Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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Buch 2. April 2012

Pete Dexter – Zwei Krimis

Train, Frankfurt: S.Fischer, 2012, 400 S., 10,99 Euro
Paris Trout
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Frankfurt: S.Fischer, 2010, 416 Seiten, 9,50 Euro

von Udo Bonn

Die Entstehung und Reglementierung vieler Sportarten diente häufig der Wehrertüchtigung der bewaffneten Klassen. Nicht nur die Kunst des Bogenschießens und die zahlreichen Varianten des Boxens und Ringens spielten hier eine Rolle, auch Rudern, Reiten und sogar Fußballspielen galt der körperlichen Stärkung der herrschenden gesellschaftlichen Schichten.

Nur Online 1. April 2012

„Es gibt noch Leben in dem alten Kerl Trotzki“

Rezension einer neuen Trotzki-Biografie von Reiner Tosstorf.

Zur Trotzki-Biographie von Robert Service

Buch 13. März 2012

Hans Rudolf Vaget, Thomas Mann, der Amerikaner

Frankfurt: Fischer, 2011, 545 S., 24,95 Euro
von Peter Fisch

Vom Cover der Studie von Vaget blickt uns der fast 70-jährige «Doyen des antifaschistischen deutschen Exils», Thomas Mann, an. Offensichtlich wurde das Foto im Garten seines Wohnhauses in Pacific Palisades am San Remo Drive, inmitten der «seven palms», aufgenommen. Es zeigt uns den Thomas Mann, wie wir ihn kennen, ganz seiner Rolle bewusst und entsprechend stilvoll gekleidet.

Buch 5. Februar 2012

Hörbild zum Zionismus

Söldner gegen die Zukunft oder «Die einzige Demokratie im Nahen Osten». Hörbild zum Zionismus, Neu-Isenburg: Melzer-Verlag, 2011, 14,99 Euro

von Anton Holberg

Der Melzer Verlag hat ein überaus wichtiges, aus zwei CDs bestehendes Hörbuch zum Zionismus und dessen staatlicher Gestalt, Israel, herausgegeben. Von Bedeutung ist insbesondere die erste CD.

Buch 5. Februar 2012

Die Chancengewerkschaft

Martin Kempe: 10 Jahre Ver.di. Die Chancengewerkschaft, Münster: Westfälisches Dampfboot, 2011, 113 S., 9,80 Euro

von Helmut Born

Im letzten Jahr hat Martin Kempe, ehemals Chefredakteur der Ver.di-Zeitschrift Publik, in einem Essay die Geschichte der vereinten Dienstleistungsgewerkschaft aus seiner Sicht zu Papier gebracht. Dabei hat er einen gut lesbaren Text geschrieben. Dass ihn eine sehr spezielle Sicht darauf leitet, verwundert nicht. Allerdings sieht er manches zu positiv.

Buch 5. Februar 2012

Die Quandts: Reich geworden am Elend der anderen

Joachim Scholtyseck: Der Aufstieg der Quandts. Eine deutsche Unternehmerdynastie, München: C.H.Beck, 2011. 1184 S., 39,95 Euro

von Larissa Peiffer-Rüssmann

Der Bonner Historiker Joachim Scholtyseck legt erstmals im Auftrag der Familie Quandt die Firmengeschichte dieses deutschen Industrieimperiums offen.
Mit ihrem weit verzweigten Industrieimperium gehören die Quandts zu den reichsten Familien in Deutschland; das US-Wirtschaftsmagazin Forbes listete 2011 gleich drei Familienmitglieder unter den zehn reichsten Deutschen: Susanne Klatten auf Platz 3, Stefan Quandt auf Platz 5 und Johanna Quandt auf Platz 7.

Buch 5. Februar 2012

Hotel Lux

Ruth von Mayenburg: Hotel Lux. Die Menschenfalle. Mit Drehbuchnotizen von Heinrich Breloer, München: Sandmann, 2011, 384 S., 24,80 Euro

von Werner Abel

Die Kunde von dem Mord im fernen Mexiko im August 1940 versetzte die Bewohner des riesigen Hauses in der Moskauer Maxim-Gorki-Straße 10 in helle Aufruhr. In dem mächtigen Bau, der 1911 als Hotel errichtet und 1921 von der Kommunistischen Internationale zur Unterbringung ihrer nach Moskau gereisten Mitglieder requiriert worden war, wohnten noch immer Funktionäre der Komintern, aber auch Emigranten aus jenen Ländern, in denen die kommunistischen Parteien verboten worden waren.

