Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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1. November 2018

Der Bericht des Weltklimarats sagt:…

…Die Wende weg von den fossilen Energien muss viel schneller kommen
von Wolfgang Pomrehn

Während die IG BCE noch die Kohlekommission bestürmt, die Energiewende ja nicht zu überstürzen, mahnt der UN-Klimarat an, dass die globalen Emissionen bis 2030 um 45 Prozent zurückgefahren sein müssen. weiterlesen

1. November 2018

Großzügiger Vorruhestand und sterbende Städte

Erfahrungen mit den Anpassungsmaßnahmen im Steinkohlebergbau
von Rolf Euler

Die heftigen Auseinandersetzungen um den Ausstieg aus der Braunkohleverstromung geben Anlass, auf das Ende des Steinkohlebergbaus im Saar- und Ruhrgebiet zu blicken, und wie dieser nach Ansicht der Gewerkschaft «sozialverträglich» gestaltet wurde. weiterlesen

1. November 2018

Was hat das OVG Münster entschieden?

Das juristische Tauziehen um den Hambacher Wald
von Hanno Raußendorf*

In seinem Eilbeschluss vom 5.10. hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster entschieden, dass die RWE Power AG den Hambacher Wald nicht roden darf, bis über die Klage des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) NRW gegen den Hauptbetriebsplan 2018–2020 für den Braunkohletagebau Hambach entschieden ist. Damit ist der Wald für die Dauer des Verfahrens, geschätzte weitere zwei Jahre, vorläufig gerettet. weiterlesen

1. Oktober 2018

30 Jahre Wackersdorf

Lieber nachvollziehen, als am Mythos stricken – Ein Zeitzeuge erinnert sich
von Theo Völkl

Dieser Tage ist ein Film über den Widerstand gegen die Wideraufbereitungsanlage (WAA) in Wackersdorf in den 80er Jahren angelaufen. Letztlich konnte die Anlage verhindert werden, doch war dies nicht allein das Verdienst der Bewegung – es kam viel zusammen. Ein Lehrstück für den Hambacher Forst? weiterlesen

1. Oktober 2018

Was tun gegen die wachsende Müllflut?

Wegwerfverpackungen und Gegenstrategien
von Klaus Meier

Auf der Erde wird immer mehr Verpackungsmüll produziert. Besonders Plastik erweist sich als kritisch. Die Weltmeere sind voll davon. An ursprünglich idyllischen Stränden in Afrika oder Asien, wo der Müll nicht regelmäßig eingesammelt wird, sieht es heute aus wie auf wilden Müllkippen. weiterlesen

1. September 2018

Der letzte Strohhalm

An den Rand notiert
von Rolf Euler

Strohhalme, die gar nicht aus Stroh, sondern aus Plastik sind, geisterten tagelang durch die Presse. Als die Hitzewelle noch im Anmarsch, die Meere aber schon länger geschädigt waren, entwickelte die EU Pläne zur Reduzierung des Plastikmülls. Es gibt zwar seit gefühlt hundert Jahren keinen echten Strohhalm aus Getreidestroh mehr, aber es scheint nur zu verständlich, dass diejenigen, die der Öffentlichkeit weismachen, sie täten der Umwelt einen Dienst, zum erstbesten Strohhalm greifen, dem Plastikhalm den Garaus zu machen. weiterlesen

1. September 2018

Das 9.Klimacamp im Rheinland 2018

Wie weiter mit den Protesten gegen die Braunkohle?
von Hanno von Raußendorf

Das diesjährige Klimacamp im Rheinland diente vor allem der Vorbereitung der Aktionen im kommenden Jahr.

Ein fröhliches «Herzlich willkommen» schallt dem Besucher aus dem Zelt am Eingang des Klimacamps entgegen. Die Wiese, einige Kilometer südöstlich von Erkelenz, kommt bekannt vor, war das «Klimacamp im Rheinland» doch im vergangenen Jahr schon an gleicher Stelle. Schnell bekommt der Neuankömmling erklärt, wo alles ist und wie alles funktioniert. weiterlesen

1. September 2018

Auch in Polen entsteht eine ­Klimabewegung

Nahe Konin* fand Mitte Juli das erste Klimacamp des Landes statt
dokumentiert

Polen, Tschechien, Niederlande – die Bewegung gegen den Abbau fossiler Energien, insbesondere gegen die besonders klimaschädliche Braunkohle und das Fracking, breitet sich europaweit aus. Nach dem Beispiel und den spektakulären Aktionen von Ende Gelände werden an entsprechenden Standorten Klimacamps, Blockadeaktionen und Demonstrationen organisiert. weiterlesen

1. September 2018

«Die Grenzen sind wir!»

Proteste gegen Braunkohleabbau in ­Tschechien
dokumentiert

Vom 27.Juni bis 1.Juli fanden Aktionen gegen den Braunkohletageabbau auch in Nordböhmen statt.

Zusammen mit 500 Menschen aus ganz Europa nahmen Aktive von «Ende Gelände» an einer Aktion zivilen Ungehorsams im nordböhmischen Braunkohlerevier teil. weiterlesen

1. September 2018

Raus aus der Kohle, aber wann?

Technische Voraussetzungen und Zeithorizonte
von Hanno von Raußendorf*

Klimabewegung, Umweltverbände, GRÜNE und DIE LINKE fordern ihn vehement, die Regierungsparteien in Berlin würden ihn am liebsten auf eine möglichst lange Bank schieben: die Rede ist vom Kohleausstieg. Er ist in aller Munde, unter welchen Voraussetzungen und in welchem Zeitrahmen aber ist er machbar? weiterlesen

1. September 2018

Der besondere Sommer 2018

Extreme Dürre und Hitzewellen
von Klaus Meier

Die Jahre 2014–2017 waren die bisher vier heißesten seit den weltweiten Wetteraufzeichnungen. Zehn der 15 wärmsten Jahre Deutschlands liegen in diesem Jahrhundert. In diesem Sommer lag zudem die Trockenheit auf Rekord­niveau: Zwischen April und Juli war bisher noch nie ein so geringer Niederschlag registriert worden. Einige Gebiete im Osten waren so trocken wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen vor fünf Jahrzehnten. In Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und in einigen Gebieten im Osten Bayerns ist der Untergrund bis auf zwei Meter Tiefe völlig ausgetrocknet. weiterlesen

6. Juni 2018

Der Bauer kann zusehen …

Zur Agrarpolitik der EU
von Hanno von Raußendorf*

Seit den Römischen Verträgen von 1957 betreibt Europa eine gemeinsame Agrarpolitik (GAP). Überaus erfolgreich war sie in Hinblick auf das dort formulierte Ziel der „Versorgungssicherung mit Lebensmitteln zu angemessenen Preisen durch Produktivitätssteigerung“. Ernährte ein Landwirt zur Zeit der römischen Verträge noch um die zehn Personen, so sind es heute in etwa 140. Nicht so gut funktioniert hat die „Steigerung des pro Kopf Einkommens, um den in der Landwirtschaft beschäftigten eine angemessene Lebenshaltung zu gewährleisten“. Das mittlere Einkommen je Landwirt in Deutschland liegt um etwa 9 Prozent unter einem gewerblichen Vergleichslohn. weiterlesen