«Der Iran steht vor einer Explosion»
Protestbewegungen gegen die Diktatur
Gespräch mit Mina Khani
Mina Khani stammt aus dem Iran und lebt heute als linke Autorin, Bloggerin und Künstlerin in Berlin. Sie schreibt vor allem über soziale Bewegungen, insbesondere über die Frauenbewegung. Das nachstehende Interview mit Harald Etzbach wurde Ende Januar auf der Webseite der Rosa-Luxemburg-Stiftung veröffentlicht und wird hier stark gekürzt wiedergegeben.
Globales Ökosozialistisches Netzwerk
Politik und Projekt des Ökosozialismus über die Grenzen der Nationalstaaten hinaus nötig
von Wilfried Dubois
Ende Januar trat ein Global Ecosocialist Network (GEN) an die Öffentlichkeit. Zum Selbstverständnis des Netzwerks heißt es auf seiner Webseite (www.globalecosocialistnetwork.net):
Ein untypischer Genosse
Zum Tode von Michel Lequenne (1921–1920)
von Wilfried Dubois
Im Mai wäre er 99 Jahre alt geworden, nun ist er am 13.Februar gestorben. Michel Lequenne hat nach einer Jugend in Le Havre fast sein gesamtes Leben in Paris gelebt. Er war durch und durch Franzose, ein Intellektueller, der nie eine Universität besucht hat, und ein sehr kritischer, ein querdenkender «Trotzkist».
Volle Fahrt voraus für die Seebrücke
«Wir rennen gegen viele Mauern an»
Gespräch mit Jolanta
Die Empörung über die Kriminalisierung der zivilen Seenotrettungsschiffe und die Situation im Mittelmeer führte 2018 zur Bewegung Seebrücke. Seitdem gehen immer wieder Tausende Menschen auf die Straße oder zeigen mit dezentralen Aktionstagen Solidarität mit Geflüchteten.
Flucht ohne Ausweg
Millionen Menschen werden gerade aus Idlib vertrieben
von Harald Etzbach
Es ist die größte Vertreibungswelle seit dem Zweiten Weltkrieg. Nach neuesten Angaben sind seit dem 1.Dezember – dem Beginn einer neuen Großoffensive des Assad-Regimes und seiner russischen und iranischen Verbündeten – mehr als eine Million Menschen im Nordwesten Syriens, in der Provinz Idlib und im Westen der Provinz Aleppo, auf der Flucht.
Zweirad-Traditionsmarke ade
Favorit-Rennräder gib es nur noch auf Briefmarken
von Kai Böhne
Die Produktionsbänder der Fahrradfabrik Favorit stehen still, meldete Radio Prag im Oktober 2019. Die Belegschaft des legendären Fahrradherstellers hatte bereits seit drei Monaten keinen Lohn mehr bekommen. Es war die dritte Insolvenz der Traditionsmarke seit ihrer Privatisierung in den 90er Jahren.
Trumps «Jahrhundertdeal» für Palästina
Israelische Verantwortungen werden ignoriert
von Shir Hever
Als Präsident Trump sein Amt antrat, versprach er, dem Nahen Osten Frieden zu bringen. Er versprach, den «Deal des Jahrhunderts» vorzulegen – eine brillante Lösung für die israelische Besatzung in Palästina.
Ein klimatischer «tipping point»
Megafeuer in Australien
von Daniel Tanuro
Der Ausdruck «tipping point» bezeichnet den Punkt, wo ein Systems von einem Zustand des Gleichgewichts in ein anderes «kippt», den Moment also, ab dem es nicht mehr möglich ist zu verhindern, dass aufgehäufte quantitative Änderungen in eine neuen Qualität umschlagen. Der Begriff wird in unterschiedlichsten Bereichen verwendet, von Bevölkerungsstudien über die Sozialwissenschaften bis zum Klimawandel.
Enteignet Siemens!
Australien brennt – Siemens zündelt
von Gerhard Klas
«Eigentum verpflichtet» und soll auch dem «Wohle der Allgemeinheit dienen»? Die Siemens-Affäre ist ein weiterer Beleg dafür, dass der Widerspruch zwischen Kapital und Allgemeinwohl durch einen Paragrafen im Grundgesetz nicht zu überwinden ist.
«Die Expansionspolitik des Iran steckt in der Krise»
Über die Kräfteverhältnisse im Nahen Osten
Gespräch mit Gilbert Achcar
Wenn es um den Nahen Osten geht, stehen hierzulande meist die USA und – in geringerem Umfang – die Rolle der EU im Vordergrund. Die Expansionsbestrebungen des Iran werden wenig analysiert. Doch sie sind es, gegen die sich die anhaltenden Massenproteste im Irak, Iran und im Libanon gleichermaßen richten.
Kriegsherd Nahost
Ein Überblick über die Lage
von Paul Kleiser
Am Ende hat Trump nur Sanktionen verhängt und der Iran bei der Bombardierung der Militärbasis darauf geachtet, dass keine feindlichen Soldaten ums Leben kommen. Doch aus den Erfahrungen des Ersten Weltkriegs wissen wir, dass säbelrasselnde Rhetorik nicht Rhetorik bleibt – vor allem nicht, wenn die Interessen- und Bündniskonstellationen so widersprüchlich und das politische Personal an der Spitze der Staaten so autoritär und menschenverachtend ist wie im Konfliktherd Nahost.
Die Türkei im Mittelmeer
Hintergründe der Libyenkonferenz
von Cemal Bilgin
Angeblich soll die Libyenkonferenz, zu der die Bundesregierung die Mächtigen der Welt geladen hatte, das Land nach sechs Jahren Bürgerkrieg befrieden. Bei näherem Hinsehen gewinnt man eher den Eindruck, dass sie eine Notbremse gegen den zunehmenden Einfluss der Türkei und Russlands in der Region sein sollte.