Auf Lug und Trug gebaut
Die windigen Findungskriterien für die Atommüllendlagersuche
von Wolfgang Ehmke
Nein, so geht das nicht! Bundesumweltminister Peter Altmaier schiebt in bewährter Manier das Thema Gorleben vor sich her. Ein Offenhaltungsbetrieb soll bis nach den Bundestagswahlen 2013 also alles offen halten. Was aber viel gravierender ist, die Atommülldebatte wird für weitere zehn Monate auf Eis gelegt. Altmaiers Parteifreund, der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister, will Gorleben durch die Hintertür fallen lassen, er plädiert für die Rückholbarkeit des Atommülls und damit scheide ein Salzstock als Endlager aus.
Berliner Wasserbetriebe
Das Land ist Eigentümer, hat aber nichts zu sagen
von Ulrike von Wiesenau
Die 14.Sitzung des Sonderausschusses «Wasserverträge» am 2.November im Abgeordnetenhaus von Berlin galt der Klärung der Frage, ob das Land nach dem Rückkauf der RWE-Anteile seine Position bei den Berliner Wasserbetrieben stärken konnte.
Wende rückwärts bei der Energiewende
Wie Strompreise gemacht werden
von Rolf Euler
Im Namen der Bekämpfung des rasanten Preisanstiegs beim Strom will die Bundesregierung nun der Förderung von Ökostrom den Garaus machen – ausgerechnet der Energieform, die den Preis auf Dauer senken könnte.
Mut zur Staatswirtschaft
zumindest im Energiesektor
von Birger Scholz
In einem Arbeitspapier der Hans-Böckler-Stiftung über «Chancen und Risiken der Energiewende» konstatieren die Ökonomen Heinz Bontrup und Ralf Marquardt das komplette Versagen der bisherigen Ordnungskonzepte in der Energiewirtschaft. Der Befund ist so neu nicht, aktuell ist er dennoch.
3. Startbahn in Erding gestoppt
Die Münchner entscheiden sich gegen den Flughafenausbau
von Paul B. Kleiser
Am 17.Juni lehnte die Münchner Bevölkerung in einem «Bürgerentscheid» die für den Münchner Flughafen im Erdinger Moos geplante dritte Startbahn mit einer Mehrheit von 54,3% ab.
Aufschrei der Geldbesitzer
Argentinien holt sich seine Erdölgesellschaft zurück
von Guillermo Almeyra
Die Ankündigung der argentinischen Regierung, die argentinische Tochtergesellschaft YPF des spanischen Erdölkonzerns Repsol wieder in staatliches Eigentum zu überführen, hat bei der spanischen Regierung und in den Gremien der EU lauten Protest hervorgerufen.
Hamburg: Rekommunalisierung der Energienetze
Die Energiewende ist eine Chance für Arbeitsplätze
von Dirk Seifert und Jan Rübke
In Hamburg geht die Initiative «Unser Hamburg – unser Netz» in den Volksentscheid. Dieser wird parallel zur nächsten Bundestagswahl stattfinden, voraussichtlich im September 2013. Ziel ist es, die Energienetze für Strom, Fernwärme und Gas vollständig zu rekommunalisieren. Die SPD-dominierte Hamburger Bürgerschaft hat am 18.4.2012 in erster Lesung eine Minderheitsbeteiligung von 25,1% beschlossen. Sie will die Netze auch künftig mit Vattenfall und E.on betreiben.
TOTAL-Schaden in der Nordsee
Für die Investoren «nicht signifikant»
von Angela Huemer
Ein verseuchtes Nigerdelta, gigantische Tankerhavarien in Alaska, vor der Bretagne, am Persischen Golf, verölte Strände im Golf von Mexiko – und nun das Riesengasleck in der Nordsee. Die Risiken der Öl- und Gasförderung in großen Tiefen sind nicht beherrschbar.
Deepwater Horizon
Zwei Jahre nach der Katastrophe – Eine gruselige Bilanz
Vor zwei Jahren, am 20.April 2010, explodierte im Golf von Mexiko der Bohrturm von BP, British Petroleum, einem der fünf größten Ölkonzerne der Welt. Elf Menschen kamen bei der Explosion ums Leben. Monatelang floss Öl aus dem Bohrloch – insgesamt gab es einen Ausstoß von mehr als 800.000 Kubikmeter Öl und 500.000 Tonnen Gas.
Halb NRW ist Förderfläche
Unkonventionelles Erdgas in Deutschland
von Angela Klein
Nicht nur Erdöl, auch Erdgas wird zunehmend in schwer zugänglichen Regionen gesucht, wo es unter hohem Aufwand und großen Risiken für die Umwelt gefördert werden soll. Bei den steigenden Preisen lohnt sich die Suche auch in Europa.
Der neue Run auf «unkonventionelles» Erdöl
Als ob es kein Morgen gäbe
von Michael T. Klare
Der Ölpreis ist derzeit höher als je zuvor – mit Ausnahme einiger hektischer Ausschläge vor der Weltwirtschaftskrise 2008. Viele akute Faktoren sind dafür verantwortlich:
Was ist unkonventionelles Erdgas?
Unkonventionell wird Erdgas genannt, das unter Einsatz von besonders aufwendigen Techniken gewonnen wird. Bei konventionellem Erdgas wird vertikal gebohrt, bis die Bohrung die gasführende Gesteinsschicht erreicht. Bei unkonventionellem kommen horizontale Bohrungen hinzu, oftmals über mehrere Kilometer.