25.April 1974 – Die Nelkenrevolution
Hrsg. Willi Baer, Karl-Heinz Dellwo. Hamburg: Laika, 2012
von Gaston Kirsche
Mit zwei Dok-Filmen: Viva Portugal!, Portugal/BRD 1975, von Malte Rauch, Christiane Gerhards und Samuel Schirmbeck, 115 Min.; Scenes from the Class Struggle in Portugal, Portugal/USA 1977, von Robert Kramer, 85 Min. Portugiesisch mit deutschen Untertiteln
Die schöne Krista
Deutschland 2013, Regie: Antje Schneider und Carsten Waldbauer
von Angela Huemer
Die schöne Krista ist kein hübsches Mädchen, sondern eine Kuh. Eine sehr große, schwarz-weiß gefleckte, sympathische Kuh. Krista ist nahe Oldenburg zuhause, auf dem Hof des jungen Bauern Jörg Seeger.
Gleich zu Beginn des Films betreten wir eine für Stadtpflanzen wie mich völlig unbekannte, aber faszinierende Welt: die der Viehschauen.
Verbotene Filme
Deutschland 2014, Regie: Felix Möller
von Peter Nowak
«Historische Nitrofilme sind hochexplosiv», warnt Egbert Koppe, Spezialist für Filmrestaurierung am Bundesarchiv in Hoppegarten, einem Vorort von Berlin. Diese Szene steht auch am Anfang eines Films, bei dem es um Streifen geht, die nicht nur wegen des chemischen Materials hochexplosiv sind.
Monuments Men
USA 2014, Regie: George Clooney
von Angela Huemer
Das allererste was ich in meine Studium der Kunstgeschichte tun musste, im Proseminar 1, war ein Bild zu beschreiben, um zu lernen, genau hinzusehen. Nicht irgendein Bild, es war der Genter Altar der flämischen Maler Jan und Hubert van Eyck, eines der wichtigsten Kunstwerke der westlichen Welt, eines, das in keinem der Überblickswerke der Kunstgeschichte fehlt – und auch eines der schönsten.
Blau ist eine warme Farbe
Frankreich 2013, Regie: Abdellatif Kechiche. Länge: 175 Minuten
von Ilona Herrmann
Seit dem 19.Dezember ist in den Kinos der Film Blau ist eine warme Farbe (Originaltitel: La vie d’Adèle – Chapitres 1&2) des französischen Regisseurs Abdellatif Kechiche zu sehen, der gemeinsam mit den beiden Hauptdarstellerinnen bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes 2013 die Goldene Palme gewann.
Ein filmisches Meisterwerk, das wie kein anderes zuvor den Beginn und das Ende einer langjährigen Liebesbeziehung zwischen zwei Frauen beschreibt, oder anders ausgedrückt: Eine dreistündige außergewöhnliche Filmstudie, die die intensive Romanze zwischen der siebzehnjährigen Schülerin Adèle (Adèle Exarchopoulos) aus dem Arbeitermilieu und der lesbischen Kunststudentin Emma (Léa Seydoux) darstellt. Adèles Leben ändert sich gravierend, als sie Emma, der Frau mit den blauen Haaren, zum erstenmal auf der Straße begegnet, während sie ungezwungen und ausgelassen Arm in Arm mit einer anderen Frau an ihr vorübergeht.
Art War
Deutschland 2013, Regie: Marco Wilms. Länge: 90 Minuten
von Angela Huemer
Eigentlich sollte es ein ganz anderer Film werden, ein Film über den deutsch-ägyptischen Autor und Politologen Hamed Abdel Samad, dafür hatte er auch schon Förderung erhalten. Doch dann kam alles anders.
Die Revolte in Tunesien schwappte vor fast genau drei Jahren nach Ägypten über und es trat ein, was niemand für möglich gehalten hatte: das Regime Mubarak wurde gestürzt. Seither ist viel passiert, aus Marco Wilms’ Film ist eine besondere Art der Dokumentation über diese nach wie vor andauernde Revolution geworden – ein Film über die Künstler, die mit ihren Graffitis die Revolution mitprägen.
Terra nera
Italien 2012, Regie: Simone Ciani, Danilo Licciardello (Englisch, Französisch mit deutschen Untertiteln)
von Angela Huemer
Ein Film über Ölsandabbau durch Großkonzerne in Kanada und im Kongo.
Goldrausch – Die Geschichte der Treuhand
Deutschland 2012
von Gaston Kirsche
Bei der aktuell erhältlichen DVD-Fassung fehlt der Name des Regisseurs. Der Grund: Es bestand keine Einigkeit mit der Produktionsfirma und den beteiligten Sendern darüber, wie die Geschichte erzählt werden sollte. Vielleicht bezeichnend für einen Film über die Treuhand, denn hier ist jüngste Zeitgeschichte Thema, seit der Einverleibung der DDR durch die BRD, mit deren Folgen, deren sozialen Verwerfungen wir alle leben.
Aus dem Widerstand gegen die chilenische Militärdiktatur
Calle Santa Fe, Chile 2007. Regie: Carmen Castillo, Länge: 163 Minuten
von Gaston Kirsche
Calle Santa Fe ist ein sehr persönlicher Film aus dem Widerstand gegen die chilenische Militärdiktatur. Den Putschisten vom 11. September 1973 ist es nicht gelungen, den Kampf und die Erinnerung daran auszulöschen.
«Der Tod war unser Begleiter»
Filmtrilogie: Birds in the Mire (I), Among the Rocks (II), Rain Girls (III). Griechenland 2008–2011.
Regie: Alida Dimitriou. Griechisch mit engl. Untertiteln
von Peter Nowak
Die außergewöhnliche Filmtrilogie zeichnet die Geschichte des Widerstands griechischer Frauen nach.
Can’t be silent
Deutschland 2013. Regie: Julia Oelkers
von Angela Huemer
Es ist nur scheinbar leichter, einen Film zu machen, bei dem die Musik im Mittelpunkt steht. Denn der Film muss einen eigenen Rhythmus finden. Noch schwerer wird es, wenn es gar nicht nur um die Musik geht, sondern vor allem um die Musiker. Da diese in „Can’t be sielend“ aus aller Herren Länder stammen und keiner von ihnen bis dato in Deutschland einen gesicherten Aufenthaltsstatus hat, ist der Film auch eminent politisch,
Promised Land
USA 2012. Mit Matt Damon, Frances McDormand. Regie: Gus Van Sant
von Angela Huemer
Ein schickes Restaurant in New York City. Steve Butler, verkörpert vom ausgezeichneten Schauspieler Matt Damon, trifft sich dort mit einem Kollegen, d.h. einem seiner Vorgesetzten. (Matt Damon sollte eigentlich auch Regie führen, doch dann kamen Terminprobleme dazwischen, daraufhin heuerte er Gus Van Sant an, mit dem er 1997 in dem erfolgreichen Film Good Will Hunting gearbeitet hatte, der gleichzeitig Matt Damons Durchbruch war.)