Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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1. Juni 2021

Der «grüne Kapitalismus» hält nicht, was er verspricht

Die Rolle der Planung im ökosozialistischen Übergang
von Michael Löwy*

Für jeden ernsthaften Prozess des sozial-ökologischen Übergangs ist wirtschaftliche Planung erforderlich, das leuchtet immer mehr Menschen ein

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1. Juni 2021

Frauen und Natur – für einen ökosozialistischen Feminismus

Frauen – weltweit an der Spitze im Kampf gegen die Umwelt­zerstörung
von Jess Spear*

Wo immer die Kräfte der Zerstörung versuchen, Bäume zu fällen, unsere Luft und unser Wasser zu verschmutzen und die Erde für Mineralien abzureißen, führen Frauen den Widerstand an.

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1. Juni 2021

Indiens Covid-Katastrophe

Das Gesundheitssystem kollabiert und die Massen zahlen für die Kaltschnäuzigkeit des Modi-Regimes
von Hassan Jan

Am 1.Mai hat Indien als erstes Land der Welt die Schwelle von 400000 täglichen Neuerkrankungen mit 3689 Todesfällen überschritten. Das düstere Bild einer älteren Frau mit einer Sauerstoffflasche auf der Straße vor einem mit Covid-Patienten überfüllten Krankenhaus, in dem keine Betten mehr zur Verfügung stehen, entlarvt den durch und durch kriminellen Charakter der herrschenden Klassen, unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit.

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1. Juni 2021

Vom Brexit enttäuscht

Loyalisten in Nordirland entladen ihre Wut an einem Busarbeiter
von Éoin Burns*

Im gesamten April kam es in Belfast und Derry zu einigen der schlimmsten konfessionellen Ausschreitungen, die wir seit Jahrzehnten gesehen haben.

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1. Juni 2021

‹…bis sie auf allen Vieren kriechen›

Im Jerusalemer Stadtteil Sheikh Jarrah leben palästinensische Flüchtlinge seit ihrer ­Vertreibung von Grund und Boden im Jahr 1948. Nun werden sie ein weiteres Mal ­terrorisiert und vertrieben
von Yanis Iqbal

Im Jahr 1983 sagte Rafael Eitan, Stabschef der israelischen Streitkräfte: «Wir erklären offen, dass die Araber kein Recht haben, sich auf auch nur einem Zentimeter von Eretz Israel niederzulassen …

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1. Juni 2021

Stinkwasser

Der Kibbuz Beith-Alpha produziert eine ­Waffe, die an Repressionskräfte in der ganzen Welt exportiert wird
von Moshe Machover

Das zionistische Kolonisations­regime verbreitet ekelerregenden Gestank – buchstäblich.

Ich beziehe mich auf eine israelische Erfindung, die passenderweise «Skunk» genannt und als «nichttödliche Waffe der Massenkontrolle» beschrieben wird.

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1. Juni 2021

Helmut Weiss (1948–2021)

Der geborene Internationalist
von Angela Klein

Von allen Genossinnen und Genossen der ehemaligen KPD/ML, mit denen sich die Mitglieder der GIM im Jahre 1986 zusammenschlossen, war er derjenige, der am wenigsten mit ihnen fremdelte.

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1. Juni 2021

Werner Seppmann (1950–2021)

Die Einsamkeit fundamentaler Kritik
von Christoph Jünke*

An dieser Stelle sollte ein Beitrag von Werner Seppmann stehen, in dem er die Grundzüge seiner Klassenanalyse darlegen wollte, wie sie zuletzt in der Broschüre Gibt es überhaupt noch eine Arbeiterklasse? dargelegt wurde. Dazu kam es nicht mehr, der Tod ging dazwischen. Das hat uns sehr erschüttert, es ist ein herber Verlust.
d.Red.

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1. Juni 2021

Wer waren die Nationalsozialisten?

