Von der Kurzarbeit zur Vier-Tage-Woche
Sind Bosch und ZF Friedrichshafen Vorreiter der kommenden Metalltarifrunde?
von Manfred Dietenberger
Das Stiftungsunternehmen ZF Friedrichshafen am Bodensee, nach Bosch und Conti der drittgrößte Automobilzulieferer Europas, steckt tief in den roten Zahlen – nicht nur wegen den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie, vielmehr wegen der Absatzeinbrüche im Zusammenhang mit der anhaltenden Strukturkrise in der Automobilindustrie.
Konzerninterner Standortkrieg in Sicht
Beim neuen Vertrag mit ZF Friedrichshafen zahlen die Beschäftigten nur drauf
von Manfred Dietenberger
Die normative Kraft des Faktischen zwang den Autozulieferer ZF Friedrichshafen Anfang August zu einem historischen Beschluss: Künftig will er keine Antriebskomponenten mehr entwickeln, die nur für Fahrzeuge mit reinen Verbrennungsmotoren geeignet sind.
Zur Konversion gezwungen
Der gesättigte Automarkt, die Klimakrise und Corona lassen dem Autozulieferer ZF Friedrichshafen keine andere Chance
von Manfred Dietenberger*
Die Lage ist wirklich ernst: «Unsere jüngste Umfrage zeigt: Über 80000 Beschäftigte in 270 Betrieben sind in hoher oder akuter Insolvenzgefahr. Und diese Zahlen steigen», sagt Jörg Hofmann, der Vorsitzende der IG Metall, Anfang Juni 2020.
Die Ernte ist sicher…
…nur die Erntehelfer nicht
von Manfred Dietenberger
Der Lebensmittelmarkt ist hart umkämpft und es herrscht ein gnadenloser Preisdruck, der an die Erzeuger weitergeben wird. Insbesondere bei der Ernte.
Das DGB-Ortskartell
Die Zukunft nicht den Bossen überlassen
von Manfred Dietenberger
In schwindelerregendem Tempo katapultierte die Corona-Pandemie Deutschland und die Welt in eine allumfassende Krise, eine Kombination aus Shutdown-, Wirtschafts- und Finanzkrise. Und alles andere als nur nebenbei droht uns schon übermorgen die Klimakatastrophe. Damit drängen alle Widersprüche des kapitalistischen Systems fast gleichzeitig an die Oberfläche.
Der neue Burgfrieden
Das Kapital nutzt die Gunst der Stunde
von Manfred Dietenberger
In Zeiten der Not stehen die Spitzenvertreter von Staat, Kapital und Arbeit bekanntlich in Treue fest zusammen. Das war nicht immer so.
Georg Leber (1920–2012)
Ein waschechter Kommunistenfresser
von Manfred Dietenberger
Georg Leber wurde 1966 von der rechtsgerichteten britischen Tageszeitung Daily Mail als bedeutendster Gewerkschaftsführer Europas bezeichnet. Das war er sicher nicht.
Tarifflucht = Lohnraub und Sozialdiebstahl
Um die Tarifbindung ist es in der Bundesrepublik nicht mehr gut bestellt
von Manfred Dietenberger
Die deutschen Gewerkschaften feierten letztes Jahr das sog. Stinnes-Legien-Abkommen. Am 15.November 1918, nur wenige Tage nach dem Beginn der deutschen Novemberrevolution, ging damals unter den Fabrikherren die Angst vor der Räterepublik um.
Gregor Gog …
… und der Internationale Vagabundenkongress 1929
von Manfred Dietenberger
Gregor Gog kam am 7.November 1891 in Schwerin als Sohn einer Magd und eines Zimmermanns auf die Welt. Die Mutter sagt zu ihrem Sohn, der eigentlich Pfarrer oder zumindest Beamter werden sollte, später einmal: «Es wäre besser gewesen, ich hätte dich in der Badewanne ertränkt.»
Max Hoelz…
…und die individuelle Expropriation der Expropriateure
von Manfred Dietenberger
Das bilderbuchschöne, kleine Dorf Todtmoos-Rütte im Südschwarzwald dient schon seit langem vielen, Erholung an Leib und Seele suchenden Städtern als romantisches Refugium. Todtmoos-Rütte war über viele Wochen auch der Ort, an dem sich nach fast siebeneinhalb Jahren Gefängnis der zwar nicht gebrochene, aber durch die lange Isolierung und Einzelhaft doch angegriffene Revolutionär Max Hoelz (1889–1933) daran machte, wieder zu Kräften zu kommen und sich wiederzufinden. Viel zulange war er unschuldig von der Klassenjustiz der Freiheit beraubt gewesen.
Umweltorientierung von Gewerkschaften
Von den australischen Bauarbeitern lernen, heißt siegen lernen
von Manfred Dietenberger
In letzter Zeit spielen die Themen Klimawandel und Transformation der Industrie bei den deutschen Gewerkschaften wieder eine wichtige Rolle.
«Wohnen ist ein Menschenrecht»
Bezahlbare Wohnungen braucht das Land
von Manfred Dietenberger
Schon im Kommunistischen Manifest war zu lesen: «Ist die Ausbeutung des Arbeiters durch den Fabrikanten so weit beendigt, dass er seinen Arbeitslohn bar ausgezahlt erhält, so fallen die andern Teile der Bourgeoisie über ihn her, der Hausbesitzer, der Krämer, der Pfandverleiher usw.» Mehr als 170 Jahre später sagt Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), bezahlbares Wohnen sei «die neue soziale Frage unserer Zeit».