Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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1. Dezember 2021

Beredtes Schweigen

Die WHO hat die Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide heruntergesetzt
von Rolf Euler

Beredtes Schweigen herrschte, nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) neue Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide empfohlen hatte. Ein kleiner Artikel in der Lokalzeitung, eine Meldung in den ARD-Nachrichten, ein längerer Artikel in einer Wochenzeitung – das war’s zu einer eher wichtigen klimapolitischen Entscheidung.

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1. Dezember 2021

Die ‹Greenwash›-Versuche der deutschen Atomlobby

Zu teuer, zu gefährlich, zu spät
von Wolfgang Pomrehn

Alle Jahre wieder. Immer, wenn es auf die herbstliche UN-Klimakonferenz zugeht, werden die Reste der deutschen Atomlobby aktiv, um die Trommeln für ihre alten Meiler zu rühren.

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1. Dezember 2021

Der letzte Kampf der Menschheit – der Kampf für das Leben

Auf der Demonstration am 31.10. in Lützerath sprach der Kolumbianer Juan Pablo Gutiérrez
dokumentiert

Juan Pablo Gutiérrez ist Fotograf und internationaler Gesandter des Volkes der Yupka in Kolumbien.
Die Yupka sind Teil des Netzwerks der Indigenen in Kolumbien (ONIC). Sie kämpfen gegen einen gigantischen Steinkohletagebau, der ihr ­Territorium und ihre Lebensgrundlagen bedroht.

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1. Dezember 2021

Blutkohle in Kolumbien

Vertreibung, Umweltzerstörung, Mord und Widerstand
von Margaret Buslay*

In den 80er Jahren begann der Kohleabbau im Norden Kolumbiens. El Cerrejón, die größte Kohlemine Lateinamerikas, baut auf 690 qkm jährlich rund 30 Millionen Tonnen Steinkohle ab. Sie gehört dem Schweizer Rohstoffgiganten Glencore. 2020 förderte Glencore weltweit 126,2 Mio. Tonnen Kohle. Glencore wird satte Profite erwarten können, da der Kohlepreis auf dem Weltmarkt in diesem Jahr rasant gestiegen ist.
Die Kohle aus Kolumbien wird u.a. auch im deutschen Kraftwerk Datteln verfeuert.

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1. Dezember 2021

Glasgow flops, direct action rocks!

Die Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen sind abermals gescheitert
von Gerhard Klas

Mit 40.000 Teilnehmenden war Glasgow der größte Klimagipfel, den es je gab. Ähnlich wie der Gipfel in Kopenhagen 2009 wurde seine Bedeutung symbolisch aufgeladen: Der britische Premier Boris Johnson sprach vom «inklusivsten Gipfel» aller Zeiten und meinte damit die Teilnahme vieler Betroffener vor allem aus dem globalen Süden. Sie sollten eine Stimme bekommen. Aber es kam ganz anders.

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1. Dezember 2021

Die falsche Klimastrategie der Vereinten Nationen

Mehr erneuerbare Energien… und mehr Emissionen
von Daniel Tanuro

Die versprochene «Klimaneutralität» bedeutet keinen «globalen ­Ausstieg» aus den fossilen Brennstoffen.

Allen hehren Versprechungen zum Trotz steigen die CO2-Emissionen ständig weiter. Die größten Umweltverschmutzer wetten einfach darauf, dass bis 2050, oder sogar 2060, Technologien bereitstehen werden, das emittierte Kohlen­dioxid wieder «einzufangen».

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1. Dezember 2021

Im Rollstuhl gegen Kohleabbau

Während der COP26 wurde das Kraftwerk Neurath blockiert
von Gerhard Klas

«Große Worte, keine Wirkung» lautete das Motto der etwa vierzig Klimaaktivist:innen, die am 5.November anlässlich der COP26 die Kohlezufuhr zum Braunkohlekraftwerk Neurath zwischen Aachen und Köln blockiert haben. «Wir müssen schon selbst aktiv werden», so Lee Groene, die sich an der Gleisblockade im Norden des Kraftwerks beteiligte.

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1. November 2021

Kölner Klüngel

Initiative Klimawende verhindert Bürgerbegehren
von Gerhard Klas

Einige Kölner:innen blickten am Tag der Bundestagswahl wehmütig nach Berlin, denn nicht nur dort hätte es zeitgleich einen Bürgerentscheid geben sollen: In Köln wollte die Initiative Klimawende den regionalen Energieversorger Rheinenergie AG zum Umstieg auf 100 prozentige Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen bis 2030 verpflichten.

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1. November 2021

NoWarNoWarming

Militär, Rüstung und Krieg zerstören das Klima
von Hanno Raußendorf

Fünf Tage vor dem Beginn der UN-Klimakonferenz (31.10.–12.11.) haben Klima- und Friedensaktivist:innen gefordert, endlich auch die militärischen CO2-Emissionen in die Vereinbarungen zum Schutz des Klimas einbeziehen – weltweit haben 25000 Gruppen und Einzelpersonen eine entsprechende Petition im Internet unterschrieben.

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1. November 2021

Neues Leben in Lützerath: Hier werden die 1,5 Grad verteidigt

Bewohner:innen des Rheinischen Reviers und Unterstützer:innen rüsten sich, um den Baggern entgegenzutreten
von Moritz Binzer

Das Dorf Lützerath im Rheinischen Braunkohlerevier ist der neue Schauplatz für den Kampf um Klimagerechtigkeit in Deutschland. RWE will an die darunterliegende Kohle. Ein Landwirt und zugezogene Unterstützer:innen setzen sich zur Wehr.

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1. November 2021

Ohne Tempolimit in die Klimakrise

Was wir brauchen, ist keine Ampel, sondern ein Stoppschild
von zwei Aktivistinnen bei Fridays for Future

Bundestagswahl 2021. Noch nie war eine Wahl so richtungsentscheidend wie diese. Die Sondierungsgespräche sind gerade erst abgeschlossen, die Koalitionsverhandlungen noch nicht im Gange, und schon jetzt steht die Ampel eindeutig auf gelb.

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1. Oktober 2021

Ungehorsam gegen Fleischkonzerne

Das Bündnis zwischen Klimaaktivisten, Bäuerinnen und Beschäftigten in der Tierindustrie entwickelt sich nur mühsam
von Friedrich Kirsch*

Im Sommer vergangenen Jahres stand die Fleischindustrie plötzlich im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte: Ein Schlachthof nach dem anderen entwickelte sich zum Corona-Hotspot. Den traurigen Höhepunkt markierte im Juni der Ausbruch bei Tönnies mit 1413 infizierten Arbeiter:innen.

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