Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

Hier können Sie jetzt Spenden
1. Oktober 2020

Fundgrube bis heute

Friedrich Engels (28.11.1820–5.8.1895)
von Manuel Kellner

Friedrich Engels wurde bekannt als Mitstreiter von Karl Marx. Mit ihm zusammen entwickelte er eine bis auf den heutigen Tag gültige Kritik der kapitalistischen Klassengesellschaft und die kommunistische Perspektive der Selbstbefreiung des Proletariats als Hebel für eine umfassende menschliche Emanzipation.

weiterlesen
1. September 2020

Das Vierte Reich

Buch von Gavriel D. Rosenfeld
von Paul B. Kleiser

Gavriel D. Rosenfeld: Das Vierte Reich. Der lange Schatten des Nationalsozialismus. Darmstadt: wbg, 2020. 448 S., 34 Euro

Immer wieder ist – vor allem im Zusammenhang mit Waffensammlungen – von «Reichsbürgern» die Rede, die den Staat BRD nicht anerkennen und mit selbstverfertigten Dokumenten «des Deutschen Reiches» hausieren gehen.

weiterlesen
1. September 2020

Global Player Israel

Neues Buch von Arn Strohmeyer
von Hermann Dierkes

Arn Strohmeyer: Weltmacht Israel. Wie der nahöstliche Kleinstaat als globaler Player agiert. Herne: Gabriele Schäfer Verlag, 2019. 242 S., 17,90 Euro

Arn Strohmeyer hat seine umfangreichen Publikationen zum Thema Israel/Palästina um ein sehr wichtiges Thema ergänzt. Sein neues Buch untersucht vor allem die Stellung Israels in der Welt und sein außenpolitisches Agieren. Dabei stützt er sich auf die zahlreichen Publikationen kritischer israelischer und jüdischer Wissenschaftler, Autoren und Aktivisten, die in Deutschland viel zu wenig publiziert werden.

weiterlesen
1. Juli 2020

Ernest Mandels Spätkapitalismus*

… und die lange Welle neoliberaler Akkumulation
von Ingo Schmidt

Das waren noch Zeiten. Sozialreform statt Klassenkampf. Friedliche Koexistenz statt Imperialismus. Nachholende Entwicklung statt kolonialer Ausplünderung.

weiterlesen
1. Juli 2020

Klimarevolution

Was denn sonst
von Thies Gleiss

Christian Zeller: Revolution für das Klima. Warum wir eine ökosozialistische Alternative brauchen. München: Oekom, 2020. 242 S., 22 Euro

weiterlesen
1. Juni 2020

1968

Jahre der Hoffnung
von Manuel Kellner

Jacqueline Heinen … und 110 andere: 1968… Jahre der Hoffnung. ­Rückblick auf die Revolutionäre Marxistische Liga/Sozialistische Arbeiterpartei. Zürich: Edition 8, 2019. 343 S., 23,20 Euro

weiterlesen
1. Juni 2020

Grüner wird’s nicht

Kapitalismus geht vor Klimaschutz
von Gerhard Klas

Kathrin Hartmann: Grüner wird’s nicht. Warum wir mit der ökologischen Krise völlig falsch umgehen. München: Blessing, 2020. 174 Seiten, 14 Euro

weiterlesen
1. Juni 2020

Jonathan Coe: Middle England

Roman. Wien, Bozen: Folio, 2020. 477 S., 25 Euro
von Paul B. Kleiser

Wer etwas über das soziale und geistige Klima in Großbritannien vor und nach dem Referendum über den Brexit erfahren möchte, dem sei der neue Roman von Jonathan Coe, Middle England, empfohlen. Er handelt von Entwicklungen in den Jahren zwischen 2010 und 2018 und schließt an seine Romane Erste Riten (2001) und Klassentreffen (2004) an.

weiterlesen
1. Mai 2020

Grégoire Chamayou: Die unregierbare Gesellschaft. Eine Genealogie des autoritären ­Liberalismus

Berlin: Suhrkamp, 2019. 496 S., 32 Euro
von Paul B. Kleiser

Der französische Sozialwissenschaftler Grégoire Chamayou, der mit Ferngesteuerte Gewalt. Eine Theorie der Drohne bekannt geworden ist, versucht eine Antwort auf die Frage, wie und warum sich der Neoliberalismus seit den späten 1970er Jahren gegen den Keynesianismus (als «alternativlos», wie Merkel sagt) in Theorie und Praxis durchzusetzen vermochte.

weiterlesen
1. Mai 2020

Ein Intellektueller in Buchenwald

David Rousset: Das KZ-Universum. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 2020
von John Will

Die Zahl an literarischer Produktion im wissenschaftlichen Bereich über das System der deutschen Konzentrationslager ist kaum zu ermessen. Trotz oder gerade aufgrund des Aufstiegs der radikalen Rechten in Deutschland nimmt dieser Trend nicht ab.

weiterlesen
1. Mai 2020

Die Linken in der DDR

Von der Schwierigkeit, die eigene Geschichte aufzuarbeiten
von Renate Hürtgen

Thomas Klein: Erinnerung an eine Revolution oder Geschichte einer Entfremdung. Mein Abschied von alten Freunden aus der DDR-Opposition. In: telegraph, Nr.135/136, 2019/2020

weiterlesen
1. Mai 2020

Edward Snowden: Permanent Record: Meine Geschichte

Frankfurt a.M.: S.Fischer, 2019. 432 S., 22 Euro
von Rolf Euler

Eigentlich müsste man für das Buch von Edward Snowden nicht mehr groß werben, es stand im letzten Jahr wochenlang auf der Sachbuchbestenliste. Aber die Geschichte dieses einzigartigen Falls von Whistleblowing, seine eigene Geschichte von ihm selber aufgeschrieben, gehört jenseits der Aktualität zu den Grundlagen demokratischer Aufklärung.

weiterlesen