Ulrich Grober: Der leise Atem der Zukunft. Vom Aufstieg nachhaltiger Werte in Zeiten der Krise
München: Oekom, 2016. 320 S., 19,95 Euro
von Rolf Euler
Werte und Zukunft sind Schlagworte geworden, hier ist ein Buch, das sie mit positiven Inhalten zu füllen vermag.
Ulrich Grober, bekannt durch Bücher über Nachhaltigkeit und Wandern, setzt seine Fußwanderungen fort zu Orten und Menschen, die Zukunft und Gelassenheit im Blick haben und die ersten Schritte in eine Richtung gehen,
Bernhard Knierim: Ohne Auto leben. Handbuch für den Verkehrsalltag
Wien: Promedia, 2016. 176 S., 14,90 Euro
von Rolf Euler
Im Nachgang zum Thema der letzten SoZ – VW, die Autogesellschaft und die Verkehrswende – empfehle ich das Buch von Bernhard Knierim: Ohne Auto leben.
Revolution und Bürgerkrieg in Spanien, Teil IX
Die Regierung Largo Caballero und der Wiederaufbau des Staatsapparats
von Paul Michel
Der Spanische Bürgerkrieg 1936–1939 war die letzte Chance, dem endgültigen Sieg des Faschismus in Europa noch einmal etwas entgegenzusetzen und den Zweiten Weltkrieg zu verhindern. In der Linken ist der Streit über die Verantwortung für die Niederlage der antifaschistischen Kräfte bis heute stark umstritten. Grund genug für diese Zeitung, die politische und soziale Entwicklung in jenen Jahren noch einmal nachzuzeichnen.*
Kolonien ein Randthema?
Das DHM und die deutsche koloniale Vergangenheit
von Angela Klein
Im Jahr 2009, mitten in den Wirren der Finanzkrise, starteten einige entwicklungspolitische Gruppen und Einzelpersonen einen Kampagnenaufruf «125 Jahre Berliner Afrika-Konferenz – erinnern – aufarbeiten – wiedergutmachen», mit dem sie um Aufmerksamkeit für die koloniale Vergangenheit Deutschlands warben.
Krimi: Joe Ide: IQ
Deutsch von Conny Lösch. Berlin: Suhrkamp, 2016. 388 S., 14,95 Euro
von Udo Bonn
Was machst du, wenn nachts ein Riesenhund in deine gesicherte Villa eindringt und dich töten will? Wenn du ihm so gerade entkommst, du aber sowieso im Grenzbereich lebst, ausgebrannt als Rapper, vollgepumpt mit legalen und illegalen Drogen, ständig unter Druck des Business, immer liefern zu müssen?
Deutscher Kolonialismus – eine Ausstellung in Berlin
Versuch einer Aufarbeitung
von Larissa Peiffer-Rüssmann
Das Deutsche Reich gehörte von 1884 bis 1919 zu den großen Kolonialmächten – über 35 Jahre lang. Umso erstaunlicher ist es, dass es im Deutschen Historischen Museum (DHM) in Berlin, das sich als Ort der «Vermittlung von Geschichte» versteht, «kaum Hinweise auf Deutschlands Kolonialgeschichte» gibt, wie schon vor Jahren eine Gruppe junger Historikerinnen kritisierte.
Mit der Bindung an die KP ist auch die Identität verloren gegangen
Didier Eribon über den Erfolg des Front National in der Arbeiterschaft
von Paul B. Kleiser
Didier Eribon: Rückkehr nach Reims. Berlin: Suhrkamp, 2015. 238 S., 18 Euro
Dieses Buch des französischen, an der Universität Amiens lehrenden Soziologen Didier Eribon wurde bereits 2009 veröffentlicht, ist aber erst im vergangenen Jahr auf deutsch erschienen. Es hat hierzulande, vor allem in linken Kreisen, eher mehr Aufmerksamkeit gefunden als in Frankreich.
Revolution und Bürgerkrieg in Spanien, Teil VIII
Francos Weg zum Caudillostaat
von Paul Michel
An die 100000 Menschen wurden im Verlauf der drei Jahre Bürgerkrieg in der «nationalistischen Zone» umgebracht. Sie fielen nicht militärischen Auseinandersetzungen, sondern dem gezielten Terror der nationalistischen Machthaber zum Opfer, 50–70% von ihnen wurden zwischen Juli und September 1936 ermordet.
Wiedervereinigung oder Neuanfang?
ISL und RSB sind jetzt zusammen und heißen ISO
von Angela Klein, Jakob Schäfer
Nach einem Anlauf von fast drei Jahren haben sich die Internationale Sozialistische Linke (ISL) und der Revolutionär-Sozialistische Bund (RSB) am 3./4. Dezember 2016 zur Internationalen Sozialistischen Organisation (ISO) zusammengeschlossen. Die beiden Quellorganisationen hatten sich Anfang der 90er Jahre getrennt und sind erst im Zuge der Bildung der Neuen antikapitalistischen Organisation (NaO) vor fünf Jahren wieder zusammengekommen.
Olivier Besancenot, Michael Löwy: Revolutionäre Annäherung. Unsere roten und schwarzen Sterne.
Für die Solidarität zwischen Marxist*innen und Anarchist*innen. Berlin: Die Buchmacherei, 2016
von Manuel Kellner
Anarchismus und Marxismus scheinen für unüberbrückbar gegensätzliche Ansätze zu stehen. Bei näherer Betrachtung ist das aber nicht so klar. Die beiden Autoren dieses Büchleins plädieren für eine differenzierte Sicht. Ihre Absicht ist die Zusammenführung beider Richtungen für den gemeinsamen Kampf – für die Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung, für den Sozialismus des 21.Jahrhunderts.
Krimitipp: Andreas Pflüger: Endgültig
Berlin: Suhrkamp, 2016. 459 S., 19,95 Euro
von Udo Bonn
Nach fünf Jahren kommt Jenny Aaron zurück nach Berlin in ihre alte «Abteilung». Niko Kvist, ihr alter Liebhaber und enger Exkollege, hat sie abgeholt. Die alten Stimmen und drei neue, bekannte Umarmungen, angenehme Orientierungen. Gelöste Stimmung, der gute Pavlik wird fünfzig, aber fit. Sie ist wieder da in ihrer alten Einheit, aber nur auf einen Sprung. Sie gehörte dazu und war eine der Besten in dieser supergeheimen, international operierenden Polizeitruppe, von der niemand wissen darf.
Das Lebenswerk von Fidel Castro
Unbeugsam im Widerstand gegen den US-Imperialismus
von Dave Kellaway
Bilder von Fidel füllten über Jahrzehnte die Wochenschauen: abgerissen und besiegt nach der blutigen Attacke auf die Moncadakaserne; im feinen Anzug als freier Mann beim Gang aus dem Gefängnis ins Exil; bei einem Interview mit einem US-Journalisten 1958 in einem Versteck in den Bergen; beim triumphalen Einmarsch mit Che, Cienfuegos und den anderen jungen bärtigen Kriegern in Havanna;