Der A1-Mobil-Skandal
Warum ein vollständiges Verbot Öffentlich-Privater Partnerschaften (ÖPPs) nötig ist
von David Stein
Das Konsortium A1 Mobil bewirtschaftet einen 72,5 Kilometer langen, mautpflichtigen Streckenabschnitt der Autobahn zwischen Hamburg und Bremen (Hansalinie). Am 21.August dieses Jahres wurde bekannt, dass A1 Mobil die Bundesrepublik Deutschland auf 645 Millionen Euro verklagt.
Rendite, Rendite!
Der gefährliche Paradigmenwechsel der deutschen Entwicklungspolitik
von Niema Movassat*
Lassen wir uns durch die Rekordwerte des Entwicklungshaushalts und Deutschlands steigenden Anteil der öffentlichen Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit nicht in die Irre führen: Die deutsche Entwicklungspolitik erlebt derzeit einen Rückschlag nach dem anderen. Nicht nur wird die Entwicklungszusammenarbeit vor den Karren der menschenverachtenden Flucht- und Migrationsabwehr gespannt.
Sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht!
Die «Märsche für das Leben» treffen auf Widerstand
von Gisela Notz*
Wir hätten den schönen Septembertag auch anders nutzen können. Aber wir mussten unseren Protest auch in diesem Jahr auf die Straße tragen, denn am 16.?September 2017 marschierten sie wieder, die christlichen Fundamentalisten.
Gesellschaftlich anerkannt, miserabel bezahlt
Hebammen kämpfen um ihren Beruf
von Ute Abraham
Im September tourte der Deutsche Hebammenverband (www.hebammenverband.de) durch Deutschland, um vor der Bundestagswahl auf die Situation in der Geburtshilfe aufmerksam zu machen. Nicht einfach! Während des Wahlkampfs hat das Thema wenig Wellen geschlagen. Von den kandidierenden Parteien waren es lediglich DIE LINKE und die Grünen, die sich Gedanken insbesondere über den Einsatz von Hebammen in strukturschwachen Regionen gemacht haben.
«We’ll come United»
Parade für das Recht auf soziale Rechte
von Violetta Bock
Eine Woche vor der Bundestagswahl setzten in Berlin etwa 10000 Menschen unter dem Motto «We’ll come United – für das Recht auf soziale Rechte» ein klares Zeichen gegen Rassismus und die Verschärfungen des Asylrechts.
Gesichtserkennung im öffentlichen Raum
Überwachung am Bahnhof Südkreuz, Berlin
von ak
Die Zerstörung der Persönlichkeitsrechte der Individuen wird immer umfassender, die Mittel dazu immer perfider.
Am Berliner Bahnhof Südkreuz, einem von vier Regionalbahnhöfen, hat der Bundesinnenminister jetzt ein Pilotprojekt gestartet, mit dem eine automatische Gesichtserkennung möglich werden soll.
Ein gefährliches Versprechen
Sicherheit durch Überwachung!
von Friedemann Ebelt, digitalcourage
So wünscht es sich Innenminister Thomas de Maizière: Wer einen Bahnhof oder ein Schwimmbad betritt, wird von einer Videokamera erfasst. Sofort tastet ein Algorithmus das Gesicht automatisch ab. Mit einer Datenbank wird im selben Moment abgeglichen, ob das Gesicht dem einer gesuchten Person ähnelt. Wenn ja, schlägt das System Alarm und alles ist gut. Die perfekte Überwachung ist das Ende von Kriminalität. Nein, sie ist ein Albtraum.
Nach der Bundestagswahl 2017
Ende der politischen Stabilität
von Angela Klein
20.9.2017
Die Bundestagswahl 2017 stellt in der politischen Geschichte der BRD eine politische Zäsur dar. Sie bedeutet das Ende der relativen politischen Stabilität im wirtschaftlich stärksten und dominierenden Land der Europäischen Union.
Frauen im subsaharischen Afrika
Opfer von Landraub und patriarchalischen Strukturen
von Klaus Engert
Die Wirklichkeit der überwältigenden Mehrheit der Frauen in Afrika ist nach wie vor von ökonomischer wie ideologischer Abhängigkeit in einer männerdominierten Lebenswelt geprägt.
Flucht in Afrika
Wo Flüchtlinge ganze Städte bilden
von Klaus Engert
Die Zahlen über die Verteilung von Flüchtlingen über die Kontinente müssen Europäer immer wieder beschämen…
Als ich im Jahr 1996 in Nordkenia in der Versorgung der Kriegsopfer aus dem Bürgerkrieg im Sudan arbeitete, hatte ich einmal im Monat auch ein Flüchtlingscamp chirurgisch zu betreuen. Es handelte sich um das in der nordkenianischen Steppe, einer der ärmsten Regionen Kenias, im Gebiet der Turkana gelegene, von der Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen UNHCR eingerichtete Camp Kakuma.
Daten sammeln, Geld machen
Weg vom Fenster
von Rolf Euler
Als langjähriger Linux-Nutzer musste ich vor kurzem für einen Vereinsrechner Windows 10 «lernen». Wenn man es nimmt, wie Microsoft das vorgibt, gibt es da anscheinend nicht viel zu lernen, man nutzt die neuen Programme, inzwischen Apps genannt, und gut. Gut?
Nichts ist gut. Es geht nicht nur um die Kacheln auf der Oberfläche, die auf so unnötige Dinge wie Spiele, Twitter, Store, auf Microsoft- oder Google-eigene Programme (Gmail, Edge, OneNote) und den Wetterbericht einen Schnellzugriff versprechen.
«Schau mir in die Augen…» – Gesichtserkennung
Ein Großversuch am lebenden Objekt
von Rolf Euler
Schaut der Kamera in die Augen – und lasst euer Gesicht erkennen, wo und wann ihr gerade unterwegs seid, ihr Untertanen des unter christlichem Vorzeichen auftretenden Innenministers Misere.
Ach, was waren das doch für Zeiten, 1948, als die von George Orwell nur eine Fantasie war. Nun wird sie getoppt von Polizei, Bundespolizei, Deutscher Bahn und Innenministern – die Wirklichkeit geht über die Fantasie hinaus.