Rassismus und Islamophobie
Der neue, kulturelle Rassismus braucht die Verteufelung des „Islam an sich“.
von Alex de Jong
Im Jahr 2002 machte der niederländische Populist, Geert Wilders, noch einen Unterschied zwischen «guten Muslimen», deren Religion man respektieren müsse, und einer Minderheit fanatischer Fundamentalisten. Mittlerweile behauptet er, der Islam sei an sich totalitär und der Koran ein faschistisches Buch.
Das menschliche Erbe. Anmerkungen zur Ungleichheit
Verwandtschaft und Variationen
von Manuel Kellner
Die Apostel der gesellschaftlichen Ungleichheit haben immer wieder angebliche Naturgegebenheiten und vorgebliche Resultate naturwissenschaftlicher Forschung für sich in Anspruch genommen, um Ansprüche auf soziale Gleichheit zu bekämpfen. Die missbräuchliche Anwendung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse auf gesellschaftliche Gegebenheiten gehört zurückgewiesen.
Der neue Sozialdarwinismus
von Robert Lochhead
Ende 1994/Anfang 1995 war in den USA ein voluminöses Buch voller Statistiken der neue Bestseller (400.000 verkaufte Exemplare in zwei Monaten): The Bell Curve («Die Glockenkurve») von Richard Herrnstein und Charles Murray. Die Autoren «zeigen» Unterschiede der Intelligenz zwischen den sozialen Klassen sowie zwischen Schwarzen und Weißen, die genetisch bedingt seien und mittels des IQ (Intelligenzquotient) gemessen werden.
Sie kamen nicht durch
Historischer Erfolg gegen Neonazis in Dresden
von Florian Wilde
Mit dem 13.Februar 2010 ist der antifaschistischen Bewegung ein möglicherweise historischer Erfolg gelungen.
Die Nazis hatten ihren größten Aufmarsch in der bundesdeutschen Geschichte angekündigt. Über zehntausend Menschen haben diesen Aufmarsch durch entschlossene Massenblockaden zu einem Desaster gemacht:
13.Februar – Dresden Nazifrei
von Tim Laumeyer
Die sächsische Landeshauptstadt Dresden darf sich seit Jahren eines traurigen Rekords rühmen: Europas größter Naziaufmarsch kann Jahr für Jahr durch diese Stadt marschieren, begleitet und beschützt von Tausenden Polizisten. 2009 beteiligten sich 6500 Neonazis aus dem In- und Ausland, während die Polizei die antifaschistische Demonstration angriff und nicht zu Ende laufen ließ.
Oury Jalloh und der tägliche staatliche Rassismus
Gesamtpolizeiliche Verdunkelung
von Dirk Vogelskamp
Am 7.Januar 2005 verbrannte Oury Jalloh, ein schwarzer Asylsuchender, im Gewahrsam der Dessauer Polizei bei lebendigem Leib. Er war an Händen und Füßen auf einer feuerfesten Matratze fixiert. Noch am selben Tag vermeldete die zuständige Polizei, es sei alles mit rechten Dingen zugegangen: Der Arrestierte habe sich selbst entzündet, die Beamten hätten unverzüglich reagiert.