Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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Buch 1. Oktober 2016

Patrick Kingsley: Die neue Odyssee. Eine Geschichte der europäischen Flüchtlingskrise.

München: C.H.Beck, 2016. 332 S., 21,95 Euro
von Angela Huemer

Die neue Odyssee nennt Kingsley sein Buch, wissend, dass Migration mitnichten ein neues Phänomen ist. Nicht umsonst stellt der äußerst begabte und belesene junge Journalist und Autor ein Zitat aus Homers Odyssee (V.Gesang) voran, das ich hier wiedergeben will, da es trefflicher nicht sein könnte (Kingsley verweist im Buch übrigens auch auf Vergils Aeneis):

Bewegung 1. September 2016

Linke Debatte über Flüchtlingspolitik

Zuzug begrenzen?
von Manuel Kellner

Mit ihrer Kritik an Angela Merkels Flüchtlingspolitik («Wir schaffen das») als «leichtfertig» nach einem der Anschläge in diesem Sommer hat Sahra Wagenknecht eine heftige Debatte über linke Flüchtlingspolitik in der Partei Die LINKE losgetreten. Wagenknecht wurde vorgeworfen, rechte Positionen zu bedienen. Sowohl radikal linke wie auch dem Reformerflügel angehörende, führende Mitglieder der Partei beharrten ihr gegenüber auf der Position der «offenen Grenzen» und der Weigerung, sich auf irgendwelche Zuzugsbeschränkungen einzulassen.

Arbeitswelt 1. Juli 2016

Keine Schleuserdienste im Betrieb!

Was der Betriebsrat tun kann, damit Flüchtlinge am Arbeitsplatz integriert werden
von Tobias Michel*

Solidarität mit den Flüchtlingen! Auf dem Papier ist das leichter. Kompliziert wird’s, wenn wir in den konkreten betrieblichen Verhältnissen auch dieses Thema nicht der Personalchefin überlassen wollen.

Flucht/Migration 1. Juli 2016

welcome2stay

Eindrücke von der ersten Konferenz der Fluchthelferbewegung
von Karl-Ludwig Ostermann

«Ein kleines Stück Brot in der Heimat
ist besser als ein großes in Europa
– nur, Zuhause war kein Brot»

Plakat in Leipzig

Flucht/Migration 1. Juli 2016

Auf ewig in der Vorhölle

Noch nie gab es so viele Flüchtlinge wie heute
von Angela Huemer

Während die UNHCR einen neuen Höchststand von Flüchtlingen meldet und immer mehr Menschen auf der Flucht sterben, droht sich Europas Abschottungspolitik zu verschärfen.

Flucht/Migration 1. Juli 2016

Mare Nostrum?

Die 70.Ruhrfestspiele in Recklinghausen
von Rolf Euler

Im Mai und Juni fanden zum siebzigsten Mal die Ruhrfestspiele in Recklinghausen statt. Neben Klassischem und bewährten internationalen Produktionen gingen die Veranstalter diesmal auch auf ein sehr aktuelles Thema ein: Flüchtlinge. Einige von ihnen waren aktiv bei mehreren Projekten dabei.

Flucht/Migration 1. Juni 2016

Breite Front gegen Rassisten

Ergebnisse der Aktionskonferenz «Aufstehen gegen Rassismus»
von Jakob Schäfer

Die Antifa ist aus ihrer lokalen bzw. regionalen Ecke draußen und wieder als bundesweites Bündnis aktiv.

Die extreme Rechte – von den Rechtspopulisten bis zu den offen auftretenden Faschisten und Neonazis – nutzt die verschärfte Abschottungspolitik gegenüber Migranten sehr erfolgreich.

Flucht/Migration 1. Juni 2016

Lastenausgleich

Die alte soziale Frage neu stellen
von Manfred Dietenberger

In Deutschland geistert nervös die medial genährte Sorge um, die ankommenden Flüchtlinge und anderen Einwanderer würden «uns» das Geld aus dem Sack ziehen, «unseren» Sozialstaat plündern und «unsere» Arbeit und Wohnungen wegnehmen. Das freut die asozialen Reichen in diesem Land.

Flucht/Migration 1. Juni 2016

Mare Nostrum

Am Rande notiert
von Rolf Euler

«Mare Nostrum?» Ist das Mittelmeer immer noch «unser Meer?» fragen die Ruhrfestspiele Recklinghausen in ihrem diesjährigen Motto. Das Fragezeichen im 70.Jahr der Festspiele versucht aus mehreren Gründen, zum Denken anzuhalten. Es ist – neben anderen, dem Theater geschuldeten Gründen – auch eine Reaktion auf die Flucht von Tausenden in den letzten Jahren, an deren Schicksal die Ruhrfestspiele in mehreren Aufführungen und Veranstaltungen anknüpfen.

Nur Online 1. Juni 2016

Linke für offene Grenzen für alle? – Debatte, Teil I

Es besteht die Möglichkeit…
von Anton Holberg

Btr.: „Müssen Linke für offene  Grenzen für alle sein?“  (SoZ Mai 2016, S.19)
(Ungekürzte Fassung – nur online)

Um weitere Stellungsnahme bittend veröffentlichte die „Sozialistische Zeitung“(SoZ) im Mai zwei Beiträge zur Parole „Offene Grenzen für Alle“,

Europa 1. Juni 2016

Linke für offene Grenzen für alle? – Debatte, Teil II

Abstrus

Tino Plancherel schreibt in der Mai-Ausgabe der SoZ von «eurozentristisch verblendeten Vertretern der absoluten Personenfreizügigkeit». Er begründet seine ablehnende Haltung gegenüber offenen Grenzen für Flüchtlinge mit dem Ärztemangel in armen Ländern. Das ist schon deshalb Unsinn, weil die «Ärzte» (respektive alle Arten gut ausgebildeter Leute aus solchen Gegenden) in ihrer Mehrzahl nicht als Flüchtlinge, sondern als angeworbene Arbeitskräfte in zahlungskräftigere Länder kommen. Mit den aktuellen Flüchtlingsdramen hat das null und nichts zu tun.

Europa 1. Juni 2016

Linke für offene Grenzen für alle? – Debatte, Teil III

Schöne Grüße aus Griechenland,

wo ca. 80000 Flüchtlinge zum Teil unter menschenunwürdigen Bedingungen, zum Teil in gefängnissartigen Lagen leben – in einem Land mit einer mehrheitlich «sozialistischen» Regierung.