Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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Musik 1. April 2014

L.Mozarts Violine (Paladino Musik)

Maria Bader-Kubizek u.a., CD für etwa 18 Euro

von Dieter Braeg

Der Vater von Amadeus Mozart, Leopold Mozart (1719–1787), war zunächst in Salzburg Kammerdiener, und weil damals Bildung auch wichtig war, trat er 1743 als vierter Violinist in die erzbischöfliche Hofkapelle ein. Später diente er sich hoch und war Hofkompositeur und stellvertretender Kapellmeister.

Film 1. April 2014

Die schöne Krista

Deutschland 2013, Regie: Antje Schneider und Carsten Waldbauer

von Angela Huemer

Die schöne Krista ist kein hübsches Mädchen, sondern eine Kuh. Eine sehr große, schwarz-weiß gefleckte, sympathische Kuh. Krista ist nahe Oldenburg zuhause, auf dem Hof des jungen Bauern Jörg Seeger.

Gleich zu Beginn des Films betreten wir eine für Stadtpflanzen wie mich völlig unbekannte, aber faszinierende Welt: die der Viehschauen.

Film 1. April 2014

Verbotene Filme

Deutschland 2014, Regie: Felix Möller

von Peter Nowak

«Historische Nitrofilme sind hochexplosiv», warnt Egbert Koppe, Spezialist für Filmrestaurierung am Bundesarchiv in Hoppegarten, einem Vorort von Berlin. Diese Szene steht auch am Anfang eines Films, bei dem es um Streifen geht, die nicht nur wegen des chemischen Materials hochexplosiv sind.

Krimi 1. April 2014

David Peace: GB 84

München: Liebeskind, 2014. 536 S., 24,80 Euro

von Udo Bonn

April 2013: Jenseits der bewachten Begräbnisfeierlichkeiten knallen die Sektkorken, ausgelassene Jugendliche machen Straßenparty anlässlich des Ablebens vom Margret Thatcher. Die Nachrichtenagentur DPA/AFP zitiert einen ehemaligen Bergarbeiter aus Nordengland: «Ich bin hier, um ihre Geburt zu betrauern, weil sie für das System steht, unter dem wir alle noch immer leiden.»

Geschichte 1. April 2014

Schriftsteller im Ersten Weltkrieg

Es war Krieg und (fast) alle gingen hin

von Dieter Braeg

Das Jahr 2014 hatte noch gar nicht angefangen, da «gedachte», ja «feierte» man den Beginn des Ersten Weltkriegs in jenen Medien, die dafür sorgen, dass Berta von Suttners Feststellung in Vergessenheit geriet: «Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut soll immer wieder mit Blut abgewaschen werden.»

Buch 31. März 2014

Eine neue Zukunft bauen

Manifest für eine akzelerationistische Politik

von Ale Schmitz

Wer sind die Akzelerationisten? Akzeleration heißt Beschleunigung. Das neueste Denk-Ding einer minoritären, akademischen Linken. Erstmal sind darunter nur die Autoren eines typischen Büchleins aus dem Berliner Merve-Verlag zu verstehen: chic, reißerisch, fragmentarisch, aber immer: hoppla, jetzt kommen wir!

Musik 31. März 2014

Sparifankal: Bayern-Rock

von Dieter Braeg

Ton Steine Scherben? Na gut, geht so. Aber der Carl Ludwig Reichert (Gesang, Gitarre, Posthorn) dazu Florian Laber (Bass, Gesang), Günther Sonderwald (Schlagzeug, Triangel), Tillmann Obermaier (Gesang, Dulcimer, Gitarre, Sulna) und Jan Dosch (Bass, Gitarre, Okarina, Gesang) haben im Feburar 1976 als Sparifankal bei Konzerten im Theater K. und im Jugendhaus «Picnic» in Erding eine Riesenplatte aufgenommen!

Buch 31. März 2014

Im Kältefieber. Februargeschichten 1934

Hrsg. Erich Hackl, Evelyne Polt-Heinzl. Wien: Picus, 2014

von Dieter Braeg

Vier Wochen nach Hitlers Machtergreifung löste der österreichische Bundeskanzler Engelbert Dollfuß am 4.März 1933 nach einer Abstimmungspanne den Nationalrat auf. Pressezensur und die Auflösung des Verfassungsgerichtshofs folgten. Mit Hilfe des Mentors von Dollfuß, Benito Mussolini, wurde auf dem Katholikentag am 12.September verkündet, Österreich werde ein «sozialer, christlicher, deutscher Staat auf ständischer Grundlage mit starker autoritärer Führung».

Film 31. März 2014

Monuments Men

USA 2014, Regie: George Clooney

von Angela Huemer

Das allererste was ich in meine Studium der Kunstgeschichte tun musste, im Proseminar 1, war ein Bild zu beschreiben, um zu lernen, genau hinzusehen. Nicht irgendein Bild, es war der Genter Altar der flämischen Maler Jan und Hubert van Eyck, eines der wichtigsten Kunstwerke der westlichen Welt, eines, das in keinem der Überblickswerke der Kunstgeschichte fehlt – und auch eines der schönsten.

Krimi 31. März 2014

Ulrich Ritzel: Trotzkis Narr

Berlin: btb, 2013. 461 S., 19,99 Euro

von Udo Bonn

Crammenow, Kreis Havelland, in der Datsche von Finklin. Was hat den Exkommissar Berndorf in das Refugium eines notorischen Trotzkisten und Polizistengegners getrieben? Berndorf weiß das selbst nicht so genau.

Musik 31. März 2014

Pete Seeger (1919–2014)

Der Mann mit dem kleinen «c»

von Alexander Billet

Pete Seeger, der große Sänger der amerikanischen Folkmusik, starb am 27.Januar in New York im Alter von 94 Jahren.

Pete Seegers Leben und Werk haben eine eigenartige Symmetrie. Obwohl er fast ein Jahrhundert lang lebte, blieb für ihn bis zuletzt die Zeit stehen. Er war aber kein Relikt, sondern erinnerte daran, dass in der amerikanischen Kultur trotz aller Mainstreamelemente stets ein organischer sozialistischer Strang lebendig geblieben ist.

Zur Person 1. März 2014

Gerlef Gleiss (1954–2014)

Nachruf

vonTheresia Degener

Als am 5.Februar 2014 Gerlef Gleiss starb, verlor die deutsche Behindertenbewegung und die deutsche Linke einen der wichtigsten Querdenker in Sachen Behindertenpolitik und einen wunderbar warmherzigen, aufrichtigen und humorvollen Genossen.