Thesen zur Krise des Euro-Systems
Deutschland, der Foulspieler, soll das Feld verlassen
von Holger Weiss
Ein Plädoyer für den Ausstieg aus dem Euro – nicht nur Griechenlands
1 Um die jeweils aktuellen Ausformungen der Euro-Krise zu verstehen, müssen die Grundachsen der Währungsunion und ihre systematische Verletzung durch die deutsche Politik begriffen werden.
Griechenland nach der Wahl –
Keine Gefahr, sondern eine Chance für Europa
Der nachstehende Aufruf der deutschen Gewerkschaftsvorsitzenden hat europaweit große Aufmerksamkeit erregt. Er wurde inzwischen von 8800 Menschen aus verschiedensten europäischen Ländern unterzeichnet (Stand: 23.2.) und enthält eine deutliche Unterstützung der SYRIZA-Regierung, von der man sich wünscht, dass sie auch Gestalt in Form materieller Hilfe und politischen Drucks annehmen möge.
SYRIZA-Regierungsantritt
Die Chance nutzen!
von Angela Klein
Der Regierungsantritt von SYRIZA ist eine Chance für die Linke in Europa und für alle sozialen Bewegungen, die gegen die Kahlschlagpolitik und für einen sozialen Ausweg aus der Krise kämpfen.
Etwas nassforsch, die Herren
In Sachen Griechenland spielen Brüssel und Berlin mit dem Feuer
von Paul Michel
Der Wahlausgang ist ein deutliches NEIN zur Politik der Troika und eine Niederlage für die Bundesregierung. Mit dem Regierungswechsel in Athen hat auch ihre Positionierung als Zuchtmeister Europas Schrammen davongetragen.
Gianis Varoufakis: «Wir bluffen nicht»
Griechischer Finanzminster zur Verhandlungsposition der griechischen Regierung*
Ich schreibe diesen Text am Rand einer entscheidenden Verhandlung mit den Gläubigern meines Landes – eine Verhandlung, deren Ergebnis eine ganze Generation prägen und sogar zum Wendepunkt in Europas Experiment einer Währungsunion werden kann.
Niedriglöhne in Polen
…und der Abwärtstrend geht weiter
von Jacek Rosolowski
Die polnischen Arbeiter stehen mit ihren Löhnen im EU-Vergleich am Ende der Skala. Der Mindestlohn beträgt derzeit 1750 Zloty (420 Euro), 2015 soll der Durchschnittslohn etwa 1000 Euro betragen.
Auf welchen Kompromiss hat sich die griechische Regierung eingelassen?
von Angela Klein
Der Beschluss der Eurogruppe vom 18.Februar 2015 über die Fortsetzung der Hilfen für Griechenland hat sehr unterschiedliche Reaktionen provoziert: Die einen sehen die Hardliner in Berlin als Sieger und sprechen von einer «Kapitulation» der griechischen Regierung; diese selbst sieht den Sieg auf ihrer Seite. Schaut man sich den Text genau an, hat man eher den Eindruck eines tatsächlichen Kompromisses.
Polnische Bergleute im Streik
Zehn Tage, die Oberschlesien erschütterten
von Dariusz Zalega
Die Schlacht ist gewonnen, aber nicht der Krieg – so kann das Ergebnis der letzten Proteste gegen die Schließung von Zechen beim Kohlekonzern Kompania Weglowa A.G. umschrieben werden. In den anderen Kohlekonzernen ist es auch nicht ruhig. Eines ändert sich allerdings – die gesellschaftliche Einstellung zu den Protesten der Bergleute.
Wer gibt in Europa den Ton an?
Draghi/Juncker oder Tsipras/Varoufakis?
von Ingo Schmidt
Die Hoffnung auf ein Ende der Troika-Diktatur und ihrer Sparprogramme hat die Wahlen in Griechenland entschieden. Seit Tsipras und Varoufakis über eine Streichung oder Umschuldung der griechischen Auslandsschulden verhandeln, geht in anderen Hauptstädten der Eurozone die Angst um.
Autoritäre Neuordnung in der Ukraine
«Auf Deserteure ist zu schießen»
von Andrea Ferrario und Angela Klein
Das neue Minsker Abkommen ist ein starkes Signal, die Lage in der Ukraine auf anderem als auf militärischem Weg zu stabilisieren. Ob dies gelingt, hängt maßgeblich davon ab, ob Staatschef Poroschenko dazu willens und in der Lage ist oder ob die Kriegspartei, mit tatkräftiger Unterstützung der USA und von Teilen der EU, doch noch die Oberhand gewinnt.
«Die Gewerkschaft ist gegen den Krieg»
Pawlo Lysjanskyj (NPGU) zur Lage in der (Ost-)Ukraine
Auf Einladung der Jakob-Moneta-Stiftung kam der stellvertretende Vorsitzende der Unabhängigen Bergarbeitergewerkschaft der Ukraine (NPGU), Pawlo Lysjanskyj, Ende Januar nach Deutschland und sprach dort in vier Städten: Berlin, München, Stuttgart und Köln. Jedesmal ging es um dieselben zwei Fragenkomplexe: Informationen über die Gewerkschaft und die Lage der Bergarbeiter; die Folgen des Krieges. Auf der Veranstaltung in Berlin antwortete Lysjanskyj u.a. auf die nachstehenden Fragen; wir haben sie ergänzt durch einige zusätzliche Informationen aus Köln.
Eine Arbeiterjugend in der Ukraine
Pawlo Lysjanskyj
Die Ukraine ist ein sehr junger Staat. In welchem politischen Klima man dort nach seiner Gründung 1991 aufwuchs, erzählte uns Pawlo Lysjanskyj nach der Kölner Veranstaltung am 29.1. Das Gespräch ist in der Ich-Form wiedergegeben.