Zur Konferenz Auto.Mobil.Krise
Weniger ist manchmal mehr
von Franz Mayer
Rund 350 Menschen fanden den Weg zur Konferenz «Auto.Mobil.Krise.», die am 29./30.10.2010 in der deutschen Hauptstadt des Autos, in Stuttgart, stattfand – Menschen aus ganz unterschiedlichen Zusammenhängen: Gewerkschafter, Umweltaktivisten, Globalisierungskritiker, Verkehrspolitiker. Sie wollten über Alternativen zum gegenwärtigen Transport- und Verkehrsmodell diskutieren.
Konversion der Autoindustrie
Kein technisches Problem, sondern eine Machtfrage
Interview mit Lars Henriksson, Volvo/Schweden
Die Welt braucht weder Porsche noch Mercedes, stellte Uwe Mainhardt, 2.Bevollmächtigter der IG Metall in Stuttgart auf der Konferenz «Auto.Mobil.Krise» fest. Tatsächlich gibt es wenig Zweifel daran, dass die Autogesellschaft zu einem beträchtlichen Teil mitverantwortlich ist für den Klimawandel, der die Zukunft des gesamten Planeten bedroht. Lars Henriksson befasste sich auf der Konferenz mit den Möglichkeiten der Konversion. Mit ihm sprach Franz Mayer.
Berliner Wasser: Der Senat trickst weiter
Volksentscheid über geheime Wasserverträge am 13.Februar 2011
von Thomas Rudek
Mit über 320.000 Unterschriften konnte das Volksbegehren zur Offenlegung der Geheimverträge bei den teilprivatisierten Berliner Wasserbetrieben durchgesetzt werden.
Sind die erneuerbaren Energien an den Strompreiserhöhungen schuld?
Eine Frage an Thies Gleiss
Seit der sog. Liberalisierung der Strommärkte in der EU 1998 sind die Strompreise in Deutschland um gut 40% gestiegen. Versprochen wurde den Menschen das Gegenteil.
Berliner Wasserbegehren
Senat will Verwirrung stiften
von Thomas Rudek
Endspurt: 172.000 Unterschriften braucht das Volksbegehren für die Rekommunalisierung des Berliner Wassers bis zum 25.Oktober. Die Parteien des Berliner Senats versuchen nun, durch Ablenkungsmanöver Verwirrung zu stiften.
Die Macht der Lobbyisten
Wie die Ölkonzerne die US-Regierung an der Nase herumführen
von Tomas Konicz
BP muss zahlen, darf aber weiter bohren, auch in großen Tiefen. Die neuen Richtlinien der US-Regierung sind in wichtigen Punkten zahnlos.
Auf der A1 Bremen–Hamburg
Bilfinger Berger streicht Lkw-Maut ein
von Rolf Euler
Öffentlich-private Partnerschaft, diesen neudeutschen Begriff, kann man getrost mit Korruption übersetzen. Ein neueres Beispiel dafür ist der Ausbau der A1 zwischen Bremen und Hamburg.
Die Baufirma Bilfinger Berger kam vor einiger Zeit in die Schlagzeilen, als der U-Bahn-Tunnel in Köln einstürzte und als bekannt wurde, dass auch in Düsseldorf beim U-Bahn-Bau Schäden nicht auszuschließen waren. Und dann noch das:
Die Energiebilanz der erneuerbaren Energien
Ist eine ökologische Industriegesellschaft möglich? Der Fehler in der Rechnung von Klaus Engert
Debattenbeitrag zu SoZ 7–8/2010
von Saral Sarkar
Klaus Engerts in mehrerer Hinsicht guter Beitrag enthält leider einige Fehler.
Zunächst einen theoretischer Fehler: Eine Industriegesellschaft ist nicht per se eine kapitalistische. Sie ist eine Gesellschaft, in der Bedürfnisse auf eine Weise befriedigt werden, die wir die industrielle (im Gegensatz zur handwerklichen) Produktionsweise nennen.
Wasserprivatisierung in Berlin kann rückgängig gemacht werden
Jochen Gester sprach mit Thomas Rudek, Sprecher des Volksbegehrens «Schluss mit Geheimverträgen – Wir Berliner wollen unser Wasser zurück».
Das Berliner Verfassungsgericht hat das Volksbegehren über die Wasserprivatisierung in Berlin für zulässig erklärt.
Persil-Schein-Gutachten für die Deutsche Bahn
Neues von der S-Bahn Berlin
von Jochen Gester
Nachdem die Berliner S-Bahn einen Verkehrseinbruch von historischem Ausmaß erlitten hat und die Bahn im Internet und auf den Bühnen der Kabarettisten verspottet wurde, selbst die FDP einen Zusammenhang zwischen dem beabsichtigten Börsengang und seinen Folgen nicht mehr generell abstreiten wollte, hat die Bahn nun endlich ein eigenes Gutachten über die Ursachen der Mängel in Auftrag gegeben.