Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

Hier können Sie jetzt Spenden
Staat/Parteien 8. Dezember 2010

Krise der Union: Eine Volkspartei schafft sich ab

Der bürgerlichen Sammlungspartei geht die Bindekraft verloren
von Arno Klönne

Ihr «schwarze Seele» habe Angel Merkel beim Bundesparteitag der CDU gezeigt, schrieb die Süddeutsche Zeitung. Aber eine Metaphysikerin ist die Bundeskanzlerin nicht, das ist nicht ihr Fach.

Staat/Parteien 8. Dezember 2010

Christian Wulff: Eine deutsche Karriere

Von der Leine an die Spree
von Hartwig Hohnsbein

Bald nach dem Weihnachtsmann guckt, wie in jedem Jahr, in einer Sondersendung des Fernsehens der Bundespräsident in die Wohnzimmer der Bundesbürger. Vor einem Jahr noch tat das ein Herr Köhler. Seine weihnachtliche und weinerliche Botschaft, die er 2009 verkündete, lautete: «Das wichtigste Buch, das ich kenne, ist die Bibel, denn ihr Inhalt ist heute genauso aktuell wie damals.»

Staat/Parteien 4. November 2010

«Alles muss auf den Tisch»

Der bürgerliche Parlamentarismus hat mit Demokratie immer weniger zu tun
von Paul B. Kleiser

Die Ausdauer und Breite der Kämpfe gegen einzelne Vorhaben der Bundesregierung – aber auch anderer europäischer Regierungen – geht inzwischen über den jeweiligen Anlass der Proteste hinaus: Die Bevölkerung rebelliert zunehmend gegen die Selbstherrlichkeit der Politik und der Unverfrorenheit, mit der sie im Sold des großen Geldes steht.

Staat/Parteien 2. September 2010

Angie allein zu Haus

Die Bürgerregierung ist schwer angeschlagen
von Paul B. Kleiser
Der Regierungskoalition läuft das Personal davon, von ihrem Koalitionsvertrag kriegt sie nichts umgesetzt. Erfolgreiche Mobilisierungen im Herbst könnten sie aus der Bahn werfen.

Staat/Parteien 3. Juni 2010

Roland Koch tritt zurück

Mehr kann er derzeit nicht werden
Interview mit Willi van Ooyen

Roland Koch ist am 25.Mai von seinem Amt als Ministerpräsident von Hessen und von allen Parteiämtern zurückgetreten.

Staat/Parteien 3. Juni 2010

Ein Politikwechsel müsste sich vor allem in einer Umverteilung zeigen

Daniel Kreutz über den von Kurs der NRW-SPD nach der Landtagswahl

Ist mit einer SPD wie der von Hannelore Kraft in NRW ein Politikwechsel überhaupt möglich? Daniel Kreutz, von 1990 bis 2000 Abgeordneter der Grünen im Düsseldorfer Landtag, sagt Nein. Die Sozialdemokratie steht fest auf dem Boden des neoliberalen Systemwechsels, sagt er im Gespräch mit dieser Zeitung. Aber selbst einer Landesregierung, die den Willen hätte, das Rad im Sinne einer solidarischeren Ordnung herumzudrehen, wären enge Grenzen gesetzt.

Staat/Parteien 3. Juni 2010

NRW: Wahlbetrug

Wolfgang Zimmermann über das Scheitern der Sondierungsgespräche zur Regierungsbildung mit SPD und Grünen

Das einzige Sondierungsgespräch, das in NRW mit der LINKEN im Vorfeld der Regierungsbildung stattgefunden hat, fand am 20.Mai statt.

Staat/Parteien 23. Mai 2010

Von der Lobby ins Ministerium

Die Kabinett-&-Kapital-Connection
von Franz Meyer

Im ersten halben Jahr schwarz-gelber Koalition wurde einiges offenbar über das Zusammenspiel der politisch regierenden Parteien mit den mächtigen Interessenverbänden der Wirtschaft bzw. den exponierten Einzelkonzernen.

Haushalt/Schulden 4. März 2010

Wer Steuern zahlt, ist nicht reich genug

Hessen als Standortfaktor im System Koch
von Ulrich Wilken
Steuerprüfung und Steuerfahndung für (Klein-)Unternehmer oder Freiberufler ein selbstverständlicher Teil des Wirtschaftslebens. Für die wirklich Reichen dieser Republik darf er nicht gelten.

Staat/Parteien 30. Dezember 2009

Der Mauerfall als Gründungslegende der vergrößerten BRD

Arbeit am Mythos
von Sebastian Gerhardt
Es reicht ihnen nicht. Es genügt ihnen nicht, dass der so widersprüchliche wie lebendige Versuch zur Reformierung des Landes DDR am Ende resigniert im bürgerlichen Normalzustand gelandet ist, dass der Beitritt zum Geltungsbereich des Grundgesetzes objektiv das zentrale Ergebnis des politischen Aufbruchs im Herbst ‘89 in der DDR gewesen ist. Staat und Kapital wollen nicht nur gewonnen, sie wollen auch noch Recht gehabt haben. Deshalb der Aufwand zum 9.November.