Jahrelang gemobbt und dann gekündigt
Softwareentwickler in Stuttgart klagt seinen Arbeitsvertrag ein
von Peter Nowak
Ein Arbeitsgerichtsprozess in Stuttgart zeigt einmal mehr, dass Arbeitsunrecht nicht auf dem Rechtsweg bekämpft werden kann.
Etwa 20 Menschen versammelten sich am 14.Januar vormittags vor dem Landesarbeitsgericht in Stuttgart zu einer Protestkundgebung.
Eine bislang uneinnehmbare Bastion
50 Jahre Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
von Mirko Düsterdieck*
Was heute selbstverständlich anmutet, nämlich die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall seitens der Arbeitgeber, war seit Gründung der BRD bis ins Jahr 1969 alles andere als selbstverständlich. Am 1.1.2020 wurde die Lohnfortzahlung 50 Jahre alt: ein Rückblick.
Schöne neue Arbeitswelt. Prekarisierung
Über die Bedingungen von Widerstand unter prekären Verhältnissen
von Thomas Goes
«Man vernutzt uns hier wie Maschinen», sagte ein Leiharbeiter, den ich im Rahmen eines Forschungsprojekts interviewen konnte, über seine Arbeitssituation. Leistung würde sich nicht lohnen, führe nicht zu einer unbefristeten Anstellung – von Anerkennung durch Vorgesetzte im Betrieb kaum eine Spur. Der Lohn war so niedrig, dass er noch einen Nebenjob brauchte.
Großer Bedarf
Strategiekonferenz zur Vernetzung für kämpferische Gewerkschaften
von Violetta Bock
Rund 140 Basisgewerkschafterinnen und -gewerkschafter drängten am 25./26.1. ins Haus der Jugend in Frankfurt. Aus dem gesamten Bundesgebiet waren sie angereist, viele aus der Automobilindustrie, die allermeisten politisch organisiert.
Tarifflucht = Lohnraub und Sozialdiebstahl
Um die Tarifbindung ist es in der Bundesrepublik nicht mehr gut bestellt
von Manfred Dietenberger
Die deutschen Gewerkschaften feierten letztes Jahr das sog. Stinnes-Legien-Abkommen. Am 15.November 1918, nur wenige Tage nach dem Beginn der deutschen Novemberrevolution, ging damals unter den Fabrikherren die Angst vor der Räterepublik um.
«Dieser Betrieb wird bestreikt»
Eine wichtige Neuerscheinung zum legendären Metallerstreik von 1963
von wa
Einer der härtesten Arbeitskämpfe der westdeutschen Nachkriegsgeschichte ist selbst in der IG Metall weitgehend in Vergessenheit geraten. Das könnte sich jetzt ändern.
Am 3.12.: Ich für mich! Du für dich! Wir für uns!
Aus der Betriebszeitung «Was tun bei thyssenkrupp steel»
dokumentiert
Seit das geplante Joint Venture von Thyssenkrupp mit Tata Steel am Veto der EU-Kommission gescheitert ist, fürchtet die IG Metall, dass das Stahlgeschäft in seiner Existenz bedroht ist.
…und am Schluss die Internationale
Weltkonferenz der Coca-Cola-Beschäftigten
Interview mit Jürgen Hinzer
Am 27. und 28.November fand in Paris die Weltkonferenz der Coca-Cola-Beschäftigten statt. Violetta Bock sprach mit JÜRGEN HINZER von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und Konferenzdelegierter für die Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Bewegung am Uniklinikum Jena
Und die LINKE?
von Max Manzey
DIE LINKE, in Thüringen die stärkste Regierungspartei, nahm bei der Bewegung eine besondere Rolle ein, die sich unter anderem darin ausdrückte, dass Bodo Ramelow als Ministerpräsident – und somit als Arbeitgeber des Landeskrankenhauses – öffentlich eine neutrale Position einnahm, die Linksfraktion um Susanne Hennig-Wellsow sich aber von Anfang an klar auf die Seite der Beschäftigten stellte.
Gemischtes Ergebnis
Bei GM ist die Tarifverhandlung beendet
von Jane Slaughter/Chris Brooks*
Der Streik der Automobilarbeiter in den USA gegen General Motors endete Ende Oktober nach sechs Wochen Streik. Die Arbeiter stimmten dafür, einen Vertrag zu unterschreiben, der eindeutig unbeliebt war, aber mit 57 Prozent Fürstimmen angenommen wurde.
Organisieren · Kämpfen · Gewinnen
Bericht der Oktoberkonferenz
von Violetta Bock
Am 26./27.Oktober fand in Kassel die zweite OKG-Konferenz statt. An zwei Tagen gab es Workshops, Podien, gemeinsame Diskussionen sowie einen Abend mit dem 2019 erschienen Film Luft zum Atmen (Regie: Johanna Schellhagen) über die Gruppe Gegenwehr ohne Grenzen bei Opel. OKG zieht ein positives Fazit.
Für eine kämpferische Gewerkschaftspolitik
Strategiekonferenz am 25./26.Januar 2020 in Frankfurt am Main
von Jakob Schäfer
Die Gewerkschaftstage von IGM und Ver.di, die vor kurzem stattgefunden haben, haben zweierlei an den Tag gebracht: Unter den ehrenamtlichen FunktionärInnen und zum Teil sogar unter Hauptamtlichen auf Verwaltungsstellenebene (deutlicher erkennbar bei der IGM) gibt es heute stärkere Widerstände gegen den politischen Anpassungsdruck ihrer Vorstände. Bei der IGM wurde dies bspw. in der Frage des Versorgungswerks bei Rententarifverträgen deutlich, bei Ver.di vor allem in der Klimaschutzpolitik und bei der Durchsetzung einer Debatte zur Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich.