Massenprotest gegen die Tunnelparteien
Interview mit Tom Adler, Betriebsrat bei Daimler
Seit über zehn Jahren ist das Projekt Stuttgart 21 in Planung und Vorbereitung. In all den Jahren ist es der Landesregierung nicht gelungen, die Bevölkerung von der Sinnhaftigkeit dieses Projekts zu überzeugen.
Rente mit 74 … damit wir sie nicht mehr erleben?
von Jochen Gester
Die Altersrente ist eins der Megathemen, die im Zentrum der sozialen Auseinandersetzung stehen. Wie bei kaum einem andern Thema fehlt den «Reformkonzepten» der Herrschenden die gesellschaftliche Legitimation, sind die Vorstellungen, wie die Altersruhe zeitlich und finanziell gestaltet werden soll, entgegengesetzt.
Frankreich, Generalstreik für Rente mit 60
Annick Coupé, Sprecherin der Union Syndicale Solidaires, im Gespräch mit der französischen Onlinezeitung Mediapart.fr (11.9.2010).
Am 7.September gingen in Frankreich über 2 Millionen Menschen gegen die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 62 Jahre auf die Straße. Am 23.September waren es ebenso viele. DIe Regierung zeigt sich davon unbeeindruckt. Die Basisgewerkschaft Solidaires wirbt deshalb für einen unbefristeten Generalstreik.
Der Rentenklau
Zurück ins 19.Jahrhundert
von Redaktion Klartext
Kaum ist die Rente mit 67 beschlossen, steht die Rente mit 70 vor der Tür. «Wenn Europas Bürger immer älter werden und deswegen länger Altersbezüge erhalten, müssen sie … länger arbeiten. Langfristig muss aus der Rente mit 67 wohl eine Rente mit 70 werden» (Financial Times Deutschland, 27.5.2010).
Brasilien, Neuer Gewerkschaftsverband gegründet
von Beatrix Sassermann
Anfang Juni wurde in Brasilien ein neuer Gewerkschaftsverband gegründet. Die Gründung blieb jedoch unvollständig: Wegen mangelnder Konsensfähigkeit und unterschiedlichen politischen und organisatorischen Vorstellungen blieben wichtige Gewerkschaften fern.
Massenproteste gegen Roma-Ausweisung
Frankreich: Am Rande der Republik
von Bernard Schmid
Der soziale Protest erreichte in Frankreich im Laufe des September neue Höhen. Zum Beispiel den Mont Blanc, die höchste Erhebung Frankreichs, 4800 Meter über dem Meeresspiegel. Dort, am Abhang des Bergmassives, und auf drei Bergspitzen in den Alpen und den Pyrenäen protestierten am 12.September Amateur-Bergsteiger und professionelle Alpenführer gegen die rassistische Regierungspolitik.
Das «Prinzip Potosí»
Ausstellung über den Beginn des Kapitalismus
Berlin, 8.10.2010–2.1.2011
Die Ausbeutung der Gold- und Silberminen von Potosí (im heutigen Bolivien) durch die spanischen Kolonialherren, deren Schätze allesamt nach Europa verschifft wurden, waren Anfang des 17.Jahrhunderts der Beginn einer enormen «ursprünglichen» Akkumulation. Sie gilt als der Beginn des Kapitalismus. Die Dynamik, die von der Ökonomie der Kolonien ausging, verursachte eine gewaltige Bilderproduktion, einhergehend mit der Gegenreformation.
«Die Befreiung lesen und denken»
Der chinesiche Musiker Sun Heng über sein Museum für Kunst und Kultur der Wanderarbeiter und die «Heimstatt für Wanderarbeiter» in Peking
Der Künstler Matthijs der Bruijne bereiste 2008/09 China, um Träume von Arbeitern aufzunehmen. Dabei traf er den Musiker Sun Heng, Gründer des «Museums für Kunst und Kultur der Wanderarbeiter». Exponate dieses Museums sind im Rahmen der Ausstellung «Das Potosí-Prinzip» zu sehen, zudem tourt Sun Heng im Oktober durch Deutschland.
Israel, Rechtsextreme greifen Hochschulfreiheit an
Einschüchterungen und Drohungen gegen «Postzionisten»
von Neve Gordon
In Israel gehen rechtsextreme Organisationen dazu über, eine Gleichschaltung der Hochschulen zu fordern.
Serie zur Krise: II. Der tendenzielle Fall der Profitrate
Arbeit sparen ist auch nicht umsonst
von Ingo Schmidt
Arbeiter sind für Unternehmer ein notwendiges Übel. Einerseits sind sie notwendig, weil ihre Arbeitskraft Waren produziert, die den begehrten Mehrwert enthalten.
Muslime, die neuen Sündenböcke
Merkmale des neuen kulturellen Rassismus
von Alex de Jong
In den Niederlanden pflegt der Populist Geert Wilders einen kulturellen Rassismus, der sich antifaschistisch und proisraelisch gibt.
Rassismus und Islamophobie
Der neue, kulturelle Rassismus braucht die Verteufelung des „Islam an sich“.
von Alex de Jong
Im Jahr 2002 machte der niederländische Populist, Geert Wilders, noch einen Unterschied zwischen «guten Muslimen», deren Religion man respektieren müsse, und einer Minderheit fanatischer Fundamentalisten. Mittlerweile behauptet er, der Islam sei an sich totalitär und der Koran ein faschistisches Buch.