Fundgrube bis heute
Friedrich Engels (28.11.1820–5.8.1895)
von Manuel Kellner
Friedrich Engels wurde bekannt als Mitstreiter von Karl Marx. Mit ihm zusammen entwickelte er eine bis auf den heutigen Tag gültige Kritik der kapitalistischen Klassengesellschaft und die kommunistische Perspektive der Selbstbefreiung des Proletariats als Hebel für eine umfassende menschliche Emanzipation.
weiterlesenDas Vierte Reich
Buch von Gavriel D. Rosenfeld
von Paul B. Kleiser
Gavriel D. Rosenfeld: Das Vierte Reich. Der lange Schatten des Nationalsozialismus. Darmstadt: wbg, 2020. 448 S., 34 Euro
Immer wieder ist – vor allem im Zusammenhang mit Waffensammlungen – von «Reichsbürgern» die Rede, die den Staat BRD nicht anerkennen und mit selbstverfertigten Dokumenten «des Deutschen Reiches» hausieren gehen.
weiterlesenGlobal Player Israel
Neues Buch von Arn Strohmeyer
von Hermann Dierkes
Arn Strohmeyer: Weltmacht Israel. Wie der nahöstliche Kleinstaat als globaler Player agiert. Herne: Gabriele Schäfer Verlag, 2019. 242 S., 17,90 Euro
Arn Strohmeyer hat seine umfangreichen Publikationen zum Thema Israel/Palästina um ein sehr wichtiges Thema ergänzt. Sein neues Buch untersucht vor allem die Stellung Israels in der Welt und sein außenpolitisches Agieren. Dabei stützt er sich auf die zahlreichen Publikationen kritischer israelischer und jüdischer Wissenschaftler, Autoren und Aktivisten, die in Deutschland viel zu wenig publiziert werden.
weiterlesenErnest Mandels Spätkapitalismus*
… und die lange Welle neoliberaler Akkumulation
von Ingo Schmidt
Das waren noch Zeiten. Sozialreform statt Klassenkampf. Friedliche Koexistenz statt Imperialismus. Nachholende Entwicklung statt kolonialer Ausplünderung.
weiterlesenKlimarevolution
Was denn sonst
von Thies Gleiss
Christian Zeller: Revolution für das Klima. Warum wir eine ökosozialistische Alternative brauchen. München: Oekom, 2020. 242 S., 22 Euro
weiterlesen1968
Jahre der Hoffnung
von Manuel Kellner
Jacqueline Heinen … und 110 andere: 1968… Jahre der Hoffnung. Rückblick auf die Revolutionäre Marxistische Liga/Sozialistische Arbeiterpartei. Zürich: Edition 8, 2019. 343 S., 23,20 Euro
weiterlesenGrüner wird’s nicht
Kapitalismus geht vor Klimaschutz
von Gerhard Klas
Kathrin Hartmann: Grüner wird’s nicht. Warum wir mit der ökologischen Krise völlig falsch umgehen. München: Blessing, 2020. 174 Seiten, 14 Euro
weiterlesenJonathan Coe: Middle England
Roman. Wien, Bozen: Folio, 2020. 477 S., 25 Euro
von Paul B. Kleiser
Wer etwas über das soziale und geistige Klima in Großbritannien vor und nach dem Referendum über den Brexit erfahren möchte, dem sei der neue Roman von Jonathan Coe, Middle England, empfohlen. Er handelt von Entwicklungen in den Jahren zwischen 2010 und 2018 und schließt an seine Romane Erste Riten (2001) und Klassentreffen (2004) an.
weiterlesenGrégoire Chamayou: Die unregierbare Gesellschaft. Eine Genealogie des autoritären Liberalismus
Berlin: Suhrkamp, 2019. 496 S., 32 Euro
von Paul B. Kleiser
Der französische Sozialwissenschaftler Grégoire Chamayou, der mit Ferngesteuerte Gewalt. Eine Theorie der Drohne bekannt geworden ist, versucht eine Antwort auf die Frage, wie und warum sich der Neoliberalismus seit den späten 1970er Jahren gegen den Keynesianismus (als «alternativlos», wie Merkel sagt) in Theorie und Praxis durchzusetzen vermochte.
weiterlesenEin Intellektueller in Buchenwald
David Rousset: Das KZ-Universum. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 2020
von John Will
Die Zahl an literarischer Produktion im wissenschaftlichen Bereich über das System der deutschen Konzentrationslager ist kaum zu ermessen. Trotz oder gerade aufgrund des Aufstiegs der radikalen Rechten in Deutschland nimmt dieser Trend nicht ab.
weiterlesenDie Linken in der DDR
Von der Schwierigkeit, die eigene Geschichte aufzuarbeiten
von Renate Hürtgen
Thomas Klein: Erinnerung an eine Revolution oder Geschichte einer Entfremdung. Mein Abschied von alten Freunden aus der DDR-Opposition. In: telegraph, Nr.135/136, 2019/2020
weiterlesenEdward Snowden: Permanent Record: Meine Geschichte
Frankfurt a.M.: S.Fischer, 2019. 432 S., 22 Euro
von Rolf Euler
Eigentlich müsste man für das Buch von Edward Snowden nicht mehr groß werben, es stand im letzten Jahr wochenlang auf der Sachbuchbestenliste. Aber die Geschichte dieses einzigartigen Falls von Whistleblowing, seine eigene Geschichte von ihm selber aufgeschrieben, gehört jenseits der Aktualität zu den Grundlagen demokratischer Aufklärung.
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