftwerke zu erreichen. Es wäre eine Fehler, wenn die Ökologiebewegung dies auf die leichte Schulter nehmen würde.
Atomare Kakophonie
Warum AKWs die Energiefrage nicht lösen können
von Klaus Meier
Seit Wochen trommeln Union und FDP, unterstützt von den Medien des Springer-Konzerns, dafür, dass die drei Atomkraftwerke Emsland, Neckarwestheim-2 und Isar-2 über den gesetzlichen Abschalttermin Ende 2022 hinaus am Netz bleiben sollen. Besonders laut ist CSU-Chef Söder, der keinerlei Sicherheitsprobleme sieht. Sein Hauptargument ist ein Gutachten vom TÜV Süd, das die bayerische Landesregierung selbst eingeholt hatte.
weiterlesenDie ‹Greenwash›-Versuche der deutschen Atomlobby
Zu teuer, zu gefährlich, zu spät
von Wolfgang Pomrehn
Alle Jahre wieder. Immer, wenn es auf die herbstliche UN-Klimakonferenz zugeht, werden die Reste der deutschen Atomlobby aktiv, um die Trommeln für ihre alten Meiler zu rühren.
weiterlesenRebellion oder Untergang!
Ein Aufruf zur Rettung unserer Zivilisation
von Noam Chomsky
Die Drohung mit einem Atomkrieg, die Klimakatastrophe und die Aushöhlung der Demokratie nennt der prominente Kritiker der US-amerikanischen Politik wie auch des globalen Kapitalismus, Noam Chomsky, die drei apokalyptischen Reiter des 21.Jahrhunderts in seinem neuen Buch, Rebellion oder Untergang*.
weiterlesenAtommüllendlager
Oben bleiben!
von Klaus Engert
Wohin mit der immer weiter anschwellenden Menge an Strahlenmüll aus den weltweit 442 Atomreaktoren in 31 Ländern?
weiterlesenDie Atomindustrie sieht neue Chancen
Atomenergiegegner schlagen Alarm
dokumentiert
Mit ihrer Entscheidung, die Abstandsregelung für Windräder auch zu kleinen Siedlungen (1000 Meter!) drastisch zu verschärfen und trotz des gebotenen Ausstiegs aus der Kohle neue Kohlekraftwerke in Betrieb zu nehmen wie in Datteln sendet die Bundesregierung ein weiteres Mal das deutliche Signal, dass sie die Erneuerbaren Energien, sofern dies Energien aus nicht fossilen Quellen sind, zurückzudrängen wünscht. Woher aber soll dann CO2-freier Strom kommen? Aus der Atomkraft, natürlich.
weiterlesenStop Tihange und Doel
50000 demonstrierten in drei Ländern gegen Bröckel-AKW
Gespräch mit Leo Tubbax
Zehntausende haben am 25.Juni mit einer 90 Kilometer langen Menschenkette im Dreiländereck zwischen Deutschland, den Niederlanden und Belgien für die sofortige Abschaltung von zwei belgischen Atommeilern demonstriert. «Wir bedanken uns ganz herzlich bei 50000 Teilnehmenden», erklärte die grenzüberschreitende Initiative Stop Tihange auf Twitter. weiterlesen
Auf Lug und Trug gebaut
Die windigen Findungskriterien für die Atommüllendlagersuche
von Wolfgang Ehmke
Nein, so geht das nicht! Bundesumweltminister Peter Altmaier schiebt in bewährter Manier das Thema Gorleben vor sich her. Ein Offenhaltungsbetrieb soll bis nach den Bundestagswahlen 2013 also alles offen halten. Was aber viel gravierender ist, die Atommülldebatte wird für weitere zehn Monate auf Eis gelegt. Altmaiers Parteifreund, der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister, will Gorleben durch die Hintertür fallen lassen, er plädiert für die Rückholbarkeit des Atommülls und damit scheide ein Salzstock als Endlager aus. weiterlesen