Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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Arbeitswelt 1. Mai 2015

Nachruf auf „Emmely“

Barbara Emme – Kassiererin bei Kaiser’s

Dokumentiert

Der «Fall Emmely» hat in Deutschland Geschichte gemacht. Diese mutige Kassiererin, die sich gegen ihre willkürliche Entlassung gewehrt hat, hat nicht nur einen beispielhaften Arbeitskampf geführt, sie hat damit eine gesellschaftliche Diskussion über Bagatellkündigungen angestoßen und die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts beeinflusst.*

Geschichte 1. Mai 2015

Wer hat den Zweiten Weltkrieg gewonnen?

Kämpfe gegen Diktatur und Besatzung

von Przemyslaw Wielgosz

Die heißeste Front des neuen Kalten Krieges zieht sich durch unsere Geschichte. Zu dieser Meinung könnte man gelangen, wenn man den polnischen Politikern und Medien folgt. Sie triumphieren über Putin, indem sie die Vergangenheit neu erschaffen.

Geschichte 1. Mai 2015

Arbeiterbewegung Ende des Zweiten Weltkriegs

Der Wunsch nach Einheit in Deutschland
von Manfred Dietenberger

Die «Stunde Null», von der anlässlich des 70.Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkrieges wieder so viel die Rede ist, gab es nicht wirklich. Dennoch, die bedingungslose Kapitulation am 8.Mai 1945 besiegelte die militärische Niederlage und das organisatorische Ende des deutschen Faschismus und das Aus für die von den Nazis geplanten «neuen europäischen Ordnung».

Zur Person 1. Mai 2015

Eduardo Galeano 1940–2015

Originell und tiefgründig
von Atilio Borón

Die Nachricht von Eduardo Galeanos Tod hat mich tief getroffen. Und das einzige, worauf ich Lust hatte, war – ehrlich gesagt –, seine Bücher in meiner Bibliothek zu suchen, um mich wieder in seiner Begleitung an ihrer Lektüre zu erfreuen.

Zur Person 1. Mai 2015

Werner «Mecki» Hülsberg

8.Mai 1950 – 24.März 2015
von Manuel Kellner

Als ich im Oktober 1973 von Belgien zurück nach Deutschland kam und Mitglied der Gruppe Internationale Marxisten (GIM) wurde, war Mecki schon Hauptamtlicher dieser «deutschen Sektion der IV.Internationale» und eine große Autorität für mich. Er blieb in unserem Politischen Büro bis Oktober 1986, als die GIM sich mit der ehemals maoistischen KPD/ML zur Vereinigten Sozialistischen Partei (VSP) zusammentat.

Film 1. Mai 2015

Fotografie und Film für das 20.Jahrhundert

Ausstellung – Paul Strand*
von Burkhard Maus und Angela Huemer

Das Fotomuseum Winterthur (Schweiz) zeigt als erste europäische Kulturinstitution eine Retrospektive dieses wichtigen amerikanischen Fotografen und Kameramanns.
Der Fotograf und Filmemacher Paul Strand (1890–1976), geboren in New York, wurde durch den Besuch der Ethical Culture School zur Fotografie angeregt.

Buch 1. Mai 2015

Ein Shoabuch für Kinder und Erwachsene

Annika Tetzner: Die rote Masche*
von Dieter Braeg

Annika Tetzner ist ein Kind und Überlebende des Holocaust. Geboren in Prag, lebt sie jetzt in Jerusalem. Sie schreibt und illustriert Bücher für Kinder und Erwachsene. Sie überlebte als einzige ihrer Familie die Konzentrationslager Theresienstadt, Birkenau und Mauthausen.
In dem bemerkenswerten Vorwort zum Buch meint die Philosophin Elisabeth von Samsonow: «Diese drei Geschichten weisen auf die Möglichkeit der Rehabilitation des Menschlichen hin, sie erzählen den großen Triumph des Mädchens, welches immerfort hungert, sich fürchtet und sich auf der Schwelle zur absoluten Katastrophe befindet.

Musik 1. Mai 2015

Mauthausen… vom großen Sterben hören

ESC Records
von Dieter Braeg

Verdrängen, Vergessen, Verleugnen. Vom 8.August 1938 bis zum 5.Mai 1945 gab es das KZ Mauthausen bei den gleichnamigen Granitsteinbrüchen, die der Reichsführer-SS, Heinrich Himmler, im März des Jahres 1938 besucht hatte.

Film 1. Mai 2015

Die Diagonale 2015

Festival des österreichischen Films*
von Kurt Hofmann

Die Diagonale, das jährlich im März in Graz stattfindende Filmfestival, wurde in diesem Jahr zum letzten Mal von Barbara Pichler geleitet, deren Intendanz gleichermaßen von einem unprätentiösen, gelassenen Stil wie von Souveränität geprägt war. Sie bot eine beachtliche Bilanz im Rückblick und einige ansehnliche Premieren in der Vorschau.

Film 1. Mai 2015

Elser, Deutschland 2015

Regie: Oliver Hirschbiegel
von Angela Huemer

Ein junger Mann arbeitet fieberhaft, er deponiert ein komplex aussehendes Gebilde – es sieht aus wie ein Uhrwerk in einer Säule des Münchener Bürgerbräukellers. Dieser ist feierlich geschmückt, bald wird er eine NS-Veranstaltung samt Führer beherbergen.

Krimi 1. Mai 2015

James Ellroy: Perfidia

Berlin: Ullstein, 2015. 951 S., 25 Euro
von Udo Bonn

Nach dem Sex: Bette Davis fordert ihren Liebhaber auf, einen «Japs» umzulegen. Der Liebhaber zögert nicht lange, steigt in seinen Wagen und erschießt einen Japaner. Der Liebhaber ist Sergeant Dudley Smith von der Los Angeles Police.

Sonstiges 1. Mai 2015

Ausstellung von Joachim Römer

tausend und eine flaschenpost

von der Redaktion

Vom 18.April bis zum 1.November zeigt der Künstler Joachim Römer (u.a. auch Grafiker und Bildgestalter der SoZ) seine Kunstinstallation «Tausend und eine Flaschenpost» im Museum am Strom in Bingen.