Robert Becker: Abgruppiert!
Ein Roman aus der Arbeitswelt*
von J.-F.Anders
Arbeiter als Schreiber und als Thema von deutschsprachigen Gegenwartsromanen haben Seltenheitswert – zuletzt gab es das in der BRD vermutlich in den 70er Jahren. Da gab es mal den Werkkreis Literatur der Arbeitswelt und seine Publikationen.
Best of KPD
Linke Organisierung damals und heute*
von Florian Osuch
Ein Sammelband zur frühen Geschichte der KPD, bevor sich die Partei «in ein Werkzeug der russischen Außenpolitik verwandelt» hatte.
Anfang der 20er Jahre existierte in Deutschland mit der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) eine revolutionäre Kraft mit mehreren hunderttausend Mitgliedern und Millionen Wählern.
Proletenpassion, 2-CD-Box mit Textbuch
BMG Ariola Austria GmbH
von Dieter Braeg
Am 15.Mai 1976 wurde im Schlachthof St.Marx im Rahmen der Wiener Festwochen die Proletenpassion uraufgeführt. Wenig später wurde dieser Ort besetzt und es entstand die «Arena». Dabei war sich die Gruppe namens «Schmetterlinge» bei der Entstehung gar nicht einig, was den Begriff «Passion» betraf, obgleich das Projekt in der Geschichte des Austropop schon des Umfangs wegen – 65 Songs auf drei Vinyl-LPs – ausgesprochen anspruchsvoll war.
Heinz R.Unger: Proletenpassion ff
Wien: Mandelbaum, 2015*
von Dieter Braeg
Erinnern wir uns noch an die großartige «Proletenpassion»? An den ersten Text dieser ganz anderen Darstellung von Geschichte?
Das ewige Leben. Österreich 2015
Regie: Wolfgang Murnberger
Drehbuch: Wolf Haas, Josef Hader, Wolfgang Murnberger
von Angela Huemer
Zu Beginn sieht man schöne Nahaufnahmen von Menschen, die das Leben mitunter nicht so sanft behandelte. Ein schmuckloser Raum, ein Wartezimmer. Auf einem Monitor sind Nummern zu sehen.
James Lee Burke: Sturm über New Orleans
Berlin: Pendragon, 2015. 576 S., 17,99 Euro
von Udo Bonn
Mike Nicol: Bad Cop. Berlin: btb, 2015. 542 S., 9,99 Euro
Andrew Brown: Trost. Berlin: btb, 2014. 351 S., 14,99 Euro
Geplant war, zwei Romane aus Südafrika vorzustellen, aber dann ist James Lee Burkes Sturm über New Orleans erschienen, und obwohl erst im Januar sein Regengötter hier besprochen wurde, führt kein Weg an der neuen Veröffentlichung vorbei.
Kommunistische Strategie zu Beginn der 20er Jahre
Der Kampf um die Mehrheit
von Manuel Kellner
Über das Verhältnis zur Regierung SYRIZA wird in der radikalen Linken trefflich gestritten. Ein Blick in die Geschichte kann da weiterhelfen.
Die organisierte kommunistische oder revolutionär-marxistische Bewegung war zu Beginn der 20er Jahre des 20.Jahrhunderts außerhalb Russlands eine Minderheit unter den abhängig Beschäftigten, aber zumindest in Deutschland eine bedeutende Minderheit.
Der Mindestlohn ist ein Papiertiger
Die Lastenträger. Hrsg. Günter Wallraff und work-watch*
von Dominik Müller
Seit Anfang Januar gilt der lang ersehnte gesetzliche Mindestlohn in Deutschland. Mit 8,50 Euro brutto in der Stunde bleibt er nur geringfügig über dem Hartz-IV-Satz.
Eine Arbeiterjugend in der Ukraine
Pawlo Lysjanskyj
Die Ukraine ist ein sehr junger Staat. In welchem politischen Klima man dort nach seiner Gründung 1991 aufwuchs, erzählte uns Pawlo Lysjanskyj nach der Kölner Veranstaltung am 29.1. Das Gespräch ist in der Ich-Form wiedergegeben.
Die Wiedereinführung des Kapitalismus in Russland
nach dem Scheitern der Selbstreform der Bürokratie
von Paul B. Kleiser
Felix Jaitner: Einführung des Kapitalismus in Russland. Von Gorbatschow zu Putin. Hamburg: VSA, 2014. 174 S., 16,80 Euro.
Die Auseinandersetzungen um die Ukraine haben gezeigt, dass große Teile der deutschen Linken weiterhin dem Lagerdenken des Kalten Krieges verfallen sind und offenbar den großen historischen Bruchs, der sich Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre unter Jelzin in Russland vollzog, nicht wirklich realisiert haben.
Die 70er und 80er Jahre in Köln
Irgendwie so wird es wohl gewesen sein
von Thies Gleiss
Die Stadt, das Land, die Welt verändern. Die 70er/80er Jahre in Köln – alternativ, links, radikal, autonom. Hrsg. Reiner Schmidt, Anne Schulz, Pui von Schwind. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2014. 627 S., 29,99 Euro
Werner Scholem, eine Biografie
Mirjam Zadoff: Der rote Hiob. Das Leben des Werner Scholem. München: Hanser, 2014. 382 S., 24,99 Euro
von Hermann Dworczak
Wer den Namen Scholem hört, denkt unwillkürlich an den jüdischen Religionswissenschaftler Gershom Scholem, den Freund und Briefpartner von Walter Benjamin. Aber es gibt noch einen anderen Scholem, den Bruder Werner – revolutionärer Marxist, Kritiker Stalins und im KZ Buchenwald ermordet.