Ulrich Herbert beschreibt Aufstieg und den kurzfristigen Sieg der Nazis und wie sie sich nach dem Krieg «in Luft auflösten»
von Paul B. Kleiser

Ulrich Herbert: Wer waren die Nationalsozialisten? München: C.H.Beck, 2021. 303 S., 22 Euro

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1. Juni 2021

Der Mensch – eine zerstörerische Kraft

Macht euch die Erde untertan? Das hat schlimme Folgen. Erle C. Ellis sucht im ­Gestein nach Markern für die neue Erdepoche – das Anthropozän
von Gerhard Klas

Erle C. Ellis: Anthropozän. Das Zeitalter des ­Menschen – eine ­Einführung. München: Oekom, 2020. 256 S., 18 Euro

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1. Juni 2021

Buchtipps

Klasse und ­Klassenbewusstsein
von Angela Klein

Werner Seppmann: Gibt es überhaupt noch eine Arbeiterklasse? Sozialstrukturanalyse und politische Handlungs­perspektive. Bergkamen: pad-Verlag, 2021. 77 S., 6 Euro

In dieser Broschüre hat sich Werner Seppmann noch einmal mit der Frage auseinandergesetzt: Wie lässt sich die Arbeiterklasse objektiv bestimmen? Wie tritt sie uns heute konkret entgegen?
Wer eine marxistische fundierte Klassentheorie sucht, kommt um diese Broschüre nicht herum. Seppmann argumentiert ebenso bündig wie kenntnisreich gegen den milieutheoretischen Ansatz, den er vor allem im Umkreis der Rosa-Luxemburg-Stiftung verortet. Dabei bezieht er sich positiv auf das Buch von Bernd Riexinger, Neue Klassenpolitik. «Weil die Milieutheorie nur beschreibend und nicht analytisch verfährt, verfehlt sie die entscheidenden Fragen … Besonders jene nach den Machtverhältnissen. Da … ihre Desorientierungen [aber] gebetsmühlenartig wiederholt werden, stellt sich die Frage, in welcher Weise das Klassenverständnis dadurch präjudiziert wird.»

Fichtel
von Birgit Morgenrath

Dirk Koch: Der Schützling. Stasi-Agent Adolf Kanter, ­Helmut Kohl, die Korruption und die größte Spionage-Affäre der Bundesrepublik. Bonn: Dietz, 2021. 248 S., 24 Euro

«Fichtel» nannte sich der erfolgreichste DDR-Spion in Westdeutschland – Adolf Josef Kanter saß im konservativen Herzen der deutschen Wirtschaft: Er war die rechte Hand von Flick-Manager Eberhard von Brauchitsch, schmierte fast die gesamte Bonner Politikelite mit illegalen Spendengeldern und förderte die politische Karriere Helmut Kohls. Keiner lieferte HVA-Chef Markus Wolf in Ostberlin so viele sensible Informationen. 40 Jahre lang konnte Kanter ungehindert berichten, kaltblütig, unauffällig, effizient.
Enttarnt wurde der Ausnahme-Agent 1984, verhaftet aber erst zehn Jahre später. Er war der «Schützling» der bundesdeutschen politischen Spitzen, allen voran Helmut Kohls, der ihn vor dem Zugriff der Justiz bewahrte.
Dirk Koch, ehemaliger Hauptstadtkorrespondent des Spiegel, der den Flick-Skandal aufdeckte, legt eine atemberaubende Enthüllungsgeschichte vor.

1. Juni 2021

Ein Seemannslied gegen trübe Gedanken

Shantys verbinden
von Kai Böhne

Shantys sind Seemannslieder, genauer gesagt Arbeitslieder, deren rhythmischer Takt die Matrosen bei ihrer körperlichen Arbeit unterstützen, anspornen und unterhalten soll. Der junge schottische Postbote, Nathan Evans, verschaffte dieser Tage einem 160 Jahre alten Shanty zu ungeahnter Popularität.

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