Neo Rauch: Der Archetyp auf der Leinwand
von Jürgen Meier
Die Pinakothek der Moderne, München, und das Leipziger Museum der bildenden Künste richten dem Maler Neo Rauch zu seinem 50.Geburtstag in einer Doppelausstellung Jubiläumsschauen aus. Seine Bilder nennt Rauch «Begleiter», so heißt auch die Doppelausstellung, die bis zum 15.8. zu sehen ist.
Wir trauern um Anna Walentynowicz
80 Jahre alt und welch ein Leben!
von Willi Hajek
Anna Walentynowicz gehörte zu den Menschen, die bei dem Flugzeugabsturz in der Nähe von Katyn am 10.April 2010 ihr Leben verloren.
Marc Thörner: Afghanistan Code
Schießen auf Verdacht. Eine Reportage über Krieg und Fundamentalismus
Hamburg: Edition Nautilus, 2010
160 Seiten, 16 Euro
von Gerhard Klas
März 2009, Imam Sahib, eine Kleinstadt in der Nähe des deutschen Feldlagers in Kundus, Afghanistan. Bei einem Sturm auf das Anwesen des Ortsvorstehers Sufi Manan tötet ein US-Sonderkommando fünf seiner Hausangestellten. Angeblich, so die offizielle Version des US-Militärs, habe es sich um Notwehr gehandelt.
Zur Lage der Welt
Einfach besser leben. Zur Lage der Welt 2010
(Hg. Worldwatch Institute)
München: oekom, 19,90 Euro
von Rolf Euler
Fast zwanzig Jahre nach der Rio-Konferenz, nach gefühlten tausend Büchern über nachhaltiges Wirtschaften und Leben, stehen Menschen mit der Absicht, eine solidarische Gesellschaft zu bauen, vor steigenden Problemen: Die nötige Abkehr von der Übernutzung der natürlichen und kulturellen Ressourcen findet nur in Kleinstschritten statt.
Sloterdijks Klassenanalyse …
… und Heinsohns Sozialhilfebegrenzung
Ist der Mensch ein Wesen, von dem es zu viele gibt?
von Wolfgang Ratzel
Der Staat schaufelt den öffentlichen Reichtum in die privaten Taschen und verarmt dabei. Seine Funktionsfähigkeit hält er dadurch aufrecht, dass er Leistungen für das untere Drittel der Bevölkerung kürzt. Wenn es unten nichts mehr zu streichen gibt, ist der Sozialstaat am Ende. Um solches durchzusetzen – und weitere Spardiktate zu rechtfertigen – muss der ideologische Boden vorbereitet werden, sonst akzeptiert die Gesellschaft das nicht.
Nikolaus Brauns/Brigitte Kiechle: PKK
Perspektiven des kurdischen Freiheitskampfes. Zwischen Selbstbestimmung, EU und Islam
Stuttgart: Schmetterling, 2010
510 S., 26,80 Euro
von Ulf Petersen
Karin Guth: Z 3105: Der Sinto Walter Winter überlebt den Holocaust
Hamburg: VSA, 2009
228 Seiten,18,80 Euro
von Gaston Kirsche
Am 16.Mai 1940 wurden an die tausend Roma und Sinti aus Hamburg und Umgebung nach Polen in das Vernichtungslager Belzec deportiert. In den Jahren nach der Machtübergabe an die Nazis wurden alle, die nach rassistischen Kriterien als Roma und Sinti eingestuft wurden, ebenso wie alle als Juden eingestufte Menschen, systematisch gesellschaftlich diskriminiert und kriminalisiert. Roma und Sinti wurden zur Zwangsarbeit verpflichtet.
Adrian McKinty: Der sichere Tod
Frankfurt: Suhrkamp, 2010
464 S., 9,95 Euro
von Udo Bonn
Unterordnen muss man sich schon können, will man beim Militär oder in einer Gang seinen zugewiesenen Platz behalten oder schlicht überleben will. Unterordnung ist aber nicht das Ding für den jungen Michael Forsythe, der als protestantischer Belfaster der britischen Armee beitritt und trotz seiner Talente wegen Aufsässigkeit entlassen wird.
Eine Weltkarte der Zeit
Der Digitale Peters ist eine engagierte und weitsichtige Fortsetzung von Arno Peters’ Synchronoptischer Weltgeschichte mit elektronischen Mitteln.
von Angela Huemer
Arbeitsdienst
Kampf gegen «Ballastexistenzen». Ein Vergleich mit dem Ende der Weimarer Republik
von Anne Seeck
Lange herrschte Krisenstimmung in Deutschland. Nur wir Hartz-IV-Bezieher merkten wenig davon in unserem Leben, was konnten wir schon verlieren? Allerdings fürchteten viele die Zeit nach der Bundestagswahl.
Jüdische Bergsteigertraditionen
Der Berg rief nicht alle
von Dieter Braeg
Die Ausstellung «Hast du meine Alpen gesehen?» wird ab dem 22.April in München gezeigt.
Edelbert Richter: Trotzige Ermutigungen
Die Linke im Epochenumbruch. Eine historische Ortsbestimmung
Hamburg: VSA, 2010
302 S., 20,80 Euro
von Eckart Spoo
Er sagt nicht «Yes, we can», wie einst der Wahlkämpfer Obama. Der philosophisch und ökonomisch interessierte Theologe Edelbert Richter sagt in seinem neuen Buch oft: «Wir könnten.» Und er meint: Wir müssten.