Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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1. September 2011

Die Kosten der Besatzung

Die israelische Bevölkerung zahlt einen hohen Preis für den «jüdischen Staat»

Shir Hever

Die israelische Gesellschaft steckt in einer tiefen Krise. Sie ist das Ergebnis des fast 45-jährigen Versuchs, auf Kosten der ansässigen palästinensischen Bevölkerung einen jüdischen Staat durchzusetzen. Die wirtschaftlichen Kosten der Besatzung, gepaart mit der neoliberalen Ausrichtung der Regierungspolitik, bedrohen den israelischen Staat inzwischen mehr als jede Kassam-Rakete.
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1. September 2011

Economie Sociale – eine Alternative zum Kapitalismus/Beitragen statt tauschen

Thierry Jeanette, Economie Sociale – eine Alternative zum Kapitalismus
Neu-Ulm: AG SPAK 2010, 114 S., 16 Euro.
Christian Siefkes, Beitragen statt tauschen. Materielle Produktion nach dem Modell Freier Software
Neu-Ulm: AG SPAK 2010, 168 S., 16 Euro.

von Gisela Notz

Mit dem Zerfall des real existiert habenden Sozialismus scheinen Alternativen zum Kapitalismus in Verruf geraten zu sein, jedenfalls soweit es sich um konkrete Utopien und nicht lediglich um Protesterklärungen und Petitionen handelt. Dass gemeinsame Produktion Spaß machen, dass sie angenehm und befriedigend sein kann, wissen alle, die sich in Projekten der alternativen Ökonomie engagiert haben. Thierry Jeanet und Christian Siefkes spinnen die Ideen weiter. Beide fragen nach theoretischen Ansätzen für eine Wirtschaftsweise jenseits von Warenproduktion und Markt und zugleich nach deren praktischer Umsetzung. Ihr Interesse richtet sich darauf, wie ein Gesellschaft aussehen könnte, die von den Bedürfnissen der Menschen bestimmt wird und nicht alleine durch die Interessen des Kapitals.
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1. September 2011

Die «proletarische Wende» der 70er Jahre

Ein Buch, zwei Ansichten

Jan Ole Arps, Frühschicht. Linke Fabrikintervention in den 70er Jahren,
Hamburg: Assoziation A, 2011, 240 Seiten, 16 Euro

von Jochen Gester und Dieter Braeg
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1. September 2011

Le Havre

Finnland/Frankreich/BRD 2011, Buch, Regie, Produktion: Aki Kaurismäki, Mit André Wilms, Kati Outinen u.a, Kinostart: 8.September 2011

von Andreas Bodden

Endlich ist es soweit. Fünf Jahre hat die Fangemeinde des finnischen Kultregisseurs auf seinen neuen Film warten müssen. Das Warten hat sich gelohnt.
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1. September 2011

Vikas Swarup, Immer wieder Gandhi

Immer wieder Gandhi

Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2001, 623 S., 9,95 Euro
von Udo Bonn

Ein ehemaliger Staatsfunktionär, berüchtigt für seine Korrumpierbarkeit und seine Affären, der nach einer Séance meint, Gandhi zu sein, eine berühmte Schauspielerin, ein Stammesangehöriger von einer der Andaman-Inseln auf der Suche nach einem gestohlenen Totem, ein um seine Liebe betrogener Handy-Dieb, der Innenminister von Uttar Pradesh, dessen Karriere durch die Eskapaden seines Sohnes verbaut wird, und ein Gabelstaplerfahrer aus Waco, Texas, auf der Suche nach seiner Katalogbraut – sie alle könnten Vicky Rai umgebracht haben.
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1. September 2011

«… wird mit Brachialgewalt durchgefochten»

