Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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Verkehr 1. September 2023

Die Bahn

Kein Recht auf Toilette
von Gerhard Klas

Seit Mai bin ich Besitzer eines 49-Euro-Tickets. Ende Juli stieg ich frühmorgens mit einem Freund in den Zug von Köln nach Mainz, die Mittelrheinbahn, sie befindet sich im Privatbesitz der TransDev-Gruppe.

Klima 1. September 2023

Der Kampf ums Wasser

Blue Community Berlin
von Dorothea Härlin und Johanna Erdmann

Am 22.März 2018 beschloss das Berliner Abgeordnetenhaus, dass Berlin eine »Blue Community« wird. Die Kanadierin Maude Barlow, Trägerin des alternativen Nobelpreises, initiierte dieses globale Projekt. Als weltbekannte Wasserkämpferin war sie beteiligt, als 2010 das Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung in die UN-Charta aufgenommen wurde. Aber seitdem hat sich die Lage weltweit verschlechtert.

Klima 1. September 2023

Auf dem Pfad kapitalistischer Landnahme

Die Wasserstoffstrategie Deutschland 2020 und ihr Update 2023
von Adrian Mell

Rekordtemperaturen zu Wasser und zu Land, Überschwemmungen, Waldbrände und Tornados werden zur neuen Normalität auf dem Planeten. Die Klimakrise eskaliert. Doch die Klima- und Energiekrise ist nicht die einzige Krise im finanzdominierten Akkumulationsregime Deutschlands.

Klima 1. September 2023

Katastrophe Kunststoffmüll

Scharfe Maßnahmen sind überfällig
von Klaus Meier

Die Chemieindustrie ist in Deutschland nach der Automobilindustrie und dem Maschinenbau die drittgrößte Industriebranche. Ihre Produkte finden sich heute überall: Verpackungen, Reifen, Autositzpolster, Pestizide und Dünger auf den Feldern, aber auch Medikamente.

Militarisierung/Rüstung 1. September 2023

400 Kampfpanzer = 4000 Einwohner

Das Militär ist ein Tabuthema für den weltweiten Klimaschutz
von Elvi Claßen

Die im militärischen Zusammenhang erzeugten CO2-Emissionen (operativer Bereich, Rüstungsproduktion und Krieg) gelten weltweit als Tabuthema. Die Staaten der Welt geben aktuell nicht nur sechsmal so viel für ihr Militär aus wie für Klimaschutzmaßnahmen; der gesamte militärische CO2-Fußabdruck macht auch etwa 5,5 Prozent der globalen Emissionen aus. Wäre das Militär ein Land, wäre es der viertgrößte Emittent weltweit, nach China (33 Prozent), den USA (13 Prozent), Indien (7 Prozent) und vor Russland (5 Prozent); Deutschlands Anteil beträgt 1,8 Prozent.

Gewerkschaften 1. Juli 2023

Gewerkschaften dürfen nicht nur Partikularinteressen vertreten

›In der Klimafrage müssen die Gewerkschaften klassenbewusster werden‹
Gespräch mit Lisa Poettinger

Ohne – oder sogar gegen – die ­Arbeiterklasse wird kein wirksamer Klimaschutz möglich sein. Ein wachsender Teil der Klimagerechtigkeitsbewegung versucht, die soziale Frage und die ökologische Krise gemeinsam anzugehen – auch in München.

Repression 1. Juli 2023

Repression

Von ›Umweltterroristen‹ und rechten Kavaliersdelikten
von Gerhard Klas

Bekenntnisse von Regierungspolitikern hören sich manchmal gut an, bleiben besonders dann aber ­ohne Konsequenz. Wenn die größte Terrorgefahr tatsächlich von rechts ausgeht, muss man sich schon fragen, warum dann ausgerechnet die Hausdurchsuchungen bei der Letzten Generation stattfinden und die Aktivist:innen der Klimabewegung trotz aller Transparenz und Offenheit als »kriminelle Vereinigung« eingestuft werden können.

Klima 1. Juli 2023

Bundesweite Strategiekonferenz der Klimabewegung

Der radikale Flügel will eine Allianz bilden
von Michael Schwarz

Vom 16. bis 18.Juni fand in Köln die jährliche Strategiekonferenz der Klimabewegung statt. Etwa 140 Teilnehmer:innen, von anarchistischen Kleingruppen bis zur Letzten Generation, diskutierten vier Tage lang über den Stand der Bewegung und die nächsten Schritte. Die Haltung zur Linkspartei und eine mögliche bewegungsübergreifende, antikapitalistische Allianz standen dabei im Vordergrund.

Klima 1. Juli 2023

Wolfsburg: Straßenbahnen statt Autos!

Repression gegen die Initiative VerkehrsWende läuft ins Leere
Gespräch mit Tobi Rosswog

Fast hätte es niemand bemerkt: Einen Tag nach den Hausdurchsuchungen bei der Letzten Generation Ende Mai durchsuchte die Polizei auch die Räume der Wolfsburger Initiative »VerkehrsWende«. Auf der Ökosozialistischen Konferenz der ISO sprach Gerhard Klas mit dem Umweltaktivisten ­Tobi Rosswog, der das dortige VerkehrsWende-Zentrum »Amsel 44« entscheidend mit aufgebaut hat (siehe auch SoZ 4/2023).

Klima 1. Juli 2023

Fischsterben

Die Oder hat sich nicht erholt
dokumentiert

Schon wieder sterben Fische in der Oder. Am 10.Juni holten Mitarbeiter der polnischen Wasserbehörde Body Polskie 450 Kilogramm Totfisch aus dem Gleiwitzer Kanal; schon am 20. und am 30.April waren tote Fische unterhalb der Mündung des Kanals in die Oder gemeldet worden.
Im vergangenen Sommer sind 50 Prozent der Fische, 85 Prozent der geschützten Arten und etwa 90 Prozent der Weichtiere in dem vergifteten Fluss gestorben.

Klima 1. Juli 2023

Es wird eng auf europäischen Meeren

Die Pläne für den Ausbau der Offshore-Windkraft
von Burkhard Ilschner

Ende Mai veranstaltete der lokale Industriekonzern Steelwind in Nordenham, ein auf Windkrafttechnik spezialisierter Stahlbauer, eine von derzeit vielen Konferenzen über Offshore-Windkraft. Gäste waren Angehörige der Landesregierung, der IG Metall Küste, des Verbands Schiffbau und Meerestechnik (VSM) sowie einer Lobbyorganisa­tion. Am Ende verkündeten sie alle in ihrer Nordenhamer Erklärung vollmundig: »Der Offshore-Windenergie gehört die Zukunft – sie bietet zahlreiche Chancen, die es zu nutzen gilt.«

Klima 1. Juli 2023

Ökosozialistische Konferenz der ISO 2023

Trotz Klimakatastrophe: bestes Wetter und gute Laune
von J.H.Wassermann/d.Red.

Knapp 100 Teilnehmende aus unterschiedlichen politischen Zusammenhängen und verschiedenen Regionen Deutschlands, zwei Dutzend Referent:innen und Podiumsteilnehmer:innen (darunter Gäste aus Frankreich, Luxemburg, Österreich, Brasilien und Kolumbien) haben vom 9. bis 11.Juni im Naturfreundehaus Köln-Kalk auf insgesamt drei Plenumsveranstaltungen und 23 Workshops intensive Diskussionen geführt.