Deutscher Kolonialismus – eine Ausstellung in Berlin
Versuch einer Aufarbeitung
von Larissa Peiffer-Rüssmann
Das Deutsche Reich gehörte von 1884 bis 1919 zu den großen Kolonialmächten – über 35 Jahre lang. Umso erstaunlicher ist es, dass es im Deutschen Historischen Museum (DHM) in Berlin, das sich als Ort der «Vermittlung von Geschichte» versteht, «kaum Hinweise auf Deutschlands Kolonialgeschichte» gibt, wie schon vor Jahren eine Gruppe junger Historikerinnen kritisierte.
Europas Geschichte mit Afrika
Eine kleine Geschichte der Migration
von Angela Huemer
Angesichts der vielen Menschen, die aktuell auf der Flucht sind, dabei ihr Leben lassen oder vor Zäunen ausharren, und angesichts der zunehmenden Abwehrmassnahmen und in Erwägung gezogener Notstandsgesetze (Österreich) lohnt ein Blick darauf, dass es Migration immer schon gab – vor allem innerhalb des afrikanischen Kontinents –, und dass Europa nur einer der Zielorte ist – und das erst seit kurzem.
BRICS-Serie, Teil 5
Südafrika: Der geschwärzte Kapitalismus
von Ingo Schmidt
Unter dem Apartheidregime ging es der schwarzen Bevölkerungsmehrheit besser: Zu dieser traurigen Einschätzung ließ sich der Anti-Apartheid-Veteran Desmond Tutu 2014, 20 Jahre nach dem Ende des Apartheidregimes, hinreißen. Und fügte hinzu, er sei froh, dass viele der alten Kampfgefährten die seither erfolgte Ausbreitung von Ungleichheit, Armut und Korruption nicht mehr miterleben mussten.
Sheraton Addis Abbeba
Wenn Luxus und Ausbeutung aufeinandertreffen
Interview mit einem Gewerkschaftsaktivisten aus Äthiopien
Dawit Samuel Misganaw* aus Äthiopien hat 14 Jahre in der Hauptstadt Addis Abbeba im Sheraton Addis gearbeitet. Das Luxushotel ist Teil der Starwood’s Luxury Collection und wird vor allem von internationalen Gästen zu Tagungszwecken besucht.
Dawit wurde 2013 gekündigt, weil er die Gewerkschaft Sheraton Addis Basic Labor Union (SABLU) aufgebaut hatte.
Was tut die Bundeswehr in Mali?
Der Kriegseinsatz an der Seite Frankreichs ist hochgradig konterproduktiv
von Bernard Schmid
Die Sahelzone wird, neben dem Aktionsraum des IS in Syrien und im Irak, zu den nächsten Einsatzorten der deutschen Bundeswehr zählen. In Mali sollen die deutschen Streitkräfte die seit Januar 2013 in dem westafrikanischen Land intervenierende französische Armee «entlasten».
«Wir sind hier, weil ihr bei uns seid»
Einige Gründe, warum Afrikaner fliehen
von Klaus Meier
Warum sind so viele bereit, ihre Heimat zu verlassen und sich großen Gefahren, sogar dem Tod auszusetzen? Beim Hinterfragen der Fluchtursachen stößt man rasch auf den europäischen Imperialismus, der auch noch zu Beginn des 21.Jahrhunderts spürbar ist.
Das Handy*
„und es sterben haufenweise Kinder…“
von Ernesto Cardenal
Du sprichst in dein Handy
und redest und redest
und lachst in dein Handy
Wahlen in Nigeria
«Ich hoffe, es kommt nicht schlimmer»
von Klaus Engert*
Die Wahlen in Nigeria vom 28.März (Präsidentenwahl) und 11.April (Gouverneurswahlen in 28 Bundesstaaten) brachten in beiden Fällen einen Erdrutschsieg des All Progressives Congress (APC), eines Zusammenschlusses von vier vorwiegend regional verankerten Parteien.
Boko Haram:
Räuberbande mit ideologischem Mäntelchen
von Klaus Engert
Eigentlich sollten am 14.Februar in Nigeria die Präsidentschaftswahlen stattfinden. Der amtierende Präsident Goodluck Ebele Jonathan von der People’s Democratic Party tritt gegen den Ex-Militärdiktator Muhammadu Buhari vom All Progressives Congress an.
Nigeria: Ein Land auf Öl
Obwohl Nigeria dank seines Ölreichtums die größte Volkswirtschaft Afrikas ist, kommt bei den Armen wenig davon an.
von Klaus Engert
Am Morgen des 18.Juni 2014 zog eine gigantische schwarze Rauchsäule von der Lagune der Lagos vorgelagerten Insel Ilora in Richtung Victoria Island. Eine Flamme stach weit sichtbar in den Himmel. In der Nacht zuvor war eine Pipeline, die den offshore angelieferten Sprit über die Inseln aufs Festland befördert, in die Luft geflogen – nicht zum ersten Mal.
Ebola, Armut und Rassismus
Sechs Gründe, warum die Krankheit zu einer Epidemie wird
von Klaus Engert
Die deutschen Behörden haben unbemerkt eine unangenehme Wahrheit ausgesprochen: Ebola ist bzw. wäre für Deutschland (und andere reiche Industriestaaten) kein besonders großes Problem. In den betroffenen Ländern ist das völlig anders. Aus mehreren Gründen.
USA: 15 Dollar Mindestlohn in Seattle
Die Stadt Seattle im US-Bundesstaat Washington hat den Mindestlohn auf 15 Dollar (etwa 11 Euro) erhöht: ein Meilenstein, der hart umkämpft bleibt.
Vor einigen Jahren schien der Ruf nach einem Mindestlohn von 15 Dollar pro Stunde aus den Reihen der Niedriglöhner bei Walmart und der Fast-Food-Sparte kühn und inspirierend, keiner dachte, dass man ihn in absehbarer Zeit durchsetzen könnte.