Buch 5. Februar 2012

In Zeiten des abnehmenden Lichts

Eugen Ruge: In Zeiten des abnehmenden Lichts, Reinbek: Rowohlt, 2011, 426 S., 19,95 Euro

von Jürgen Meier

Dieser Roman ist wahrlich keine erbauliche Lektüre für Kommunisten, die, wie die Romanfigur Kurt, vierzig Jahre der SED die Treue gehalten haben, vielleicht im besten Glauben, auf diese Weise den Sozialismus zur Entfaltung bringen zu können, vielleicht aber auch nur, weil sie zu feige waren, die Welt nicht nur nach den Direktiven des ZK zu interpretieren, sondern sie Marschen Sinne permanent verändern zu wollen. Nach flüchtiger Lektüre scheint dieses mit dem deutschen Buchpreis ausgezeichnete Buch nichts anderes im Sinn zu haben, als den Sozialismus als Alternative zum Kapitalismus in den Dreck zu ziehen. Doch dieser Schein trügt.

Buch 5. Februar 2012

Poststalinistische Eierschalen

Herbert Meißner: Trotzki und der Trotzkismus, Berlin: Verlag Wiljo Heinen, 2011, 190 S., 13,50 Euro

von Paul B. Kleiser

Es gibt keine Figur der modernen Geschichte, die in einem solchen Umfang geschmäht und verleumdet worden ist wie der russische Revolutionär Leo Trotzki. Auch in der Nachkriegszeit erschienen im Ostblock in regelmäßigen Abständen Schriften, die seine Ansichten «widerlegten»; gleichwohl konnte man die «Widerlegungen» nicht überprüfen, da sich Trotzkis Schriften im Giftschrank befanden.

Buch 5. Februar 2012

Paradies in schwerer Zeit

Thomas Blubacher: Paradies in schwerer Zeit. Künstler und Denker im Exil in Pacific Palisades, München: Sandmann, 2011, 169 S., 29,90 Euro

von Peter Fisch

Tausende Kilometer hatten sie hinter sich gelassen, Staatsgrenzen, Berge und Ozeane, um hierher zu gelangen mit dem alles beherrschenden Ziel, dem Terror und Tod, all dem, was ihnen in Nazideutschland drohte, zu entgehen. Es waren meist deutschsprachige Intellektuelle, denen es gelang, überwiegend von Südfrankreich aus, den Pazifik zu erreichen.
So entstand eine einzigartige «Republik des Geistes» in Südkalifornien, ein «überdimensioniertes Sanary-sur-mer» (die Gemeinde an der Côte d’Azur beherbergte im Zweiten Weltkrieg zahlreiche deutsche Emigranten, von denen einige später in Los Angeles wieder zusammentrafen).

Arbeitswelt 5. Februar 2012

Über Arbeit in Volker Brauns Erzählung „Die hellen Haufen“

„Die Enkel löffelns besser aus“1

Volker Braun: Die hellen Haufen, Berlin: Suhrkamp Verlag, 2011, 96 S., 14,90 Euro

von Michael Banos

In der Januarausgabe der SoZ gab es einen kleinen, in der Kürze aber sehr trefflichen Buchtipp von Christel Berger zu Volker Brauns neuer Erzählung. „Ein Buch, das mehrmals zu lesen lohnt“, schreibt sie. Richtig, denn alle Seiten des schmalen Bändchen sind auch NACHDENKSEITEN. Und: „Als Philosoph und Lyriker, Chronist und sozialistischer Träumer in einer Person, denkt er über das Wesen und den Sinn von Eigentum nach und über Gewalt, über den Wert von Arbeit sowieso.“
Also: nochmals gelesen und über den Wert von Arbeit nachgedacht, bei Volker Braun nachgelesen.

Buch 1. Januar 2012

Den Betrieb übernehmen

Zur dritten Ausgabe der Zeitschrift LuXemburg

Anfang November fand auf Einladung der Rosa Luxemburg Stiftung in Berlin eine internationale Konferenz zum Thema «Belegschaftseigentum, Kooperativen und Genossenschaften: Einstieg in die Transformation?» statt. Der Vorbereitung der Konferenz widmete sich die dritte Ausgabe der Zeitschrift Luxemburg. Einige Autoren waren auch zu Gast bei der Konferenz.