Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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27. April 2011

Hermann Scheer, Der energethische Imperativ

München: Kunstmann, 2010
Hundert Prozent jetzt!
von Rolf Euler
Hermann Scheer, langjähriger Streiter für solare Wirtschaft und Energiegewinnung, Träger des Alternativen Nobelpreises, starb im Oktober vergangenen Jahres. Kurz darauf erschien sein Buch Der energethische Imperativ, sein Erbe sozusagen, das auf erhöhte Aufmerksamkeit stieß, als durch das Atomunglück in Japan alle Welt plötzlich von alternativen Energien redete.
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21. April 2011

Die tödliche Last der Atomenergie im Normalbetrieb

Massenmord auf Raten
von Thadeus Pato

Nicht nur Atomkraftwerke, auch der Uranabbau birgt ungeheuerliche Gesundheitsrisiken. Ein historischer Überblick über die Entdeckung und den Umgang mit den Gefahren.
Als Theophrastus Paracelsus im 16.Jahrhundert sein Werk Von der Bergsucht oder Bergkranckheiten drey Bücher schrieb, war von Radioaktivität nichts bekannt.

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21. April 2011

Im Krupp-Krankenhaus Essen gibt es keine Leiharbeit mehr

Ein Beispiel für einen erfolgreichen Arbeitskampf
von Jochen Gester

«Leiharbeit» ist ein politisches Top-Thema. Es ist ein Instrument von Macht und Spaltung. Entsprechend beliebt ist es bei den Herrschenden. Während die Gewerkschaften noch «faire Leiharbeit» fordern, zeigt die Belegschaft am Klinikum in Essen, dass man sie auch ganz los werden kann.
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21. April 2011

Polnische Krankenschwestern im Hungerstreik

Hände weg vom Arbeitsrecht!
von Norbert Kollenda

Am 22.März fand eine Solidaritätskundgebung mit den Krankenschwestern vor dem polnischen Parlament (Sejm) in Warschau statt, daran nahmen einige hundert Personen teil. Gleichzeitig erklärten fünf der im Sejm protestierenden Krankenschwestern, dass sie in den Hungerstreik treten.
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21. April 2011

Ver.di und die Tarifeinheit

Ein Stück aus dem Tollhaus
von Jochen Gester
Seit Jahren nehmen die Spaltung der Gesellschaft und die Armut zu. Angst vor sozialem Absturz hat wachsende Teile der Mittelklassen erfasst. So kehrt auch immer wieder die für tot erklärte soziale Frage auf die politische Agenda zurück. Die neue Prekarität führt zu entgegengesetzten Reaktionen: zur Aufkündigung der Solidarität mit den an den Rand Gedrängten ebenso wie zur Zunahme von Widerstandsgeist. Dieser drückt sich u.a. in einer wachsenden Sympathie vieler Lohnabhängiger für Beschäftigungsgruppen aus, die den Mut haben, für ihre Interessen einen offenen Konflikt auszutragen.
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21. April 2011

IG Metall und Demokratie

Der Konflikt zwischen der IG Metall und den Alternativen Metallern
Ein Gespräch mit Vincenzo Sicilia und Erich Bauer von den Alternativen Metallern.
In der SoZ 3/2011 berichteten wir vom Disziplinarverfahren gegen oppositionelle Listen innerhalb der IG Metall. Wir riefen zur Solidarität mit den Kollegen der Alternativen Metaller bei der Daimler AG in Kassel auf. Gegen sie hat die IG Metall ein Untersuchungsverfahren wegen einer nicht autorisierten Liste für die Betriebsratswahlen angekündigt.
Um die Geschichte dieses Konflikts besser zu begreifen, hat Jochen Gester zwei Kollegen der Kasseler Alternativen Metaller um ein Interview gebeten.
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21. April 2011

Frontalangriff der Tories auf die britische Gesellschaft

Die Sprache des Klassenhasses
von Alan Thornett und Billy Curtis

Am 26.März gingen geschätzte 250.000–400.000 Menschen gegen ein Sparpaket auf die Straße, von dem Margret Thatcher geträumt hätte. Der «Marsch für eine Alternative» fand unter der Führung des britischen Gewerkschaftsverbands TUC statt. Der hatte sich mit dieser Antwort reichlich Zeit gelassen.

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21. April 2011

Griechenland unter dem Zeichen des Spardiktats

Es fehlt eine echte Alternative
von E.Ule-Rich

Griechenland hat viele Probleme – vor allem die Korruption und die Perspektivlosigkeit der Jugend. Leider fehlt es derzeit auch an einer substanziellen Alternative.
Griechenland ist ein modernes Land. In den letzten 30 Jahren hat es wirtschaftlich einen großen Aufschwung genommen (siehe Tabelle I). Sein Bruttosozialprodukt liegt knapp unter dem Durchschnitt der EU (gleichauf mit Italien), was vor wenigen Jahren noch nicht der Fall war.

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21. April 2011

Der EU-Pakt für Wettbewerbsfähigkeit

Diktat nach dem Muster des IWF
Interview mit Michel Husson
Auf der letzten Tagung des Europäischen Rats wurde, vor allem auf deutsches Drängen, ein EU-Pakt für Wettbewerbsfähigkeit vereinbart. Sein Kern ist die Einführung einer Schuldenbremse und eines potenziellen Haushaltskommissars für alle EU-Länder.
Das nachstehende Interview gab der französische Ökonom Michel Husson der Zeitschrift Ecole Emancipée, die zur französischen Lehrergewerkschaft FSU gehört (März 2011).

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21. April 2011

In Syrien hat das Regime von Assad noch Unterstützung

Reformversprechen und scharfe Munition
von Harald Etzbach

Noch Ende Januar erklärte Syriens Präsident Baschar al-Assad in einem langen Interview mit dem Wall Street Journal, warum der Funke der Demokratiebewegungen Nordafrikas nicht auf Syrien überspringen werde. Syrien sei stabil, meinte Assad, die Menschen stünden hinter ihrer Regierung, die im Gegensatz zu den Regimes in Tunis und Kairo niemals die Interessen der USA und anderer westlicher Länder bedient habe.
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21. April 2011

Nicht die halbe Revolution und nicht die halbe Demokratie

Weitere Massenproteste in Ägypten
von May Elmahdi

Am 7.April zogen erneut Hunderttausende (anderen Meldungen zufolge eine Million) nach dem Freitagsgebet durch die Stadt und warfen der Militärführung vor, sie sei «Teil des korrupten Regimes» gewesen und habe von Mubarak profitiert. Die Armee hat scharf geschossen, zwei Männer starben. Zwei Tage später strömten wieder Tausende auf den Tahrir-Platz.
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21. April 2011

Der arabische Raum und die Frauen

Bildung und Kleinfamilie verändern die Rolle der Frauen in der Gesellschaft
von Gema Martín Múñoz

Die arabischen Gesellschaften werden von Außenstehenden oft als rigide wahrgenommen, resistent gegenüber Veränderungen, weil meist nur die herrschende Schicht gesehen wird, die sich gegen Entwicklung und Veränderung wehrt. Das vorherrschende Frauenbild ist das von Opfern, passiv, exotisch, verhüllt, die eher auf Ereignisse reagieren, anstatt aktiv daran teilzunehmen.

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