POLNISCHE PRESSESCHAU 249 vom 04. 01. 2026
Zusammengestellt von Norbert Kollenda Polnische Stimmen aus einem außenpolitisch verwaisten Land zu Trumps Überfall auf Venezuela
Liebe Leserinnen und Leser!
Eigentlich wollte ich Sie/Euch nicht so schnell wieder mit Informationen „versorgen“. Aber die Spezial-Operation von Trump gegen Venezuela lies mich nach Meinungen in der polnischen Presse suchen.
Zudem sind einige Meinungen zum Jahresbeginn aufgetaucht, die sich da gut einreihen lassen, obwohl sie schon zu Ende Dezember verfasst wurden. Bezeichnend ist die Titelbseite der Polityka:
Die Neujahrsansprache von Präsident Nawrocki als Kampfansage an die andere Hälfte der BevölkerungAggressive Kampagnen der Abtreibungsgegner mit EU Parlamentarier an der SpitzeArbeitsmarkt und Lohnentwicklung
Trump wie Rambo, nur ohne Verstand (und ohne Kongress)
studioopinii.
Polnische Presseschau 229 vom 28.04.2025
„Wie sollten keine Angst vor der Wahrheit haben. Unsere westlichen und nördlichen Gebiete sind Kriegsbeute – ehemalige deutsche Gebiete, die vor 80 Jahren durch die Rote Armee mit Unterstützung zweier Regimenter der polnischen Armee erobert wurden.“
Das „junge Europa“ schaut sehr alt aus
von Przemyslaw Wielgosz
Die internationale Politik von Donald Trump ist klassischer Imperialismus ohne Beschönigung. Das Zeichnen einer Karte von Einflusssphären, ethnische Säuberungen als Mittel zur Problemlösung, offener Annexionismus, Zugang zu Ressourcen im Austausch gegen Sicherheitsgarantien für formal souveräne Staaten (d.h. de facto deren Herabsetzung auf die Position nicht-souveräner Bananenrepubliken) erschrecken die europäische politische Klasse heute.
Stanislaw Obirek: Zamosc schämt sich für Rosa Luxemburg
2021-06-25 studioopinii.pl
dokumentiert
Wieder einmal habe ich meine Lieblingsstadt besucht. Zamosc ist eine Perle der Renaissance-Architektur. Die Stadt wurde zuerst im Kopf eines der brillantesten polnischen Köpfe erschaffen. Jan Zamoyski (1542-1605) wurde zunächst im calvinistischen Gymnasium in Krasnystaw ausgebildet und studierte dann in Paris und Straßburg.
POLNISCHE PRESSESCHAU 123 vom 20.02. 2018
Das vom polnischen Parlament verabschiedete und vom Präsidenten unterzeichnete Gesetz über den Umgang mit der Geschichte, zumal der während der Naziherrschaft, hat ein großes Echo in den freien Medien (die "öffentlich-rechtlichen" sind ja von PiS -Leuten besetzt) gefunden. Hier einige Stimmen:
Jerzy Domanski,
Chefredakteur Przeglad, 12.02.2018: "Nachfahren der Seelenverkäufer haben das Wort"
Das was da geschah ist ein Überschreiten einer Grenze, wozu es nicht kommen dürfte. Präsident Duda folgte den Forderungen der Nationalisten, Antisemiten und Rassisten.
Wacht auf! Noch ist es nicht zu spät! (zur Selbstverbrennung des Piotr Szczesny))
Dies schrieb der 54 jährige Piotr Szczesny aus der Nähe von Krakau an seine Mitbürger, bevor er sich am 19. Oktober vor dem Kulturpalast in Warschau selbst anzündete und am 29. Oktober an den Folgen verstarb.
Schnell waren die Regierenden und ihre „öffentlichen“ Medien dabei diesen verzweifelten Menschen als psychisch krank zu verunglimpfen.