Bestürzend schön
Natur erleben
von Rolf Euler
Rad- und Wandertage in diesem sonnigen Frühjahr verführen mich, an den Rand mal über Schönheiten am Wege zu schreiben.
Die renaturierte Seseke, ein früher begradigtes und abwasserführendes kleines Nebenflüsschen der Lippe zwischen Kamen und Hamm, umfließt mit klarem Wasser wieder Kurven und Steine, Nachpflanzungen von Hasel- und Weidenbüschen am Ufer, freundliche Weggestaltung für Radler und Fußgänger. weiterlesen
Die Herbstaktionen von Ende Gelände
Energieversorgung demokratisieren, Wald und Klima retten
von Robin Herbst*
«Ende Gelände!» wird diesen Herbst mit einer Massenaktion zivilen Ungehorsams den Hambacher Forst im Rheinischen Braunkohlerevier schützen. Der Kampf gegen den Energieriesen RWE wirft die grundsätzliche Frage auf: Wollen wir eine weitere Machtkonzentration von Stromkonzernen – oder eine solidarische Gesellschaft, die ihre Energieversorgung ökologisch, dezentral, demokratisch und für alle bezahlbar gestaltet? weiterlesen
In Groningen bebt die Erde
Gegen Gas und für Klimagerechtigkeit in den Niederlanden
von Johanna Frei*
Im August werden Hunderte internationale Aktivistinnen und Aktivisten in der niederländischen Provinz Groningen zu einem Protestcamp erwartet. Der Grund: In Groningen bebt immer wieder die Erde.
Das letzte große Beben ereignete sich im Januar 2018 mit einer Stärke von 3,4 auf der Richterskala. Die Beben werden durch die seit 1963 betriebene massive Erdgasförderung in der Region verursacht. weiterlesen
Artensterben und Agroindustrie
Der Kampf gegen Glyphosat geht in die nächste Runde
von Klaus Meier
Im Sommer 2017 veröffentlichten deutsche Wissenschaftler eine Studie, wonach hierzulande 80 Prozent aller Insekten in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten verschwunden sind. Peter Berthold, ein anerkannter Biologe und langjähriger Leiter des Max-Planck-Instituts für Vogelkunde, schreibt, dass sich die hiesige Vogelpopulation im Vergleich zum 19.Jahrhundert um über 80 Prozent verringert hat. weiterlesen
Tschüss Kohle
Hamburger Volksinitiative
von Michael Lorenz
Am 21.Februar startete die Volksinitiative «Tschüss Kohle» vor dem Hamburger Rathaus ihre Unterschriftensammlung, um den Hamburger Senat zu einem schnellen und gesetzlich festgelegten Ausstieg aus der Kohleverbrennung in Hamburg zu verpflichten. weiterlesen
RWE–E.on
Weiter Teil des Problems
von Wolfgang Pomrehn
Eigentlich läuft doch alles ganz gut mit der Energiewende, oder für einige vielleicht zu gut? Im zurückliegenden Jahr hat es noch einmal einen kräftigen Anstieg der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien gegeben. weiterlesen
Virginia und Miami unter Wasser
Der Meeresspiegel steigt mehr als doppelt so schnell wie angenommen
von Manuel Kellner
Der Meeresspiegel steigt mehr als doppelt so schnell wie bislang vermutet. Das zeigt eine neue Studie (PNAS, Steve Nerem und andere*) vom Februar dieses Jahres. Danach wird er im Jahr 2100 doppelt so hoch sein als bisher angenommen. Dies ist immer noch eine eher konservative Schätzung.
In Wirklichkeit ist die Lage dramatischer. weiterlesen
Folgen der Erderwärmung
Eiszeit…
von Rolf Euler
…hätten wir die gern, angesichts der Erderwärmung? Eiszeit gibt’s in den massiv elektrisch klimatisierten Hochhäusern der Metropolen und in den Wohnhäusern der Wüstenstädte für die Reichen, mit künstlich bewässerten Golfplätzen. Eiszeit gibt’s aber nicht mehr für die an nordpolare Gewässer angrenzenden Gebiete.
Was gibt es stattdessen? Große Wald- und Buschbrände in den USA und Südeuropa. Heftige Tropenhurrikans. Stürme in Europa. weiterlesen
Verkehr verkehrt
Rückschritt statt Fortschritt
von Rolf Euler
Jahrelang haben die deutsche Bundesregierung und die EU versucht, althergebrachte Industriepolitik mit grünem Anstrich zu versehen. Der Versuch ist gescheitert, das wird besonders an der Entwicklung des Verkehrs in Deutschland deutlich. weiterlesen
Riskant über den Rhein
Die neue Brücke bei Leverkusen führt über eine Mülldeponie
von Hanno von Raußendorf
Seit 1923 gibt es in Leverkusen im Stadtteil Wiesdorf entlang des Rheins eine Deponie. Sie wurde zunächst von der Farbenfabrik, dann der I.G. Farben und später vom Bayer-Konzern genutzt. Neben viel Bauschutt und Siedlungsabfällen wurden dort zu etwa 15 Prozent auch Chemieproduktionsabfälle abgekippt, insgesamt 6,5 Millionen Tonnen. weiterlesen
RWE updates: Hambacher Forst bleibt/Goldregen
Vorläufiger Erfolg gegen RWE
dokumentiert
Pünktlich nach dem UN-Klimagipfel Anfang November in Bonn rasselten im Hambacher Forst wieder die Kettensägen, wurden wieder Bäume gefällt, damit noch mehr Braunkohle aus der Erde geholt werden kann. Noch betraf es nicht das besetzte Waldstück, aber die Polizei ging schon wieder mit Pfefferspray gegen die Waldbesetzer vor. Doch dann kam alles anders. Und das liegt daran, dass der BUND gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Köln, das RWE die Fortsetzung der Rodungsarbeiten genehmigt hatte, beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster in Revision ging – und damit Erfolg hatte. weiterlesen
Fahrradfahren in der Stadt
Noch wenig Anreiz umzusteigen
von Rolf Euler
Die autogerechte Stadt war jahrzehntelang das planerische Ziel fast aller Stadtverwaltungen in Deutschland. Gemessen an den Ergebnissen in Form von Staus und Wegezeiten für Autofahrende gilt dieses Ziel inzwischen als verfehlt. Unschädlichere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrende wurden jedoch vernachlässigt bis verdrängt, erst vor wenigen Jahren hat ein Umdenken angefangen, auch weil einige Städte Fahrradbeauftragte mit Wissen und Verantwortung eingestellt haben. weiterlesen