Steinkohleabbau in Kolumbien
Das Volk der Yupka kämpft um sein Überleben
von der Redaktion
Eine Delegation des Volkes der Yupka aus Kolumbien kam am Ende einer mehrwöchigen Europatour durch fünf verschiedene Länder auf die Ökosozialistische Konferenz um zu berichten, was der Steinkohleabbau im Norden Kolumbiens an ihrem Land und ihrem Volk anrichtet. Sie werben dafür, dass wir den Konzernen, die in ihrem Land Steinkohle abbauen, und denen, die sie hierzulande kaufen, Dampf machen, dass die Rechte der indigenen Bevölkerung endlich anerkannt werden.
Plastikmüll in Flüssen und Meeren
An den Rand notiert
von Rolf Euler
Vor einigen Wochen tagte in Paris mal wieder eine UN-Konferenz zum kritischen Zustand der Erde: es ging um Kunststoffabfälle, ihre Beseitigung und den Plastikmüll in den Flüssen und Meeren. Dringende Reden wurden gehalten – man kennt es von den Klimakonferenzen. Beschlüsse wurden gefasst, das Problem aber weiter gewälzt.
›Vielleicht sind wir vom sozialen Kipppunkt nicht mehr weit entfernt‹
Die Letzte Generation – was sie tun, was sie wollen
Irma Trommer im Gespräch mit Matthias Becker
Im April hattet ihr angekündigt, Berlin im Rahmen der Kampagne »Stadtstillstand« lahmzulegen, und habt die Zahl von Straßenblockaden und anderen Aktionen deutlich gesteigert. Wie erfolgreich war aus deiner Sicht die Frühjahrsoffensive?
Fass meine Industrie nicht an!
Billiger Strom für Energiefresser
von Matthias Becker
Einmal im Jahr lädt die Bundesregierung ein zum internationalen »klimapolitischen Dialog«. Dann werden Forderungen abgestimmt und Bündnisse geschmiedet für die nächste UN-Klimakonferenz – und Deutschland präsentiert sich der Weltöffentlichkeit als verantwortungsbewusst und ökologisch vorbildlich. Diesmal machten sich Außenministerin Baerbock und Kanzler Scholz für gemeinsame Ziele im Ausbau von Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft stark. »Ja, das ist etwas Neues!«, lobte sich die Ministerin in ihrer Rede selbst.
Ganz Wolfsburg diskutiert über Straßenbahnen
In der Autostadt fand Anfang Mai ein ›Verkehrswendecamp‹ statt
von Toni Suricato
Soll sich die Gesellschaft ändern, muss sich die Produktion ändern. Was bedeutet das für die Klimakämpfe? Wie können wir verhindern, dass die ökologische und die soziale Frage gegeneinander ausgespielt werden? Auf einem Camp in der Wolfsburger Innenstadt diskutierten Klimaaktivist:innen darüber mit Beschäftigten der Automobilindustrie.
Wasser: knapp und schmutzig
Energiekonzerne sind die größten Verbraucher, die Landwirtschaft der größte Verschmutzer
von Gerhard Klas
Der Sommer steht vor der Tür – und das Wasser in den Urlaubsregionen wird knapp oder ist so verschmutzt, dass niemand mehr dorthin will. In Barcelona soll wegen Knappheit die Wassernutzung für Touristen eingeschränkt werden. An Karibikstränden bleiben die Sonnenliegen leer, weil es nach verfaulten Eiern und verdorbenem Fisch stinkt.
Wasserstrategie der Bundesregierung
Wasserkrise, Klima und Landwirtschaft – Tiefgreifende Einschnitte sind erforderlich
von Bäuerin Paula Gioia von der AbL
Paula Gioia ist Imkerin und Bäuerin in einem Hofkollektiv in Brandenburg und Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sowie im Koordinationskomitee der Europäischen Koordination der internationale Bewegung La Via Campesina.
Frankreich: Der Kampf ums Wasser
Nicht allein die Dürre macht Trinkwasser knapp
von Christine Poupin
Massive und entschlossene Mobilisierungen gegen Megabecken, Frühjahrsbrände, Dürrewarnungen, Wasservergiftung… Die Nachrichten erinnern auf grausame Weise daran, wie lebensnotwendig Wasser ist und wie sehr der Zugang zu Wasser für alle sowohl durch das Klimachaos als auch durch die kapitalistische Aneignung ernsthaft bedroht ist.
Knappheit in einer Welt des Überflusses
Wasserkrisen in Indonesien und ihre Ursachen
von Prathiwi Putri
Indonesien liegt auf dem Platz sieben der Länder mit den meisten erneuerbaren Süßwasserressourcen, wenn man die Europäische Union als Staatenbund mit einem Rang knapp über Indonesien ausklammert (an der Spitze liegt Brasilien, gefolgt von Russland, den USA, Kanada, China und Kolumbien). Indonesiens durchschnittliche monatliche Niederschlagsmenge pro Quadratmeter beträgt das ganze Jahr über 180 bis 280 mm; in Deutschland sind es 35 bis 100 mm. Wohin fließt das Wasser auf dem Archipel, wer zapft das Regenwasser an und profitiert davon?
Die Ampel
Gelbrote Karte für den Klimaschutz
von Rolf Euler
Die Beschlüsse der Regierungsberatung von Ende März sind eine erneute Ohrfeige für alle, die für Klimaziele kämpfen, für alle, die die Grünen trotz aller Bedenken wegen ihres ökologischen Programms gewählt haben. Dass die Grünen sich den Vorstellungen der Autominister beugen, dass der Bundeskanzler erneut (wie alle vor ihm) die längst beschlossenen Klimaschutzmaßnahmen in die Tonne kloppt, ist schon starker Tobak.
Die Reichen zerstören die Welt
Klimaschutz ist Klassenkampf
von Gerhard Klas
Es ist ja nicht so, als hätte es niemand vermutet: Reiche tragen mehr zur Klimakatastrophe bei als Arme. Das World Inequality Lab, angesiedelt bei der Ecole d’Economie in Paris, hat nun erstmals in seinem Jahresreport die ökonomische Vermögens- und Einkommensungleichheit mit dem CO2-Ausstoß ins Verhältnis gesetzt. Der erste Report war 2018 erschienen, unter anderem editiert vom Ungleichheitsforscher Thomas Piketty.