Hambi bleibt! Alle Dörfer bleiben!
Der Bericht der Kohlekommission ist kein Kompromiss
von der Redaktion
Wenn die Bundesregierung gehofft hatte, mit der Einrichtung einer Kommission und der Einbindung der Umweltverbände darin könne sie ein Instrument schaffen, das die Auseinandersetzungen um den Braunkohleabbau «befrieden» könne, hat sie sich geschnitten. Dafür hat die Kommission mit der alleinigen Aussicht auf den Erhalt des Hambacher Forsts zu wenig angeboten. weiterlesen
Reaktionen auf den Bericht der Kohlekommission
Energiekonzerne halten sich nicht an Empfehlungen
dokumentiert
RWE und Landesregierung
Die Energiekonzerne RWE und LEAG fühlen sich durch die Empfehlungen der Kohlekommission nicht im geringsten gebunden. Ende Januar hat RWE ohne erkennbare Notwendigkeit einen Kahlschlag im Keyenberg/Kuckumer Wald durchgeführt. 30 Meter von bewohnten Häusern entfernt, ließ der Konzern am Wochenende Pumpstationen für Brunnen bauen; rechtswidrig wurden auf Eigentumsflächen Gräben und Wälle gebaut. Weitere Ackerflächen sollen enteignet werden. weiterlesen
20 Jahre weiter Kohleabbau? Nicht mit uns!
Die Ergebnisse der Kohlekommission – Kompromiss oder Instrumentalisierung?
von Angela Klein
Um die 50 Leute finden sich am Montag nach dem Schlussmarathon der Kohlekommission im Evangelischen Gemeindesaal in Buir ein, eine der Gemeinden, die darum bangen musste, dass sich die Abbruchkante des Tagebaus Hambach buchstäblich bis zu ihrer Haustüre vorfrisst. Diese Gefahr scheint gebannt, die Kohlekommission hat in ihren Bericht geschrieben: «Die Kommission hält es für wünschenswert, dass der Hambacher Forst erhalten bleibt.» Dahinter wird NRW-Ministerpräsident Laschet (CDU) schlecht zurückfallen können, will er nicht riskieren, dass dies als einseitige Kündigung des «Kohlekompromisses» verstanden wird. Vernehmbares Aufatmen bei der Initiative Buirer für Buir. weiterlesen
System change – Not climate change
Eine neue, weltweite SchülerInnenbewegung gegen die
Klimakatastrophe ist entstanden
von Christiaan Boissevain
Innerhalb weniger Wochen hat sich auf Basis einer Aktion der schwedischen Schülerin Greta Thunberg (16 Jahre) eine «SchülerInnenstreikbewegung für ein besseres Klima» entwickelt. Inzwischen gehen jeden Freitag weltweit zehntausende junge Menschen gleichzeitig auf die Straße, um ihre Wut zum Ausdruck zu bringen und Ansprüche auf eine Zukunft ohne Klimakatastrophe zu stellen. Ihre Klagen werden den Herrschenden buchstäblich vor die Füße geworfen. weiterlesen
Schülerstreik «Friday for Future» (F4F)
«Wir wollen Veränderungen haben»
Interview mit Schülerin Antonia
Antonia ist 19 Jahre alt und eine der Organisatorinnen des Schülerstreiks Friday for Future in München. Christiaan und Hans-Peter sprachen mit ihr über diese neue Jugendbewegung. weiterlesen
Dreizehn Punkte für einen ökosozialistischen Dringlichkeitsplan
Bewegung für den Sozialismus, Zürich
dokumentiert
Ist es noch möglich, die durch Klimaerwärmung bewirkte gesellschaftliche Katastrophe zu vermeiden? Ja, aber der Aufwand ist enorm.
Die Aufgabe kann nur gelingen, wenn wir die gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen in einer demokratischen und gerechten Perspektive verschmelzen. weiterlesen
Den Klimanotstand ausrufen!
