Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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Buch 1. Oktober 2016

Die Krise der Gewerkschaften und Möglichkeiten ihrer Erneuerung

Thomas Goes: Aus der Krise zur Erneuerung? Gewerkschaften zwischen Sozialpartnerschaft und sozialer Bewegung. Köln: PapyRossa, 2016. 186 Seiten, 13,90 Euro
von Manuel Kellner

Das neue Buch von Thomas Goes ist der Aufmerksamkeit aller Gewerkschaftsaktiven, im weiteren Sinne aber auch der Diskussion in der Linken anzuempfehlen.

Buch 1. Oktober 2016

Krimitipp: Luther Blisset: Q und Wu Ming: Altai

Luther Blisset: Q. Deutsch von Ulrich Hartmann. Berlin: Assoziation A, 2016. 704 S., 19,80 Euro
Wu Ming: Altai. Deutsch von Klaus-Peter Arnold. Berlin: Assoziation A, 2016. 352 S., 24 Euro
von Udo Bonn

Die Sondertische zu 500 Jahre Reformation sind in den größeren Buchhandlungen schon gedeckt, was in der Regel dabei fehlt, ist der großartige Roman Q vom Kollektiv Luther Blisset. Vom Verlag Assoziation A wieder aufgelegt, erzählt er über einen Zeitraum von knapp 40 Jahren von der radikalen Interpretation Luthers, von der traumatischen Niederlage der Bauern gegen die vereinigten Fürsten in Frankenhausen,

Buch 1. September 2016

Klassenkämpfe in der UdSSR

Erstausgabe eines Klassikers
von Rolf Euler

Charles Bettelheim: Die Klassenkämpfe in der UdSSR. Bd.3 und 4 (Deutsche Erstausg.) Berlin: Die Buchmacherei, 2016. 666 S., 24 Euro (zzgl.Porto bei Direktbestellung: gester.jochen@berlin.de)

Buch 1. September 2016

Krimi: Max Annas: Die Mauer

Reinbek: Rowohlt, 2016. 221 S., 12 Euro
von Udo Bonn

Ein schrecklicher Tag. Happiness ist müde, zu wenig Schlaf, ihre Tochter hat die ganze Nacht geweint. Und jetzt sitzt sie vor den Monitoren und beobachtet, ob in den sechs Gated Communities einer größeren Stadt in Südafrika alles in Ordnung ist. Die Anweisungen sind nicht eindeutig. Nicht alles soll sie melden, aber wann ist es angebracht, den Sicherheitsdienst vor Ort, die Zentrale oder sogar die Polizei zu informieren?

Buch 1. Juli 2016

Vor 500 Jahren erschien Thomas Morus’ Roman Utopia

Erster sozialistischer Zukunftsentwurf der Neuzeit
von Gerald Munier*

Vor 500 Jahren erschien mit dem Roman Utopia des englischen Staatsmanns und katholischen Klerikers Thomas Morus (englisch Thomas More, 1478–1535) der erste Sozialismusentwurf der Neuzeit und wohl auch überhaupt der erste der Menschheitsgeschichte.

Buch 1. Juli 2016

Rainer Roth: «Sklaverei als Menschenrecht»

Über die bürgerlichen Revolutionen in England, den USA und Frankreich. Frankfurt a.M.: DVS, 2015. 612 S., 15 Euro
von Angela Klein

«Warum heute ein Buch über Sklaverei in England, den USA und Frankreich, den drei Zentren der bürgerlichen Revolution? Haben nicht England (1838), Frankreich (1848) und die USA (1865) ihre Sklaverei und ihren Sklavenhandel (1807–1808) schon vor langer Zeit abgeschafft, weil sie den Werten der universalen Menschenrechte gefolgt sind? Gehört das Thema also nicht der Vergangenheit an? Sollten sich wirklich die bedeutendsten Sklavenhalternationen der sogenannten Moderne mit einem Federstrich aus Vertretern der Barbarei in Vertreter der Humanität verwandelt haben? So hätte man es gern.»

