Paul Kleiser (1950–2021)
In den frühen Morgenstunden des 16.September ist unser Freund und Genosse Paul Kleiser nach schwerer Krankheit gestorben
von Angela Klein
Er ist zu früh gegangen, das hinterlässt bei der großen Gemeinde derer, die ihn schätzten und sich an ihm orientierten, ein Gefühl der Bitterkeit. Denn Paul war ein treuer und zuverlässiger Familienvater und Genosse, zugleich mit weit überdurchschnittlichen Fähigkeiten ausgestattet, was die Zusammenarbeit mit ihm nicht immer einfach gemacht hat.
Abschied von Mikis Theodorakis (1925 – 2021)
Ein Leben für die Musik als gelebter Widerstand
von Arn Strohmeyer
Seine letzten Jahre verbrachte Mikis Theodorakis in seinem Haus in Athen, das auf einem Hügel direkt gegenüber der Akropolis liegt und ihm einen der schönsten Blicke der Welt freigab – eben auf die alte Athener Stadtburg mit der herrlich gebauten Harmonie des Parthenon-Tempels.
Rosa Luxemburg – eine Zusammenschau ihrer Biografien
Die Zahl der Publikationen zu Rosa Luxemburg ist Legion, von den Klassikern nimmt sie hinter Karl Marx den zweiten Platz ein
von Paul B. Kleiser
Julia Killet: Fiktion und Wirklichkeit. Die Darstellung Rosa Luxemburgs in der biographischen und literarischen Prosa. Hamburg: Kulturmaschinen Verlag, 2020. 348 S., 21 Euro
Rudolf Virchow (1821–1902)
‹Seuchen bekämpft man mit Bildung, Wohlstand und Freiheit›
von Angela Klein
Die Medizin ragt unter anderen Wissenschaften heraus, insofern sie eine soziale Wissenschaft auf der Grundlage naturwissenschaftlicher Erkenntnisse ist. In ihren Anwendungsbereichen ist sie darüber hinaus evidenz- und erfahrungsbasierte Praxis.
Das Opfer eines Komplotts
Der Wikileaks-Gründer Julian Assange soll vernichtet werden – zu diesem Ergebnis kommt der UNO-Sonderberichterstatter Nils Melzer
von Albrecht Kieser
Nils Melzer: Der Fall Julian Assange. Geschichte einer Verfolgung. München: Piper, 2021. 336 S., 22 Euro
Georg Lukács (1885–1971): Marxismus als Philosophie der Praxis
Vom romantischen Antikapitalisten zum unbequemen Kommunisten: ein linker Intellektueller im 20.Jahrhundert
von John Will
Vor 50 Jahren, am 4.Juli 1971, starb der ungarische Philosoph Georg Lukács. In eine assimilierte jüdische Familie des Großbürgertums im damaligen österreichisch-ungarischen Budapest geboren, gilt Lukács bis heute als einer, wenn nicht sogar als der wichtigste marxistische Theoretiker des 20.Jahrhunderts.
Zum 50.Todestag von Georg Lukács.
1.Teil: „Die Renaissance des Marxismus“
von Jürgen Meier
Sein Buch „Die Theorie des Romans“ hatte Lukács1 bereits 1916 zu einem berühmten Schriftsteller gemacht. Nachdem er 1918 der KP beigetreten war und 1919 Volkskommissar der ungarischen Räterepublik wurde, entwickelte er sich zu einem der wichtigsten Marxisten des 20. Jh., dessen Theorien noch immer polarisieren.
Helmut Weiss (1948–2021)
Der geborene Internationalist
von Angela Klein
Von allen Genossinnen und Genossen der ehemaligen KPD/ML, mit denen sich die Mitglieder der GIM im Jahre 1986 zusammenschlossen, war er derjenige, der am wenigsten mit ihnen fremdelte.
Werner Seppmann (1950–2021)
Die Einsamkeit fundamentaler Kritik
von Christoph Jünke*
An dieser Stelle sollte ein Beitrag von Werner Seppmann stehen, in dem er die Grundzüge seiner Klassenanalyse darlegen wollte, wie sie zuletzt in der Broschüre Gibt es überhaupt noch eine Arbeiterklasse? dargelegt wurde. Dazu kam es nicht mehr, der Tod ging dazwischen. Das hat uns sehr erschüttert, es ist ein herber Verlust.
d.Red.
C. L. R. James
Black Jacobin und kritischer Theoretiker des Panafrikanismus
von Elfriede Müller*
Für den schwarzen Schriftsteller und Aktivisten aus Trinidad waren Sklavinnen und Bauern eine revolutionäre Kraft.
Cyril Lionel Robert James (1901–1989) war einer der originellsten linken Denker des 20.Jahrhunderts.
Bekenntnisse einer Links-Konservativen
Das neue Buch von Sahra Wagenknecht ist eine Streitschrift
gegen die gesamte Linke
von Thies Gleiss
Sahra Wagenknecht: Die Selbstgerechten. Mein Gegenprogramm für Gemeinsinn und Zusammenhalt. Frankfurt, New York: Campus, 2021. 345 S., 24,95 Euro
Vor 110 Jahren starb Paul Singer
‹Kleinigkeiten sind nur Teil der großen Gesamtheit›
von Manfred Dietenberger
Wie gewinnen Linke die Herzen der arbeitenden Menschen? Das ist ein treibendes Motiv hinter dem Organizing-Ansatz. Paul Singer war einer von denen, die es vormachten.