Patrick Kingsley: Die neue Odyssee. Eine Geschichte der europäischen Flüchtlingskrise.
München: C.H.Beck, 2016. 332 S., 21,95 Euro
von Angela Huemer
Die neue Odyssee nennt Kingsley sein Buch, wissend, dass Migration mitnichten ein neues Phänomen ist. Nicht umsonst stellt der äußerst begabte und belesene junge Journalist und Autor ein Zitat aus Homers Odyssee (V.Gesang) voran, das ich hier wiedergeben will, da es trefflicher nicht sein könnte (Kingsley verweist im Buch übrigens auch auf Vergils Aeneis):
Linke Debatte über Flüchtlingspolitik
Zuzug begrenzen?
von Manuel Kellner
Mit ihrer Kritik an Angela Merkels Flüchtlingspolitik («Wir schaffen das») als «leichtfertig» nach einem der Anschläge in diesem Sommer hat Sahra Wagenknecht eine heftige Debatte über linke Flüchtlingspolitik in der Partei Die LINKE losgetreten. Wagenknecht wurde vorgeworfen, rechte Positionen zu bedienen. Sowohl radikal linke wie auch dem Reformerflügel angehörende, führende Mitglieder der Partei beharrten ihr gegenüber auf der Position der «offenen Grenzen» und der Weigerung, sich auf irgendwelche Zuzugsbeschränkungen einzulassen.
Keine Schleuserdienste im Betrieb!
Was der Betriebsrat tun kann, damit Flüchtlinge am Arbeitsplatz integriert werden
von Tobias Michel*
Solidarität mit den Flüchtlingen! Auf dem Papier ist das leichter. Kompliziert wird’s, wenn wir in den konkreten betrieblichen Verhältnissen auch dieses Thema nicht der Personalchefin überlassen wollen.
welcome2stay
Eindrücke von der ersten Konferenz der Fluchthelferbewegung
von Karl-Ludwig Ostermann
«Ein kleines Stück Brot in der Heimat
ist besser als ein großes in Europa
– nur, Zuhause war kein Brot»
Plakat in Leipzig
Auf ewig in der Vorhölle
Noch nie gab es so viele Flüchtlinge wie heute
von Angela Huemer
Während die UNHCR einen neuen Höchststand von Flüchtlingen meldet und immer mehr Menschen auf der Flucht sterben, droht sich Europas Abschottungspolitik zu verschärfen.
Mare Nostrum?
Die 70.Ruhrfestspiele in Recklinghausen
von Rolf Euler
Im Mai und Juni fanden zum siebzigsten Mal die Ruhrfestspiele in Recklinghausen statt. Neben Klassischem und bewährten internationalen Produktionen gingen die Veranstalter diesmal auch auf ein sehr aktuelles Thema ein: Flüchtlinge. Einige von ihnen waren aktiv bei mehreren Projekten dabei.
Breite Front gegen Rassisten
Ergebnisse der Aktionskonferenz «Aufstehen gegen Rassismus»
von Jakob Schäfer
Die Antifa ist aus ihrer lokalen bzw. regionalen Ecke draußen und wieder als bundesweites Bündnis aktiv.
Die extreme Rechte – von den Rechtspopulisten bis zu den offen auftretenden Faschisten und Neonazis – nutzt die verschärfte Abschottungspolitik gegenüber Migranten sehr erfolgreich.
Lastenausgleich
Die alte soziale Frage neu stellen
von Manfred Dietenberger
In Deutschland geistert nervös die medial genährte Sorge um, die ankommenden Flüchtlinge und anderen Einwanderer würden «uns» das Geld aus dem Sack ziehen, «unseren» Sozialstaat plündern und «unsere» Arbeit und Wohnungen wegnehmen. Das freut die asozialen Reichen in diesem Land.
Mare Nostrum
Am Rande notiert
von Rolf Euler
«Mare Nostrum?» Ist das Mittelmeer immer noch «unser Meer?» fragen die Ruhrfestspiele Recklinghausen in ihrem diesjährigen Motto. Das Fragezeichen im 70.Jahr der Festspiele versucht aus mehreren Gründen, zum Denken anzuhalten. Es ist – neben anderen, dem Theater geschuldeten Gründen – auch eine Reaktion auf die Flucht von Tausenden in den letzten Jahren, an deren Schicksal die Ruhrfestspiele in mehreren Aufführungen und Veranstaltungen anknüpfen.
Linke für offene Grenzen für alle? – Debatte, Teil I
Es besteht die Möglichkeit…
von Anton Holberg
Btr.: „Müssen Linke für offene Grenzen für alle sein?“ (SoZ Mai 2016, S.19)
(Ungekürzte Fassung – nur online)
Um weitere Stellungsnahme bittend veröffentlichte die „Sozialistische Zeitung“(SoZ) im Mai zwei Beiträge zur Parole „Offene Grenzen für Alle“,
Linke für offene Grenzen für alle? – Debatte, Teil II
Abstrus
Tino Plancherel schreibt in der Mai-Ausgabe der SoZ von «eurozentristisch verblendeten Vertretern der absoluten Personenfreizügigkeit». Er begründet seine ablehnende Haltung gegenüber offenen Grenzen für Flüchtlinge mit dem Ärztemangel in armen Ländern. Das ist schon deshalb Unsinn, weil die «Ärzte» (respektive alle Arten gut ausgebildeter Leute aus solchen Gegenden) in ihrer Mehrzahl nicht als Flüchtlinge, sondern als angeworbene Arbeitskräfte in zahlungskräftigere Länder kommen. Mit den aktuellen Flüchtlingsdramen hat das null und nichts zu tun.
Linke für offene Grenzen für alle? – Debatte, Teil III
Schöne Grüße aus Griechenland,
wo ca. 80000 Flüchtlinge zum Teil unter menschenunwürdigen Bedingungen, zum Teil in gefängnissartigen Lagen leben – in einem Land mit einer mehrheitlich «sozialistischen» Regierung.