Erinnerungen an Robert Steigerwald
Allzeit lernbereit
von Manuel Kellner
Am 30.Juni 2016 ist Robert Steigerwald gestorben. Er war ein prominentes Mitglied der DKP, das erheblichen Einfluss auf die Programmatik dieser Partei hatte.
Klassenkämpfe in der UdSSR
Erstausgabe eines Klassikers
von Rolf Euler
Charles Bettelheim: Die Klassenkämpfe in der UdSSR. Bd.3 und 4 (Deutsche Erstausg.) Berlin: Die Buchmacherei, 2016. 666 S., 24 Euro (zzgl.Porto bei Direktbestellung: gester.jochen@berlin.de)
Filmtipp: Tomorrow
Frankreich 2015
von Angela Huemer
Der Einstieg in den Film bringt – auf zwar leicht gewöhnungsbedürftige Art und Weise, was auch an der deutschen Fassung liegen mag – sehr gut auf den Punkt, worum es geht: «Vor drei Jahren», sagt Mélanie Laurent, eine in Frankreich relativ bekannte Schauspielerin und Regisseurin des Films, den Zuschauern, «als ich gerade schwanger war, erzählte mir Cyril von einer Studie. Die Studie kam zu dem Schluss, dass mein Sohn in einer Welt aufwachsen würde, in der Nahrung, Wasser und Öl knapp sind.»
Krimi: Max Annas: Die Mauer
Reinbek: Rowohlt, 2016. 221 S., 12 Euro
von Udo Bonn
Ein schrecklicher Tag. Happiness ist müde, zu wenig Schlaf, ihre Tochter hat die ganze Nacht geweint. Und jetzt sitzt sie vor den Monitoren und beobachtet, ob in den sechs Gated Communities einer größeren Stadt in Südafrika alles in Ordnung ist. Die Anweisungen sind nicht eindeutig. Nicht alles soll sie melden, aber wann ist es angebracht, den Sicherheitsdienst vor Ort, die Zentrale oder sogar die Polizei zu informieren?
Revolution und Bürgerkrieg in Spanien, Teil IV
Der rote Sommer der Anarchie
von Paul Michel
Die Kollektivierung der Industrie in Katalonien
Wenige Jahre nach der Zwangskollektivierung von Industrie und Landwirtschaft in der Sowjetunion mit der Folge enormer wirtschaftlicher und sozialer Katastrophen und parallel zu der darauffolgenden Welle der Moskauer Prozesse erlebte Spanien zumindest in den von der Gewerkschaftskonföderation CNT dominierten Landesteilen einen «roten Sommer der Anarchie».
Erinnerungen an Robert Steigerwald
Ein Genosse, den wir nie vergessen werden
von Manuel Kellner
Am Donnerstag, den 30. Juni 2016 ist Robert Steigerwald gestorben. Er war ein prominentes Mitglied der DKP, das erheblichen Einfluss auf die Programmatik dieser Partei hatte. Er war auch bis ins hohe Alter ein Kämpfer für die sozialistische Revolution, ein Lehrer und Philosoph, bereit zu lernen bis in den Tod, und bereit zur Zusammenarbeit und zur solidarischen Diskussion mit anderen Linken, sogar mit den ehemals verfemten oppositionellen kommunistischen Richtungen.
Robert Steigerwald gestorben
Presseinformation des DKP-Parteivorstandes, 1. Juli 2016
dokumentiert
Robert Steigerwald (24. März 1925 – 30. Juni 2016) wurde in Frankfurt am Main
geboren und wuchs in einer kommunistischen Arbeiterfamilie auf. Nach dem Abitur wurde
er zur faschistischen Wehrmacht eingezogen und zum Piloten ausgebildet. Nach kurzem
Kriegseinsatz ging er freiwillig in US-amerikanische Gefangenschaft, aus der im Mai 1945
floh und nach Frankfurt zurückkehrte.
Der 4.Juni in Dortmund
Parteinahme für die Rechte der Nazis
von Ulrich Sander
Am Nazi-Tag «der deutschen Zukunft», diesmal in Dortmund, standen 900 Nazis und 6000 Polizisten aus ganz Deutschland gegen 3000 bürgerliche und gewerkschaftliche Demonstranten, 2000 von «BlockaDO» und rund 100 Künstler mit «Spiegelwürfeln» für friedliche Blockaden sowie Tausende Platzbesetzer. Die Polizei erschien erstmals mit Bergepanzern, Unmengen von Tränengas und nicht erkennbarer, weiterer Bewaffnung.
Der Big-Brother-Award
«Da unterschreibe ich doch!»
von Rolf Euler
Der vom Verein Digitalcourage verliehene «Big-Brother-Award» ist ein «Preis» für Personen, Firmen und Institutionen, die sich bei ihrer Datensammelei wenig um Datenschutz und Sicherung kümmern. Er wird seit dem Jahr 2000 vergeben und gilt auch als «Oskar für Datenkraken».
Revolution und Bürgerkrieg in Spanien, Teil III
Der Aufstand der Generäle
von Paul Michel
Vor 70 Jahren öffnete der Wahlsieg der linken «Volksfront» in Spanien den Weg für eine revolutionäre Entwicklung. Dagegen formierten sich die faschistischen Kräfte, die versuchten, die neu gewählte Regierung Quiroga wegzuputschen.
Vor 500 Jahren erschien Thomas Morus’ Roman Utopia
Erster sozialistischer Zukunftsentwurf der Neuzeit
von Gerald Munier*
Vor 500 Jahren erschien mit dem Roman Utopia des englischen Staatsmanns und katholischen Klerikers Thomas Morus (englisch Thomas More, 1478–1535) der erste Sozialismusentwurf der Neuzeit und wohl auch überhaupt der erste der Menschheitsgeschichte.
Rainer Roth: «Sklaverei als Menschenrecht»
Über die bürgerlichen Revolutionen in England, den USA und Frankreich. Frankfurt a.M.: DVS, 2015. 612 S., 15 Euro
von Angela Klein
«Warum heute ein Buch über Sklaverei in England, den USA und Frankreich, den drei Zentren der bürgerlichen Revolution? Haben nicht England (1838), Frankreich (1848) und die USA (1865) ihre Sklaverei und ihren Sklavenhandel (1807–1808) schon vor langer Zeit abgeschafft, weil sie den Werten der universalen Menschenrechte gefolgt sind? Gehört das Thema also nicht der Vergangenheit an? Sollten sich wirklich die bedeutendsten Sklavenhalternationen der sogenannten Moderne mit einem Federstrich aus Vertretern der Barbarei in Vertreter der Humanität verwandelt haben? So hätte man es gern.»