G20 – Theater geopolitischer Konflikte
Ein kurzer Abriss seiner Geschichte
von Alexis Passadakis
Wenige Wochen vor der Bundestagswahl, am 7. und 8.Juli, findet in Hamburg der inzwischen dreizehnte G20-Gipfel statt. In der ersten Phase dieser informellen Gruppe, von 2008 bis 2010, stand das unmittelbare Management der Finanzkrise auf der Tagesordnung. Seitdem hat der Gipfel relativ an Bedeutung eingebüßt. Zugleich ist er aber Ausdruck der herrschenden Weltunordnung und Bühne für die mächtigsten politischen Akteure.
Neoliberalismus der Demokraten
Er brachte Trump den Sieg
von Naomi Klein
Die Menschen haben ihr Gefühl von Sicherheit, Status und sogar Identität verloren. Das Wahlresultat ist der Schrei eines Amerika, das verzweifelt einen radikalen Wandel will.
Clinton hat ihre Niederlage verdient
Wählerbashing nach US-Präsidentschaftswahlen ist fehl am Platz
von Angela Klein
Soviel Zerknirschung der liberalen Presse über ihre eigene «Abgehobenheit» war noch nie. Doch was bleibt davon hängen? Dass der «weiße Arbeiter» auch in den USA am Aufstieg des Rechtsextremismus schuld ist, nachdem er diese Suppe schon in Großbritannien eingebrockt hat.
Steuergeschenke und Rohstoffplünderung
Trumps Wirtschaftsprogramm
von Angela Klein
Die Börse wusste als erste, wo der Hammer hängt: Der Kursrutsch nach der Wahl von Donald Trump dauerte nur kurz, dann schnellten die Aktienkurse der Branchen nach oben, die sich ausrechnen können, vom Wirtschaftsprogramm Trumps zu profitieren, und das sind vor allem: Bau, Pharma, Banken.
Klimaverhandlungen in Marrakesch
Öl und Kohle sind Vergangenheit
von Wolfgang Pomrehn
Die dürftigen Ergebnisse der diesjährigen UN-Klimakonferenz stehen in einem eigenartigen Gegensatz zu den fast euphorischen Reaktionen vieler Regierungen und auch mancher beobachtenden Umweltorganisation. Der allgemeine Tenor ist: Egal ob in den USA demnächst ein erklärter Mann der Öl- und Frackingindustrie ins Weiße Haus einzieht, wir machen weiter. Von einem nicht aufzuhaltenden Impuls (irreversable momentum) ist die Rede.
«Wir können nicht mehr nur die andere Wange hinhalten»
Reaktionen in der Bevölkerung auf die US-Präsidentenwahl
Gespräch mit Daniel Clain*
Donald Trump hat in seinem Wahlkampf eine Sprache der Gewalt gebraucht. Das hat Folgen. Viele seiner Anhänger sehen sich nun ermutigt, den Worten Taten folgen zu lassen. Daniel Clain berichtet von zunehmenden tätlichen Angriffen auf alles, was in das selbstzufriedene Weltbild weißer amerikanischer Kleinbürger in der Provinz nicht hineinpasst. Und wie die Betroffenen darauf reagieren.
Donald Trump und die deutsche Wirtschaft
«Eine Hand die schenkt, wird nicht gekränkt»*
von Manfred Dietenberger
Die deutsche Wirtschaft wird vom Export dominiert. Die USA sind im vergangenen Jahr zum wichtigsten Abnehmer für deutsche Exportwaren aufgestiegen und lösten damit Frankreich ab. Die deutschen Warenexporte in die USA stiegen 2015 um fast 19% auf 114 Milliarden Euro. Nun heißt der künftige US-Präsident Donald Trump. Was bedeutet das für das deutsche Unternehmertum?
Argentinien: «Schwarzer Mittwoch» in Buenos Aires
Massendemonstration gegen Morde an Frauen
von Ana Fornaro
Am 19. Oktober, einem Mittwoch, demonstrierten 100000 Menschen in Buenos Aires unter starkem Dauerregen gegen die grassierende Gewalt gegen Frauen: Von 2008 bis 2016 wurden in Argentinien 2094 Morde aus Frauenhass registriert. Unmittelbarer Anlass für die Großdemonstration war der Tod der 16jährigen Lucía Pérez, sie war am 8. Oktober vergewaltigt und ermordet worden.
20 Jahre Google
20 Jahre Daten suchen, finden und verraten
von Rolf Euler
Jede kennt sie, jeder benutzt sie – in Europa deckt Google mehr als 90% aller Internetsuchen ab. Die Suchmaschine ist automatisch auf den meisten Rechnern voreingestellt, beim Betriebssystem Windows sowohl im Internet-Explorer als auch im Browser Chrome, der eine Schöpfung von Google ist.
North Dakota Pipeline – Der Ölkrieg in den USA
Standing Rock wird zum Symbol des Widerstands
von Dattel*
Wer in diesen Tagen auf die Berichterstattung der Medien blickt, könnte meinen, das Schicksal der Welt würde vom Ausgang der Wahlen in den USA abhängen. Für viele steht bereits fest, dass die großen Konzerne und Banken in jedem Fall die Hauptgewinner der Wahl sind. Doch abseits des Spektakels bröckelt die Vormachtstellung der USA an allen Enden.
Trump im Weißen Haus
Rechtsaußen gegen das Establishment?
von Dan La Botz*
Der Sieg des Republikaners Donald Trump bringt den reaktionärsten Präsidenten der jüngsten Geschichte der Vereinigten Staaten an die Macht. Sie leitet auch eine ungewisse Zukunft ein, nicht zuletzt deshalb, weil dieser Mann politisch ein völliger Outsider ist. Fest steht jedoch, dass sein Sieg zu Angriffen auf die Welt der Arbeit, auf Frauen, Latinos, AfroamerikanerInnen und LGBT-Menschen sein wird.
Donald Trump –
… letzter gewählter Präsident der USA?
von Ernst Wolff*
Donald Trump hat sich im US-Wahlkampf als Vorkämpfer für die Interessen des kleinen Mannes ausgegeben. Er hat versprochen, ins Ausland verlegte Arbeitsplätze zurückzuholen, Millionen gut bezahlte neue Arbeitsplätze zu schaffen und den Lebensstandard sowohl der Mittelschicht, als auch der Arbeiterschaft kräftig anzuheben. Er ist als „Feind des korrupten Establishments“ aufgetreten und hat angekündigt, „den Sumpf in Washington“ trockenzulegen.