Volkseigentum
An den Rand notiert
von Rolf Euler
«Ich denke, Sozialismus ist der einzig mögliche Ausgang aus der Geschichte. Weil, wenn die Probleme mittlerweile Volkseigentum geworden sind, also ausnahmslos alle betreffen, müssen auch die Mittel zur Lösung der Probleme Volkseigentum werden. Wobei ich unter Sozialismus keine Ideologie verstehe, sondern einfach das Gegenteil von Egoismus.»
«Wir müssen unsere Solidarität mit den jungen Leuten zeigen»
Auch Christinnen und Christen sind aktiv im Widerstand gegen den
Abriss der Dörfer im Rheinischen Revier
Gespräch mit Negen Jansen
Seit Jahrhunderten sind die Kirchen in den ländlichen Gebieten eine wichtige Institution. Dorfbewohner werden dort getauft, heiraten und beerdigen ihre Angehörigen auf dem kirchlichen Friedhof. In den Braunkohleregionen werden die Kirchen – viele stehen unter Denkmalschutz – zusammen mit den Dörfern zerstört.
Keine Bedarfsgerechtigkeit
Die soziale Schlagseite der Pandemie
von Christoph Butterwegge*
Armut macht bekanntlich krank. Und Arme sterben früher. Das gilt in Corona-Zeiten mehr denn je. Zumal die Pandemie immer mehr Menschen ins Elend stürzt und die Schere zwischen arm und reich noch weiter auseinandergeht.
Für einen Lohn, der zum Leben reicht – in der ganzen EU
Die EU-Kommission hat eine Mindestlohninitiative angekündigt
von Özlem Demirel
Mindestlohn. Deutschland kennt ihn als gesetzlich festgeschriebenen Anspruch aller abhängig Beschäftigten auf eine bestimmte Entlohnung je Zeitstunde.
2048
Szenen aus einer Welt von morgen
von der Redaktion
Wenn wir Menschen für dafür gewinnen wollen, dass sie für eine andere Gesellschaft kämpfen, dann müssen sie eine Vorstellung davon bekommen, wie es denn anders gehen könnte – und natürlich auch den Eindruck bekommen, Veränderung ist machbar.
Sozialer Protest
Hartz-IV-Beziehende fangen an sich zu wehren
von Ravi T. Kühnel
In Kassel protestierten Ende September rund 50 Hartz-IV-Beziehende für menschenwürdige Verhältnisse, gegen Schikanen und Sanktionen. Verschlossene Türen, lange Warteschlangen, kaltes Bürokratendeutsch und schlicht zu wenig Geld machen den Betroffenen das Leben mit Corona besonders schwer.
Heimat und Vertreibung in Deutschland
Ein Bericht aus dem Rheinischen Revier
dokumentiert
Sabine Schölermann stammt aus Garzweiler. Auf einer Veranstaltung der Naturfreunde Köln im Vorfeld der Großdemonstration am 30.8. hat sie berichtet, wie sie in ihrer Jugend die Vertreibung aus dem Dorf erlebt hat.
Garzweiler war ein alter Ort, urkundlich erwähnt schon im 12.Jahrhundert.
«Sie zerbrechen deine Träume»
Geflüchtete protestieren gegen ihre Sammelunterbringung
von Nonni Morisse*
Die Landesaufnahmestelle (LASt) für Geflüchtete im Land Bremen steht in der Nordbremer Lindenstraße. Es ist ein großes, ehemaliges Bürogebäude mit drei riesigen strahlenförmig abgehenden Trakten. Ausgelegt ist der Bau für 700 Menschen.
Obdachlosigkeit in Zeiten der Pandemie
Wohnraum entscheidet über Leben und Tod
aus der Wohnungslosenzeitung fifty-fifty
In den ersten Wochen der Corona-Aufregung gerieten oft die Menschen völlig aus dem Blick, die sowieso schon länger «am Rande» der Gesellschaft leben (müssen), und die von der sozialen Spaltung besonders betroffen sind, nämlich Arme und insbesondere Obdachlose.
Einfach nichts
Transferleistungsbeziehende erhalten von keiner Ebene Geld
von Violetta Bock
Viele Hilfspakete werden geschnürt, Million um Million verpackt, Hilfspakete, Konjunkturpakete, Wiederankurbelungspakete, Mitte Mai sogar ein Sozialschutz-Paket II.
Fridays for Future
«Soziale Forderungen werden bei uns jetzt viel mehr diskutiert»
Gespräch mit FfF-AktivistInnen
Nach dem Klimapaket der Bundesregierung und der erzwungenen Aktionspause durch Corona suchen Fridays for Future neue Wege
Systemrelevant 1
Altenpflege – mehr Arbeit, weniger Personal
Gespräch mit einer Altenpflegerin
Die vermehrten Todesfälle in Pflegeheimen haben die Situation in den Altenpflegeeinrichtungen ins Zentrum gerückt. Dort wohnen nicht nur Risikopatienten, es gibt auch immer wieder Kritik, dass dort Schutzmaßnahmen fehlen, und wie auch in anderen Bereichen mangelt es an Personal.