Buch 1. Juli 2016

Krimi: Ross Thomas: Porkchoppers

Deutsch von Alexander Wewerka. Berlin: Alexander, 2016. 309 S., 14,90 Euro
von Udo Bonn

Rumble in the jungle war nicht nur das Motto des legendären Boxkampfs zwischen George Foreman und Muhammad Ali 1974 in Kinshasa. Es ist auch das heimliche Motto eines jeden (Vor-)Wahlkampfs um das Präsidentenamt in den USA. Ein Höchstmaß an Personifizierung, Ausspionierung und Verunglimpfungen des Gegners, Eintreiben von Geldern – auch aus dunklen Quellen, kurze, inhaltslose Reden und hirntötende Musik.

Nur Online 16. Juni 2016

Faulheit als Sünde und Verbrechen

Arbeitswut, Arbeitszwang, Arbeitszeitverkürzung*

von Manuel Kellner

Das hier besprochene Buch dient der politischen Bildung in emanzipatorischer Absicht in herausragender Weise. Die Diskussion über eine ökosozialistische Alternative zur kapitalistischen Klassengesellschaft kann nur daran gewinnen, diese Darstellung und Kritik der christlich-abendländischen Tradition des geharnischten Kampfs gegen die „Faulheit“ und deren Zuspitzung im Zuge der Durchsetzung der kapitalistischen Produktionsweise aufzugreifen und den Vorschlag einer radikalen Verkürzung der – direkt oder indirekt – erzwungenen Arbeitszeit in ihre Vorstellungen zu integrieren.

Buch 1. Juni 2016

Fritz Güde: Umwälzungen. Schriften zu Politik und Kultur

Hrsg. von Sebastian Friedrich. Münster: Edition Assemblage, 2015. 220 S., 20 Euro
von Peter Nowak

Fritz Güde gehörte zu den politisch Verfolgten in der BRD der 70er Jahre. Wegen seiner kurzen Mitgliedschaft im maoistischen KBW bekam er 1974 Berufsverbot. Er war einer von Tausenden, doch sein Fall bekam ein großes Medienecho. Schließlich war er Sohn des Generalbundesanwalts Max Güde. Zudem war Güde zum Zeitpunkt seines Berufsverbots bereits 39 Jahre.

Buch 1. Juni 2016

Nikos Chilas, Winfried Wolf: Die griechische Tragödie

Rebellion, Kapitulation, Ausverkauf. Wien: Promedia, 2016. 228 S., 17,90 Euro
von Hermann Dworczak

Um Griechenland ist es in letzter Zeit ziemlich ruhig geworden. Die Hoffnungen nach dem Wahlsieg von SYRIZA sind weitgehend verflogen – in Griechenland und international. Nikos Chilas und Winfried Wolf zeigen in ihrem materialreichen Buch, wie es dazu gekommen ist.

Buch 1. Juni 2016

Solidarität statt Chaos! – Memorandum 2016

Hrsg. Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik. Köln: Papyrossa, 2016. 263 S., 17,90 Euro
von Rolf Euler

Das neue Memorandum der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik (AAW, www.alternative-wirtschaftspolitik.de) stellt wie jedes Jahr aktuelle Forderungen an die politische Szene – diesmal insbesondere zur EU und der Flüchtlingsmigration. Dabei freut man sich einerseits, jedes Jahr wieder mit alternativen Gedanken zum neoliberalen Mainstream konfrontiert zu werden, andererseits bemerkt man die Zahl der (fast) nutzlosen Appelle und hofft, dass nicht alles, was die AAWler schreiben, im Papierkorb der Geschichte landet.

Buch 1. Juni 2016

Krimi: Malla Nunn: Tal des Schweigens

Hamburg: Argument, 2015. 317 S., 13 Euro
von Udo Bonn

Südafrika 1953, Detective Sergeant Emmanuel Cooper sitzt nach acht Jahren immer noch der Krieg in Europa in den Knochen und in der Seele. Seine Polizeikarriere ist auf dem absteigenden Ast, zu wenig passt er in die Farbskala des Apartheidregimes. Er hat gerade mit der Frau geschlafen, die sein Chef demnächst heiraten will, da ruft dieser ihn an: