Demokratischer Konföderalismus statt islamischem Fundamentalismus
Ärzt:innen in Südkurdistan: Eindrücke von einer Delegationsreise
von Christian Haasen*
Der Demokratische Konföderalismus wird vor allem in Verbindung mit der autonomen Föderation Nord- und Ostsyrien (Rojava) gebracht. Er wird aber auch an anderen Orten in Kurdistan praktiziert, etwa wie im Flüchtlingscamp Mahmour. CHRISTIAN HAASEN hat an einer Delegationsreise dreier Ärzt:innen teilgenommen und schildert die Eindrücke, die er gewinnen konnte.
An die Wand
Die kapitalistische Wirtschaftsweise erstickt an ihrer eigenen Produktion
von Angela Klein
«Ein sehr schlimmes Weihnachtsfest» prophezeit der Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieder, wenn die Impfquote nicht deutlich steigt und Hotspots wie Discos und Weihnachtsmärkte geschlossen werden. Traurige Weihnachten unken auch die Wirtschaftsverbände – aus anderen Gründen:
Der letzte Kampf der Menschheit – der Kampf für das Leben
Auf der Demonstration am 31.10. in Lützerath sprach der Kolumbianer Juan Pablo Gutiérrez
dokumentiert
Juan Pablo Gutiérrez ist Fotograf und internationaler Gesandter des Volkes der Yupka in Kolumbien.
Die Yupka sind Teil des Netzwerks der Indigenen in Kolumbien (ONIC). Sie kämpfen gegen einen gigantischen Steinkohletagebau, der ihr Territorium und ihre Lebensgrundlagen bedroht.
NoWarNoWarming
Militär, Rüstung und Krieg zerstören das Klima
von Hanno Raußendorf
Fünf Tage vor dem Beginn der UN-Klimakonferenz (31.10.–12.11.) haben Klima- und Friedensaktivist:innen gefordert, endlich auch die militärischen CO2-Emissionen in die Vereinbarungen zum Schutz des Klimas einbeziehen – weltweit haben 25000 Gruppen und Einzelpersonen eine entsprechende Petition im Internet unterschrieben.
Afghanistan
Desaster ohne Ende
von Tobias Pflüger
Es waren dramatische Szenen im August auf dem Flughafen von Kabul. Nachdem die Taliban die Stadt eingenommen hatten, drängten sich hunderte Menschen auf dem Rollfeld in der Hoffnung, eines der Flugzeuge zu erwischen, das sie außer Landes und vor den Taliban in Sicherheit bringen konnte. Es waren Bilder wie im Vietnamkrieg 1975 beim Fall von Saigon. Die deutsche Bundesregierung trägt hier eine Mitverantwortung.
Nichts wird gut in Afghanistan
An die Stelle der Bomben werden ausländische Investoren treten – der Krieg um die Bodenschätze wird mit anderen Mitteln fortgesetzt
von Angela Klein
Einen militärischen und politischen Sieg der Taliban nennt der Afghanistan-Forscher Jonathan Neale den Abzug der NATO-Truppen nach 20 Jahren Krieg. Es ist die schwerste Niederlage der USA seit dem Vietnamkrieg – ungeachtet der Tatsache, dass der Abzug vor eineinhalb Jahren ausgehandelt wurde.
Warum die Taliban gewonnen und die Kommunisten verloren haben
Afghanistans Fluch ist seine geostrategische Lage und seine Armut an Agrarüberschüssen. Das prägt bis heute seine Geschichte und Entwicklung und erklärt den Einfluss des Islam
von Jonathan Neale*
Die Armut
Armut und Patriarchat sind der Nährboden für die Herrschaft des Islam
Afghanistan ist weitgehend unfruchtbar und öde, nur in wenigen Gegenden reichen die Niederschläge für den Ackerbau aus. Und nur an wenigen Stellen der Ebenen des Tieflands können die Bauern den Wasserreichtum der Flüsse nutzen.
Zwischen Hoffnung und Furcht
Afghanische Frauen auf dem Land sprechen über Krieg und Frieden
von Martine van Bijlert
Nach dem Friedensabkommen zwischen den USA und den Taliban Ende Februar 2020 führte ein Team des Afghanistan Analysts Network (AAN) eine Untersuchung unter Landfrauen durch. In ausführlichen Gesprächen trug es die Ansichten, Erfahrungen, Ängste und Hoffnungen von afghanischen Frauen auf dem Land zusammen. Nachstehend eine Zusammenfassung.
Die Koalition der Ahnungslosen
Am Ende ihrer Afghanistan-Mission
von Helmut Dahmer, Wien
Rückblick
Seit 500 Jahren kolonisieren europäische Staaten und ihre nordamerikanischen Ableger die außereuropäische Welt. Die in Europa (und nur dort) entstandene kapitalistische Wirtschaftsweise, deren Motor die profitable Verwertung privater Kapitale ist, braucht die permanente internationale Expansion und deren militärische Absicherung.
Rückkehr der Taliban: Das Ende der Besatzung
Über die erneute Machteroberung der Taliban
Nancy Lindisfarne und Jonathan Neale
Was bedeutet der Sieg der Taliban in Afghanistan? Warum konnte Kabul so schnell erobert
werden? Was passiert jetzt mit den afghanischen Frauen und warum unterstützen so
viele Afghan:innen die Taliban? – Der Artikel stammt von marx21.de, vom 19.August 2021. Mit freundlicher Genehmigung teilen wir ihn hier.
Über das Debakel eines nicht zu gewinnenden Krieges
‹Wir hatten nicht die geringste Ahnung von dem, was wir taten›
von Tariq Ali*
Während US-Militärs langsam aufwachen und schonungslos mit dem Afghanistan-Einsatz abrechnen, will man in Europa die Niederlage nicht akzeptieren.
Schluss mit Auslandseinsätzen!
Wir sind den Afghanen Reparationen schuldig
von Angela Klein
Jetzt vergießen sie Krokodilstränen über das Schicksal der Frauen unter der Herrschaft der Taliban. Man darf sie Krokodilstränen nennen, weil diese Frauen von den Falschen beweint werden. Solche, die sie für ganz andere politische Zwecke instrumentalisieren. Die in der Stunde ihrer Niederlage deutlicher denn je zeigen, wie sehr ihnen das Schicksal der afghanischen Bevölkerung am … vorbeigeht. Was ihre sog. westlichen Werte wert sind.