Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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Arbeitswelt 1. April 2015

Robert Becker: Abgruppiert!

Ein Roman aus der Arbeitswelt*

von J.-F.Anders

Arbeiter als Schreiber und als Thema von deutschsprachigen Gegenwartsromanen haben Seltenheitswert – zuletzt gab es das in der BRD vermutlich in den 70er Jahren. Da gab es mal den Werkkreis Literatur der Arbeitswelt und seine Publikationen.

Buch 1. April 2015

Best of KPD

Linke Organisierung damals und heute*

von Florian Osuch

Ein Sammelband zur frühen Geschichte der KPD, bevor sich die Partei «in ein Werkzeug der russischen Außenpolitik verwandelt» hatte.

Anfang der 20er Jahre existierte in Deutschland mit der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) eine revolutionäre Kraft mit mehreren hunderttausend Mitgliedern und Millionen Wählern.

Musik 1. April 2015

Proletenpassion, 2-CD-Box mit Textbuch

BMG Ariola Austria GmbH

von Dieter Braeg

Am 15.Mai 1976 wurde im Schlachthof St.Marx im Rahmen der Wiener Festwochen die Proletenpassion uraufgeführt. Wenig später wurde dieser Ort besetzt und es entstand die «Arena». Dabei war sich die Gruppe namens «Schmetterlinge» bei der Entstehung gar nicht einig, was den Begriff «Passion» betraf, obgleich das Projekt in der Geschichte des Austropop schon des Umfangs wegen – 65 Songs auf drei Vinyl-LPs – ausgesprochen anspruchsvoll war.

Buch 1. April 2015

Heinz R.Unger: Proletenpassion ff

Wien: Mandelbaum, 2015*

von Dieter Braeg

Erinnern wir uns noch an die großartige «Proletenpassion»? An den ersten Text dieser ganz anderen Darstellung von Geschichte?

Film 1. April 2015

Das ewige Leben. Österreich 2015

Regie: Wolfgang Murnberger
Drehbuch: Wolf Haas, Josef Hader, Wolfgang Murnberger

von Angela Huemer

Zu Beginn sieht man schöne Nahaufnahmen von Menschen, die das Leben mitunter nicht so sanft behandelte. Ein schmuckloser Raum, ein Wartezimmer. Auf einem Monitor sind Nummern zu sehen.

Krimi 1. April 2015

James Lee Burke: Sturm über New Orleans

Berlin: Pendragon, 2015. 576 S., 17,99 Euro

von Udo Bonn

Mike Nicol: Bad Cop. Berlin: btb, 2015. 542 S., 9,99 Euro

Andrew Brown: Trost. Berlin: btb, 2014. 351 S., 14,99 Euro

Geplant war, zwei Romane aus Südafrika vorzustellen, aber dann ist James Lee Burkes Sturm über New Orleans erschienen, und obwohl erst im Januar sein Regengötter hier besprochen wurde, führt kein Weg an der neuen Veröffentlichung vorbei.

Geschichte 1. April 2015

Kommunistische Strategie zu Beginn der 20er Jahre

Der Kampf um die Mehrheit

von Manuel Kellner

Über das Verhältnis zur Regierung SYRIZA wird in der radikalen Linken trefflich gestritten. Ein Blick in die Geschichte kann da weiterhelfen.

Die organisierte kommunistische oder revolutionär-marxistische Bewegung war zu Beginn der 20er Jahre des 20.Jahrhunderts außerhalb Russlands eine Minderheit unter den abhängig Beschäftigten, aber zumindest in Deutschland eine bedeutende Minderheit.

Arbeitswelt 1. März 2015

Der Mindestlohn ist ein Papiertiger

Die Lastenträger. Hrsg. Günter Wallraff und work-watch*

von Dominik Müller

Seit Anfang Januar gilt der lang ersehnte gesetzliche Mindestlohn in Deutschland. Mit 8,50 Euro brutto in der Stunde bleibt er nur geringfügig über dem Hartz-IV-Satz.

Europa 1. März 2015

Eine Arbeiterjugend in der Ukraine

Pawlo Lysjanskyj

Die Ukraine ist ein sehr junger Staat. In welchem politischen Klima man dort nach seiner Gründung 1991 aufwuchs, erzählte uns Pawlo Lysjanskyj nach der Kölner Veranstaltung am 29.1. Das Gespräch ist in der Ich-Form wiedergegeben.

Buch 1. März 2015

Die Wiedereinführung des Kapitalismus in Russland

nach dem Scheitern der Selbstreform der Bürokratie

von Paul B. Kleiser

Felix Jaitner: Einführung des Kapitalismus in Russland. Von Gorbatschow zu Putin. Hamburg: VSA, 2014. 174 S., 16,80 Euro.

Die Auseinandersetzungen um die Ukraine haben gezeigt, dass große Teile der deutschen Linken weiterhin dem Lagerdenken des Kalten Krieges verfallen sind und offenbar den großen historischen Bruchs, der sich Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre unter Jelzin in Russland vollzog, nicht wirklich realisiert haben.

Buch 1. März 2015

Die 70er und 80er Jahre in Köln

Irgendwie so wird es wohl gewesen sein

von Thies Gleiss

Die Stadt, das Land, die Welt verändern. Die 70er/80er Jahre in Köln – alternativ, links, radikal, autonom. Hrsg. Reiner Schmidt, Anne Schulz, Pui von Schwind. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2014. 627 S., 29,99 Euro

Buch 1. März 2015

Werner Scholem, eine Biografie

Mirjam Zadoff: Der rote Hiob. Das Leben des Werner Scholem. München: Hanser, 2014. 382 S., 24,99 Euro

von Hermann Dworczak

Wer den Namen Scholem hört, denkt unwillkürlich an den jüdischen Religionswissenschaftler Gershom Scholem, den Freund und Briefpartner von Walter Benjamin. Aber es gibt noch einen anderen Scholem, den Bruder Werner – revolutionärer Marxist, Kritiker Stalins und im KZ Buchenwald ermordet.