Blick zurück im Zorn
Der telegraph Nr.135/136 zum Herbst ’89 in der DDR
von Rolf Euler
30 Jahre nach der Öffnung der Berliner Mauer und den anschließenden Monaten der Hoffnung auf ein anderes Regime in der ehemaligen DDR kommt mit dem neuen telegraph die Korrektur des (oft westlichen) Blicks auf Mauerfall und deutsche Einheit.
weiterlesenDer Herbst ’89 in der DDR
Als politische Führung mit einer Perspektive für eine neue DDR hat die Opposition versagt
Gespräch mit Bernd Gehrke
Der Sieger schreibt die Geschichte. Das ist auch beim Ende der DDR nicht anders. Aus der Westperspektive hat die Öffnung der Mauer am 9.November das Ende der DDR eingeläutet, der Moment also, wo die Waren in den Osten und die Menschen in den Westen gingen. Aus Ostperspektive stellt sich die Sache ganz anders dar – da war der Mauerfall erst der Beginn des gesellschaftlichen Aufbruchs in der DDR.
weiterlesenDie Mythen der alten BRD
Büchertipps zur Deutschen Nachkriegsgeschichte
von Paul B. Kleiser
Zwei Neuerscheinungen beschäftigen sich mit einer Reihe von offiziellen Narrativen, wie sie von der Politik in der Nachkriegszeit erfunden wurden und bis heute, sogar von Linken, nachgebetet werden.
weiterlesenMax Hoelz…
…und die individuelle Expropriation der Expropriateure
von Manfred Dietenberger
Das bilderbuchschöne, kleine Dorf Todtmoos-Rütte im Südschwarzwald dient schon seit langem vielen, Erholung an Leib und Seele suchenden Städtern als romantisches Refugium. Todtmoos-Rütte war über viele Wochen auch der Ort, an dem sich nach fast siebeneinhalb Jahren Gefängnis der zwar nicht gebrochene, aber durch die lange Isolierung und Einzelhaft doch angegriffene Revolutionär Max Hoelz (1889–1933) daran machte, wieder zu Kräften zu kommen und sich wiederzufinden. Viel zulange war er unschuldig von der Klassenjustiz der Freiheit beraubt gewesen.
weiterlesenFiktion und Wirklichkeit
Zur Bilanz der deutschen Revolution 1918–1923
von Manuel Kellner
Seit November 2018 begleitet Manuel Kellner die deutsche Revolution vor 100 Jahren in kleinen Serienartikeln und verschiedenen längeren Beiträgen bzw. Themen. Die vorliegende Bilanz beschließt jetzt die Serie. Sie zeigt vor allem eins: Heute wie damals ist ein abschließendes Urteil am Schreibtisch nicht möglich.
weiterlesenLehrbücher umschreiben!
Das Europaparlament in den Fußstapfen Kaczynskis
von Andrej Hunko*
Das EU-Parlament ist traditionell nicht eben als Ort ausgewogener geschichtspolitischer Debatten und Resolutionen bekannt. Was sich dieses Parlament aber am 18.September 2019 mit einer erdrückenden Mehrheit von knapp 82 Prozent in der Resolution mit dem Titel «Bedeutung des europäischen Geschichtsbewusstseins für die Zukunft Europas» an Anmaßung, Ignoranz und Geschichtsverdrehung geleistet hat, geht weit über alles bisher dagewesene hinaus.
weiterlesenGroßbritannien: Die Labour Party, die Linke und die EU
Ein Rückblick und ein Ausblick
von Gus Fagan
1975: das erste Referendum
Im Oktober 1972 stimmte das britische Unterhaus, angeführt vom konservativen Premierminister Edward Heath, mit 356 zu 244 Stimmen für einen Beitritt Großbritanniens zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG); der Beitritt erfolgte im Januar 1973. Es gab dazu kein Referendum.
Nicaragua 1979–2019
Vom Triumph der Sandinisten zum demokratischen Aufstand
von Helmut Wendler
Matthias Schindler: Vom Triumph der Sandinisten zum demokratischen Aufstand – Nicaragua 1979–2019. Berlin?: Die Buchmacherei, 2019. 173 S., 10 Euro
Seit dem Sieg der Frente Sandinista de Liberación Nacional (FSLN) über die mehr als vierzig Jahre dauernde, von den USA gestützte Familiendiktatur des Somoza-Clans im Jahre 1979, war die Unterstützung der nicaraguanischen Revolution über viele Jahrzehnte für die Linke ein Schwerpunkt deutscher und internationaler Solidaritätsarbeit.
weiterlesenVorrevolutionäre Situation 1923
Verpasste Chance zur Machteroberung in Deutschland?
von Manuel Kellner
Nach fünf Jahren latentem und immer wieder ausbrechendem Bürgerkrieg verschärften sich im Jahr 1923 die sozialen und politischen Widersprüche extrem. Die Verelendung großer Teile der Bevölkerung spitzte sich spektakulär zu. Einzig die großen Kapitaleigentümer und Großgrundbesitzer blieben davon verschont.
weiterlesenWem gehört die Revolution?
Replik auf eine «Offene Erklärung» ostdeutscher Bürgerrechtler
von Renate Hürtgen
Am 21.August veröffentlichte die Robert-Havemann-Gesellschaft auf ihrer Webseite eine Offene Erklärung von DDR-Bürgerrechtlern. Diese wandte sich gegen die Alternative für Deutschland (AfD), die «im Wahlkampf die Revolution von 1989 für ihre Zweck zu vereinnahmen» versuchte.
weiterlesenTreuhand und die Folgen
Der größte Raubzug in Friedenszeiten zeigt Folgen bis heute
von Werner Rügemer*
Die Treuhand eröffnete die Übermacht der Unternehmer in der Ex-DDR. Dies setzte sich in ganz Deutschland fort, auch mit der politischen Rechtsentwicklung.
weiterlesen«Offensive» und Niederlage
Zur gescheiterten Märzaktion der VKPD 1921
von Manuel Kellner
Im Dezember 1920 war aus der Fusion der KPD mit dem linken Flügel der USPD die Vereinigte Kommunistische Partei Deutschlands (VKPD) mit schätzungsweise 350000 Mitgliedern hervorgegangen (siehe SoZ 9/2019).
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