Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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Arbeitswelt 1. Januar 2017

Heilige Kuh Volkswagen

Im «System VW» muss sich auch auf Belegschaftsebene einiges ändern
von Mirko Düsterdieck*

Die Einbindung der Belegschaft in das Unternehmensinteresse verhindert, dass kritische Gedanken aufkommen können.

Als die Führung des Automobilbauers VW Ende November 2016 den Abbau von 23000 Stellen im Inland bis zum Jahr 2025 verkündete, ging auch in Nordhessen die Angst um.

Gemeingüter 1. Januar 2017

Das neue Geschäft mit der Elektromobilität – Wettlauf um die Pole-Position

Getriebebauer vom Bodensee macht mobil
von Manfred Dietenberger

«Nicht die Verbraucher werden die endgültige Wende zur Elektromobilität auslösen», ist sich der Chef der Zahnradfabrik Friedrichshafen, Stefan Sommer, sicher. «Das sind regulatorische Eingriffe, die das entscheiden.» Sorge bereitet ihm, dass Paris ein Dieselfahrverbot verhängen will. Denn die Konversion zur Elektromobilität wird noch eine ganze Weile dauern, ist er überzeugt.

Gemeingüter 1. Januar 2017

Dekarbonisierung des Verkehrssystems: Sind Elektroautos eine Alternative?

Die harte Wirklichkeit der Ressourcenendlichkeit
von Klaus Meier

Noch vor nicht allzu langer Zeit haben die deutschen Autokonzerne über Elektroautos nur gespottet. Das hat sich geändert. Woher rührt diese plötzliche Umkehr?

Arbeitswelt 1. Januar 2017

Wege zu einer Konversion der Autoindustrie

Die Vernunft muss bewaffnet werden
von Lars Henriksson*

Wenn der private Pkw keine Zukunft hat, sollen dann die Beschäftigten in der Automobilbranche alle nach Hause gehen, wie die Bergarbeiter im Steinkohlebergbau, deren Arbeitsplätze ersatzlos gestrichen wurden?

Gemeingüter 1. Januar 2017

Schiene, Schiene, Schiene…

Skizzen für alternative Verkehrskonzepte
von Rolf Euler

Der kleine Ort Speicher in der Eifel wurde durch die pfiffige Idee der Mitfahrerbank bekannt, eine einfache Bank in der Ortsmitte, auf die sich Menschen samt Schilder mit dem Nahziel setzen, um von Autofahrern dorthin mitgenommen zu werden, wo der öffentliche Nahverkehr nicht hinkommt.

Gemeingüter 1. Oktober 2016

Der Krimi K+S

Wie die hessische Landesregierung und der Düngemittelkonzern K+S mit Arbeitsplätzen spielen und das Trinkwasser verseuchen (Teil 1)
von Marjana Schott*

Seit über 100 Jahren wird an der Grenze zwischen Nordhessen und Thüringen an der Werra Kali abgebaut. Seit eben dieser Zeit bedeutet das Unternehmensgewinne und  Arbeitsplätze sowie Umweltprobleme. Es wird davon ausgegangen, dass die Kalivorkommen unter Tage noch für weitere 30 bis 50 Jahre reichen.

Gemeingüter 1. Oktober 2016

Noch mehr Staus, noch mehr Tote?

Der Bundesverkehrswegeplan 2030 verspricht weiterhin eine verkehrte Verkehrswelt
von Rolf Euler

Wenn es vorkommt, dass sich Autobahnfahrten nicht vermeiden lassen, habe ich – neben kilometerlangen Lasterkolonnen fahrend oder im Stau stehend – eine Vision: Neben der A1, der A2 oder der A7 erstrecken sich parallel rechts und links Schienen, auf denen Tieflader mit Containern und Lastwagen an Bord schneller als der Autoverkehr rollen und Güter von Flensburg nach Dortmund, von Berlin nach Hannover, von Hamburg nach Würzburg transportieren.

Gemeingüter 1. Juli 2016

Stuttgart 21 in Turbulenzen

Statt der anfänglich behaupteten 2,8 Milliarden Euro soll das Projekt 9,8 Milliarden Euro kosten – der Bahnvorstand räumt Fehler ein
von Paul Michel

Nach der jüngsten Bestandsaufnahme der Bahn ist die angepeilte Inbetriebnahme des Tiefbahnhofs Stuttgart 21 Ende 2021 in Gefahr. Einem internen Bericht der Bahn zufolge kann die Bauzeit bis zu zwei Jahre länger dauern. Außerdem wird es – wen wundert’s – teurer.

Gemeingüter 1. Juli 2016

10 Fragen zu Glyphosat

Monsanto’s Pflanzenvernichter und seine Auswirkungen
dokumentiert

  1. Was ist Glyphosat und wie wirkt es?

Glyphosat ist das am meisten eingesetzte Pflanzengift der Welt. Glyphosat ist ein Breitbandherbizid. Es tötet jede Pflanze, die nicht gentechnisch so verändert wurde, dass sie den Herbizideinsatz überlebt. Je häufiger glyphosathaltige Pestizide angewendet werden, desto eher entstehen allerdings auch resistente Populationen von Beikräutern, die durch das Mittel eigentlich vernichtet werden sollen.

Gemeingüter 1. Juli 2016

Agrarkonzerne schaden unserer Gesundheit

Die Fusionswelle in der Agrochemie schafft Monopolisten, die den Zugang zur Agrarproduktion vollständig unter ihre Kontrolle bringen – zum Schaden für Mensch und Natur
von Angela Klein

Seit vier Jahren demonstrieren alljährlich weltweit Menschen aus Stadt und Land gegen das Treiben der Agrarkonzerne, insbesondere gegen Genpflanzen und krebserregende Pflanzenvernichtungsmittel wie Glyphosat, das in Deutschland vorwiegend zum Einsatz kommt.

Gemeingüter 1. Juli 2016

Bayer will Größter werden

Mit dem Monsanto-Deal wäre die Zulassung von Glyphosat in der EU kaum noch zu verhindern
von E.André Waldmann

Die Bayer AG will den in der Öffentlichkeit verrufenen US-Konzern Monsanto übernehmen. Am 23.Mai 2016 legte der Konzern ein offizielles Kaufangebot in Höhe von 62 Mrd. US-Dollar vor, das entspricht einem Barangebot von 122 US-Dollar pro Aktie. Es wäre der mit Abstand größte Zukauf in der Bayer-Geschichte.

Gemeingüter 1. Juli 2016

Syngenta im globalen Agrarkapitalismus

Dem Agromulti auf der Spur
von Silva Lieberherr*

Am 21.Mai 2016 gingen in Basel über 2000 Menschen beim March against Monsanto and Syngenta gegen die beiden Agrarkonzerne auf die Straße – eine große Zahl für die kleine Stadt am Rheinknie.