Massive Klimastreiks in der Schweiz
dokumentiert
In einigen Ländern ist die Klimastreikbewegung richtig massiv – neben Deutschland sind das vor allem die Schweiz, Belgien und Großbritannien. In der Schweiz hat sie sogar – wenn auch nur symbolisch – die Politik in die Pflicht genommen.
Am 18.Januar sind in 16 Schweizer Städten mehr als 22000 Schülerinnen und Schüler dem Aufruf von Klimastreik Schweiz gefolgt und auf die Straße gegangen – das war der größte Schülerprotest in der Schweiz seit 16 Jahren, und das, obwohl zahlreiche Schulen mit disziplinarischen Maßnahmen gegen die Streikenden gedroht hatten. weiterlesen
«Sie sind nicht reif genug, um die Dinge beim Namen zu nennen»
Rede von Greta Thunberg auf der UN-Klimakonferenz in Kattowice, am 12.Dezember 2018
dokumentiert
Ich heiße Great Thunberg, bin 15 Jahre alt und komme aus Schweden. Ich spreche für Climate Justice Now.
Viele Menschen sagen, dass Schweden ja nur ein kleines Land ist und das, was wir tun, nicht von Bedeutung ist. Ich habe aber gelernt, das man nie zu klein sein kann, um etwas zu verändern.
Und wenn es einige wenige Kinder schaffen, weltweit in die Schlagzeilen zu kommen, nur weil sie nicht in die Schule gehen, dann stellen Sie sich doch vor, was wir alle zusammen tun könnten, wenn wir nur richtig wollen. weiterlesen
Die Klimagerechtigkeitsbewegung wächst zusammen
Bericht von der Strategie- und Aktionskonferenz
von Hanno von Raußendorf
Mitte Januar trafen sich in Kassel 150 Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten aus etwa 60 verschiedenen Gruppen überall aus dem Bundesgebiet zur 2.Strategie- und Aktionskonferenz der Klimagerechtigkeitsbewegung. Dies war die Fortsetzung eines Treffens auf dem Klimacamp im Rheinland im August vergangenen Jahres. weiterlesen
Konversion …
… das Gebot der Stunde
von Angela Klein
Gewerkschaftliche Erneuerung betrifft auch die Frage, was wir produzieren
Ökologische Fragen kommen auf der Streikkonferenz Mitte Februar nur am Rande vor: Eine einzige AG «Gewerkschaftliche Antworten auf die Krise der Automobilindustrie» befasst sich dort u.a. mit Fragen der Verkehrswende. weiterlesen
Arbeitsplätze oder Klima?
Das ist eine falsche Frage – Argumente gegen das Elektroauto
von Stephan Krull
Volkswagen hat vor Jahresende 2018 für aufgeregte Debatten gesorgt: 7000 Stellen sollen in Emden und Hannover wegfallen, weil diese Standorte – wie das Werk in Zwickau – für E-Autos umgebaut werden. Die Ankündigung wurde in einen Zusammenhang mit der Konferenz von Katowice und den Beschlüssen der EU zu CO2-Emissionen gestellt. weiterlesen
Hand in Hand für einen «gerechten Übergang»
Der Internationale Gewerkschaftsbund und die polnische Regierung beim UN-Klimagipfel in Katowice
von Daniel Tanuro
Gleich zu Anfang des UN-Klimagipfels in Katowice (2.–14.12.2018) hat die gastgebende polnische Regierung eine Resolution unterbreitet, die einen «gerechten Übergang» fordert. Darin hat Staatspräsident Andrzej Duda nachdrücklich die Bedeutung des sozialen Konsenses für eine erfolgreiche Umweltpolitik hervorgehoben. An die Adresse des französischen Staatspräsidenten gerichtet nahm er Bezug auf die Demonstrationen der gelben Westen und gab Macron den guten Rat, «die Erklärung für einen gerechten Übergang aufzugreifen, ein Wegweiser für ein gutes Gleichgewicht zwischen einer kohlearmen Wirtschaft, neuen Arbeitsplätzen und Lebensqualität». weiterlesen