Wissen, wo unsere Interessen liegen
Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter engagieren sich für Klimaschutz
von Bea Sassermann*
Aufgrund des alarmierenden Klimawandels sind heiße Diskussionen um den Braunkohletagebau entbrannt. Politiker erklimmen rhetorische Höhen auf Klimagipfeln, Gewerkschaften sorgen sich um Arbeitsplätze, Anwohner müssen riesigen Kratern weichen, Aktivisten besetzen Schaufelbagger.
Besonders letzteres hat im vergangenen Jahr die Gewerkschaft IG BCE auf den Plan gerufen. weiterlesen
Schwarz-Gelb in NRW
Vorsintflutliche Klimapolitik
dokumentiert
Bei der Energiewende hinkt Nordrhein-Westfalen weit hinterher. Nur 13 Prozent seines Stroms bezieht das bevölkerungsreichste Bundesland bislang aus erneuerbaren Quellen. Bundesweit liegt der Grünstromanteil hingegen bei rund einem Drittel. NRW ist nach wie vor Kohleland und für mehr als 30 Prozent der bundesweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Daran will die schwarz-gelbe Koalition wenig ändern. weiterlesen
Anstehende Termine im August:
Klimacamp und Aktionstage im Rheinland
dokumentiert
18.–29.8.: Klimacamps im Rheinland
In diesem Zeitraum sollen im Rahmen des Flächenkonzepts 2017 vielfältige Bildungs- und Kulturveranstaltungen sowie Protestaktionen verschiedener Akteure veranstaltet werden. Auch die Degrowth-Sommerschule wird 2017 wieder auf dem Camp zu Gast sein. weiterlesen
Konversion ist möglich
Die Zukunft der Arbeitsplätze liegt bei den Erneuerbaren
dokumentiert
Eine neue Studie vom April 2017, die Greenpeace in Auftrag gegeben hat, spannt den Bogen weiter als die Ver.di-Studie.
Sehr akribisch werden dort für das Lausitzer und das Rheinische Braunkohlerevier der Zuwachs an Wertschöpfung und an Beschäftigung aufgeführt, wenn der Braunkohlebergbau bis 2030 aufgegeben und stattdessen in erneuerbare Energien investiert wird. weiterlesen
Kumpel, lass die Kohle sein…
…sattel lieber um auf Erneuerbare
von Angela Klein
Das Aus für die Kohleverstromung ist keine Frage mehr des Ob, nur noch des Wann und des Wie. Während Ver.di aber die Hand aufhält und errechnet, was es kostet, wenn die Beschäftigten vorzeitig in den Ruhestand geschickt werden, fragt Greenpeace, wo neue Arbeitsplätze herkommen können. Die IG BCE ist vollends abgetaucht. weiterlesen
Aufrüstung im Skizirkus
An den Rand notiert
von Rolf Euler
Am Rande – wie es sich für diese Rubrik gehört – einer Reise merken wir, wie die Berge von der Spekulation vereinnahmt werden. Die Alpen werden aufgerüstet. Das liegt am schwindenden Schnee. Nicht nur, dass die Gletscher schmelzen, es gibt auch weniger Schnee im Winter und er bleibt in den Tälern nicht mehr so lange liegen. Den Alpenorten droht teilweise der Tourismus wegzubrechen. weiterlesen
«Gewerkschafter für Klimaschutz» beim Klimacamp dabei
Gemeinsamer Kampf gegen Braunkohleförderung
von Helmut Born
Die Bewegung gegen Braunkohle gewinnt an Breite. Dieses Jahr wird erstmals eine Gewerkschafterinitiative im Rheinland dabei sein.
Am 11.März trafen sich Unterstützer und Unterstützerinnen der Initiative «Gewerkschafter für Klimaschutz» in Düsseldorf, um über die Entwicklung der Positionen in den Gewerkschaften und ihre Aktivitäten im Rahmen des Klimacamps im Rheinland zu beraten. weiterlesen
RWE am Ende? Teil 2
Die Sache mit den Arbeitsplätzen
von Alfred Weinberg
Das Rheinische Braunkohlerevier wird auch in diesem Sommer wieder Schauplatz großer Mobilisierung gegen den Braunkohletagebau sein. RWE zieht alle Register, um die örtliche Bevölkerung gegen die Protestbewegung aufzubringen, bisher mit mäßigem Erfolg. Unter anderem schwingt der Konzern die Arbeitsplatzkeule. Was ist dran an dem Argument? weiterlesen
Bernhard Knierim: Ohne Auto leben. Handbuch für den Verkehrsalltag
Wien: Promedia, 2016. 176 S., 14,90 Euro
von Rolf Euler
Im Nachgang zum Thema der letzten SoZ – VW, die Autogesellschaft und die Verkehrswende – empfehle ich das Buch von Bernhard Knierim: Ohne Auto leben. weiterlesen
Kampf ums Klima – Verkappte Blockade
G7-Staaten nehmen sich auch beim Klima das Recht des Stärkeren heraus
von Wolfgang Pomrehn
Große Worte, hehre Versprechen. Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten haben auf ihrem 360-Millionen-Euro-Gipfel angekündigt, sie wollen die Wirtschaft «dekarbonisieren», also so umstellen, dass keine Treibhausgase mehr in der Atmosphäre angereichert werden. weiterlesen
Die Kohle muss im Boden bleiben
Das begrenzte Kohlenstoffbudget und die Divestmentkampagne
von Klaus Meier
Im Jahr 2009 veröffentlichte eine Gruppe von renommierten Klimawissenschaftlern, darunter Malte Meinshausen vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK), in der Zeitschrift Nature eine Untersuchung über das globale Kohlenstoffbudget. Sie kam zur Schlussfolgerung, dass die Kohlendioxidmenge, die von der Menschheit freigesetzt werden darf, bis 2050 maximal 2900 Milliarden Tonnen umfassen darf. Andernfalls würde sich die Erde um mehr als 2°C aufheizen. weiterlesen
Was ist Ökosozialismus?
Was der soziale Kampf mit dem Kampf gegen den Klimawandel zu tun hat
von Daniel Tanuro
Dass die ökologische und die soziale Frage zusammengedacht werden müssen, diese Einsicht gewinnt an Boden, und zwar umso mehr, je konkreter die Auseinandersetzung um die Energiewende wird. Das ist aber leichter gesagt als getan: Im Fokus der Gewerkschaften steht der ökosoziale Umbau bislang nicht, eher sind sie noch auf Verteidigung bestehender Profitmodelle gepolt und bereiten sich wenig auf den unvermeidlichen Strukturwandel vor. Auf der Seite der Klimaschützer geraten deshalb als soziale Akteure auch eher die Bevölkerungen des Südens mit ihrer Forderung nach Klimagerechtigkeit in den Blick. weiterlesen