Güter auf die Schiene?
Ja, aber sicher! Und mit eigenen Strecken!
von Günther Wagner*
Anfang der 90er Jahre hat die EU-Kommission Korridore für den Ausbau des Güterverkehrs auf der Schiene festgelegt. Ein zentraler Korridor ist die Verbindung vom Hafen Rotterdam durch das Rheintal und die Schweiz nach Genua. Der Verlauf dieser Route von den Raffinerien in Genua und Rotterdam über Basel (Novartis, Roche, Syngenta), Ludwigshafen (BASF), Frankfurt am Main (Hoechst), Leverkusen und Krefeld-Uerdingen (Bayer) macht deutlich, dass es vor allem die Chemieindustrie ist, die diese Verbindung nutzt und von ihr profitiert.
Fahrradfahren in der Stadt
Noch wenig Anreiz umzusteigen
von Rolf Euler
Die autogerechte Stadt war jahrzehntelang das planerische Ziel fast aller Stadtverwaltungen in Deutschland. Gemessen an den Ergebnissen in Form von Staus und Wegezeiten für Autofahrende gilt dieses Ziel inzwischen als verfehlt. Unschädlichere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrende wurden jedoch vernachlässigt bis verdrängt, erst vor wenigen Jahren hat ein Umdenken angefangen, auch weil einige Städte Fahrradbeauftragte mit Wissen und Verantwortung eingestellt haben.
Die Initiative «Nahverkehr für alle» in Kassel
Jetzt geht’s Richtung Nulltarif
von vb
Dreckige Luft in Innenstädten, Dieselskandal, Feinstaubtote, Klimawandel, steigende Ungleichheit und wachsende Armut…
Unter dem Schlagwort «Verkehrswende» sind in zahlreichen Städten Bündnisse zur Steigerung der Lebensqualität entstanden. Damit die Verkehrswende gelingt, muss der motorisierte Individualverkehr zurückgedrängt werden.
Stuttgart 21
Am teuersten kommt Weiterbauen
von Paul Michel
Es hatte sich nach der Lenkungskreissitzung für Stuttgart 21 im vergangenen Oktober schon angedeutet: Die Bahn kommt nicht darum herum, eine weitere Kostenerhöhung beim Projekt Stuttgart 21 einzuräumen. Die Frage war nur: Wie hoch wird sie ausfallen?
Die Wochenzeitung Kontext befragte daraufhin Karlheinz Rößler vom Verkehrsberatungsbüro Vieregg-Rössler, ob er damit rechne, dass die Bahn die von seinem Büro prognostizierten rund 10 Milliarden verkünden werde?
Jan C. Zoellick: Postwachstum. Unser Leben nach dem Wachstumswahn.
isw-Report 110, September 2017. 28 S., € 2,50
von Angela Klein
Mit dem prophezeiten Ende des Verbrennungsmotors ist in der Öffentlichkeit auch ein Diskurs angekommen, der es wagt, das bisherige Mobilitätskonzept, das auf dem privaten Pkw basiert, in Frage zu stellen. Er greift Vorstellungen von einer Lebensweise auf, in deren Mittelpunkt nicht der maximale Produktionsausstoß steht, sondern die beste und ressourcenschonendste Dienstleistung.
Der A1-Mobil-Skandal
Warum ein vollständiges Verbot Öffentlich-Privater Partnerschaften (ÖPPs) nötig ist
von David Stein
Das Konsortium A1 Mobil bewirtschaftet einen 72,5 Kilometer langen, mautpflichtigen Streckenabschnitt der Autobahn zwischen Hamburg und Bremen (Hansalinie). Am 21.August dieses Jahres wurde bekannt, dass A1 Mobil die Bundesrepublik Deutschland auf 645 Millionen Euro verklagt.
Verkehrter Minister
An den Rand notiert
von Rolf Euler
Der für den Verkehr zuständige Minister beharrt auf politischen Gesetzesänderungen, deren Folgen für die Autofahrer sehr bald spürbar würden. Und das in einem Wahljahr, in dem es möglich ist, dass die CSU der zukünftigen Regierungskoalition nicht mehr angehört. Und das obwohl der CO2-Ausstoß des Verkehrs in Deutschland in den letzten zwei Jahren gestiegen ist, obwohl im Umweltplan der Regierung eine Reduzierung bis 2020 vorgesehen ist.
Vom Surfverhalten zum Nutzerprofil
Datenklau und Souveränität
von Rolf Euler
Vor kurzem fanden Reporter heraus, dass sich das Surfverhalten von mehreren Millionen Deutschen im Internet erwerben ließ, wenn man sich als «Data-Mining-Firma» ausgab. Dabei ging es nicht nur um anonymisierte Daten, wie sie jede Internetseite massenhaft produziert, sondern eben um personalisierbare Daten, die auf konkrete Nutzer zurückzuführen sind.
Stuttgart 21: Der Lüge überführt
Die Deutsche Bahn verkehrt Gutachteraussage ins Gegenteil
von Paul Michel
Die Deutsche Bahn hat im Zusammenhang mit Stuttgart 21 die Öffentlichkeit belogen. Ein von ihr zitiertes Gutachten fällt ein vernichtendes Urteil über die absehbaren technischen Probleme.
Konversion – Neue Ansätze in der Automobilindustrie
Was bringt die Zukunft?
von der Redaktion
Der Automobilindustrie steht ein Umbau mit höchst ungewissem Ausgang bevor. Zehntausende von Arbeitsplätzen sind bedroht. Der Umstieg auf die Elektromobilität stellt den Kern der Autoindustrie in Frage: die Motoren- und Getriebeproduktion. Viele Arbeitsplätze werden damit überflüssig werden – insbesondere bei den Zulieferern.
Elektroauto als Wende?
Das Ende der Autogesellschaft, wie wir sie kannten
von Lars Henriksson*
Der Straßenverkehr macht einen zunehmenden Anteil an den Treibhausgasemissionen aus. Die Internationale Energieagentur, eine Kooperationsplattform von 16 Industrienationen, die bei der OECD angesiedelt ist und eine Art Pendant zur OPEC darstellt, kommt in einer Studie von 2009 zur Einschätzung, dass der Energieverbrauch durch Verkehr bis 2030 um 50% und bis 2050 um 80% steigen wird.
Together 2025
Der «Zukunftspakt» bei VW
von Stephan Krull*
Am 18.November hat der Aufsichtsrat von VW Investitionen beschlossen, mit denen der Konzern und die Produktion an den deutschen Standorten neu ausgerichtet wird. Erpresserische Vorausetzung dafür war die Unterschrift des Betriebsrats unter einen «Zukunftspakt».