Bewaffnete Konflikte mit Todesfolge vor Gericht. Berlin 1929 bis 1932/33

Köln: PapyRossa, 2011, 154 S., 14 Euro
von  Johannes Fülberth
Schon lange gilt es unter linken und bürgerlichen Antifaschistinnen und Antifaschisten als ausgemacht, dass die Justiz der Weimarer Republik in krasser Weise auf dem rechten Auge blind war. Tatsächlich hatte es die Republik versäumt, Richter- und Staatsanwaltschaft nach dem Novemberumsturz 1918 zu erneuern. Es gab zwar einen Republikanischen Richterbund, dem aber nur wenige Richterinnen und Richter angehörten. Die meisten gehörten zum Deutschen Richterbund, der offiziell als politisch neutral galt, inoffiziell aber monarchistisch und deutschnational ausgerichtet war.
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1. September 2011

Das richtige Bewusstsein und die sozialistische Demokratie

Vor vierzig Jahren starb Georg Lukács (1885–1971)

von Jürgen Meier

Als der Schriftsteller Tibor Déry vor vierzig Jahren am Grab seines Freundes Georg Lukács stand, wandte er sich mit der folgenden Frage an die große Schar der Trauergäste: «Was war es, was uns für seine Arbeit und seine Persönlichkeit gleichermaßen einnahm? In einem Wort zusammengefasst möchte ich sagen: seine Liebe zum Menschen.»

Bedenkt man, dass Lukács, wie Déry in seiner Trauerrede sagte, zwar «bescheiden im Umgang mit Menschen» war, aber «unbarmherzig im Verkehr mit Ideen», so zeigt sich diese Liebe zum Menschen bei Lukács in einer Art Differenzierung zwischen dem einzelnen Alltagsmenschen und dessen Bewusstsein und dem gesellschaftlichen Sein.
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1. September 2011

Dank euch, ihr Kampfgruppen?

Die junge Welt und die Mauer

von Angela Kein

Das war too much. Was sich da eine noch dem Denken im Kalten Krieg verhaftete Redaktion zum 50.Jahrestag des Mauerbaus als Titel der jungen Welt einfallen ließ, war eine geschmacklose Provokation. Nun fällt eine Parteirechte über die jW her, die längst die Staatsräson der DDR gegen die der BRD eingetauscht hat, während Vertreter der linken Opposition, die ihr Eintreten für Meinungsfreiheit und Menschenrechte mit Verfolgung und Gefängnis bezahlt haben, zum Boykott der jW aufrufen. Sie kritisieren dasselbe, doch sie wollen nicht dasselbe.
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1. September 2011

Die SoZ wird 25

Fünfundzwanzig Jahre sind eine lange Zeit. Als die SoZ am 7.Oktober 1896 mit ihrer ersten Ausgabe an die Öffentlichkeit trat, tat sie das als Zeitung der Vereinigten Sozialistischen Partei (VSP), vor dem Hintergrund der Erwartung, diese könne der Auftakt zu einer revolutionären Organisation mit einem realen Einfluss in der Arbeiterbewegung werden, und im Bewusstsein, dass es dabei gilt, „den Sozialismus neu zu erfinden“, wie Erich Fried in der ersten Ausgabe der SoZ sagte.
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1. September 2011

Programm der Jubiläumsfeier

«Wir müssen den Sozialismus immer aufs Neue erfinden» (Erich Fried)

8.Oktober 2011 · Köln, Bürgerhaus Kalk
Ab 12 Uhr Einlass
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30. Juli 2011

Der Maulkorb muss weg!

von Angela Klein
25.Mai, Bundestag:
In einer Aktuellen Stunde zum «Antisemitismus in der Linkspartei» hält die große Koalition der Kriegsparteien Scherbengericht über Die Linke.

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29. Juli 2011

Die EHEC-Epidemie

Von Keimen auf Sprossen. Die Tücken der globalisierten Landwirtschaft
von Thadeus Pato
Wenn eine Epidemie ausbricht, muss man vor allem herausfinden, wie der Erreger in die Nahrungskette gelangt ist. Das wird aber immer schwerer.

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